Donnerstag, 23. April 2020

Milde Richter

Hier passiert Rosamunde nicht viel. 
Rosamunde Schostok kein schweres Mädchen

9. Dezember 2019. Da Rosamunde Schostok im März noch gar nicht gewusst hat, dass sie im Nebenberuf Oberbürgermeisterin von Hannover ist, darf sie ab morgen vor dem Landgericht in Hannover mit milden Richtern rechnen. Schwerer Betrug soll ihr nicht vorgeworfen werden, eher Leichtsinn zwischen zwei Lesungen aus ihren Bestsellern als erfolgreichste Schriftstellerin Hannovers.

Ebenfalls strafmildernd dürfte sich die Tatsache auswirken, dass Rosamunde Schostok sofort zurücktrat, als ihr bewusst wurde, was sich gelegentlich im Neuen Rathaus tat. Ihr angeblicher Büroleiter verdiente zu viel, ein ihr kaum bekannter Dezernent liebte seine Freundin etwas zu sehr. 

Die Staatsanwaltschaft von Hannover wird sich natürlich fragen lassen müssen, warum sie zwei Männer und eine Frau anklagt, die sich kaum kennen, nichts miteinander gemein haben und sich wieder trennten, bevor sie sich näher kamen.

Wie aus Stefan Schostok Rosamunde wurde 

Dass der NDR Rosamunde Schostok Stefan Schostok nennt, sei dem Sender vergeben

23. April 2020. Hannovers früherer Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist im Prozess um die sogenannte Rathausaffäre am Donnerstag vor dem Landgericht freigesprochen worden. Der Vorwurf der schweren Untreue war ihm zur Last gelegt worden, doch am Ende lieferte der Prozess den Richtern keine Belege dafür, dass Schostok von illegalen Gehaltszulagen für Spitzenbeamte ausreichend wusste. Die beiden anderen angeklagten Rathausmitarbeiter hingegen wurden verurteilt: Der frühere Personaldezernent Harald Härke bekam wegen schwerer Untreue eine elfmonatige Bewährungsstrafe. Schostoks damaliger Büroleiter Frank Herbert muss wegen Betrugs durch Unterlassen eine Geldstrafe in Höhe von rund 20.000 Euro zahlen.





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