Samstag, 25. Februar 2017

Schilderschnäppchen

Was hat "Bild" gegen schickes
Straßenbegleit-Blech?
















Macht Rosamunde Schostok auch gern

Wie jede Frau macht Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin der niedersächsischen Landeshauptstadt ein Zubrot verdient, gern Schnäppchen - dieses Mal im Online-Shop "Straßenbegleitblech zu besonders günstigen Preisen". Da rot und blau Rosamundes Lieblingsfarben sind, entschied sie sich nicht für die ebenfalls sehr preisgünstigen Einbahnstraßen-, Rad- und Fußweg-, sondern für absolute Halteverbots-Schilder.

Die waren schnell ausgepackt, als sie am Freitag im Neuen Rathaus eintrafen. Noch in der gleichen Stunde wurden sie zur Bernadotteallee gebracht, wo sie unverzüglich aufgestellt wurden - und zwar senkrecht, denn horizontal hätten sie zu viel Platz weggenommen.

Auf dem Weg von und zur Teilzeitarbeit erfreute sich Rosamunde Schostok kurzfristig an den bunten Farben am Rande der leider noch nicht grünen Eilenriede, denn morgen schon soll das Straßenbegleitblech wieder entstellt werden, pardon: soll das Straßenbegleitblech irgendwo weggestellt werden.

Rosamunde Schostok kann sich - wie die "Bild"-Zeitung heute leider nicht - aber auch vorstellen, dass dieses Straßenbegleitblech nach und nach in jeder Straße aufgestellt wird, die zum Teilzeitarbeitsweg der Bestsellerautorin gehört. Keinesfalls möchte sie nämlich das, was sie erst einmal in der Bernadotteallee hat geschehen lassen, als Schildschriftstellerinnenstreich verstanden wissen.