Montag, 4. Februar 2019

Fantasierende

Aus dem Haus der Staatsanwälte
wird nie eine Bibliothek. 
Rosamunde Schostok lügt nicht

Rosamunde Schostok, Hannovers bekannteste Schriftstellerin, die sich bis heute ein Zubrot als Oberbürgermeisterin verdient hat, sortiert ihre Bestseller. Denn sie geht morgen auf Lesereise. Die ersten Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Viele hoffen, dass Rosamunde Schostok auch Passagen aus dem  Ermittlungsbericht der Polizei vorlesen wird.

Diese Hoffnung ist vergeblich. Rosamunde Schostok mag keine Kassenbücher, mit Kassiertem befasst sie sich nicht. Wer im Rathaus mehr bekommt als er verdient, interessiert sie nicht. Da bleibt sie nicht nur geschlechtsneutral.

Wenn ihr nun vorgeworfen wird, sie habe gelogen, kann man sich nur wundern. Fantasie bewiesen wäre angemessen, während man die Polizisten, die in diesem Fall ermittelt haben, als Fantasierende bezeichnen muss. 

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