Donnerstag, 21. April 2016

Hannover wird jünger

Wer dieses Mathe-
Bilderbuch liest, macht
ebenfalls mathematisch
immer alles richtig.
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Die erste Oberbürgermeisterin, die den Alterungsprozess umkehren kann

Bei Hannovers Oberbürgermeisterin Rosamunde Schostok muss man mit allem rechnen. Auch mit wunderbar geschriebenen Einladungskarten, die allerdings scheinbar einen Rechenfehler aufweisen wie Rosamunde Schostok sonst nur Erfolge aufweist auf dem Buchmarkt als erfolgreichste Schriftstellerin der niedersächsischen Landeshauptstadt. Doch: Hat sie sich wirklich verrechnet, als sie dieser Tage ihren hoffentlich in großer Zahl erscheinenden Gästen vorrechnete, Hannover werde 750 Jahre alt, obwohl alle anderen behaupten, die Stadt feiere ihren 775. Geburtstag?

Hat sie nicht. Seit Rosamunde Schostok mit viel Schwung nicht nur tolle Bücher schreibt, sondern auch politische Wunder aus den Ärmeln ihrer schicken Kleider schüttelt, wird Hannover immer jünger. Jedenfalls gefühlt. Rechnen dagegen ist keine Gefühlssache. Wenn man nun allerorten höhnt, Rosamunde Schostok müsse das Rechnen noch üben, dann sei diesen Lästermäulern gesagt: Das nächste Wunder lässt nicht lange auf sich warten wie früher auch nicht ihr Mathe-Lehrer bei den Nachhilfestunden für eine exzellente Schülerin, die Nachhilfe eigentlich in keinem Fach nötig gehabt hat - am allerwenigsten in Mathematik. Nur ihre Eltern, sie wollten es so. 

Wenn aber schon morgen die 70-Jährigen aus Hannover wieder 45 sind und sich beim Arbeitsamt anstellen, weil sie nicht länger Rentner sind, dann werden die Alternden aus anderen Städten schweigen. Betreten, wie sie das Neue Rathaus nie wieder betreten werden, wenn sie sich nicht schleunigst entschuldigen.  



Montag, 11. April 2016

Kelch des Lobes

Der Zosse Gabriel.
Eine Methode der Herabsetzung des Gelobten

Das wissen natürlich auch alle: Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient, hat nicht nur in jeder Hinsicht ausgezeichnete Romane geschrieben, sie verfasste auch vorzügliche philosophische Standardwerke wie "Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten", das seit 1996 noch kein einziges Mal von der Bestsellerliste abgesetzt worden ist. So sehr wurde es immer wieder gelobt.

Dieses eigene Werk nahm die Oberbürgermeisterin von Hannover heute Morgen zur eigenen Hand, als sie den Kommentar auf Seite 1 der "Neuen Presse" gelesen hatte. Thema war der niedersächsische SPD-Parteitag, bei dem auch ein gewisser Sigmar Gabriel aufgetreten und in mehrere Fettnäpfchen getreten sein soll. 

Dieser Rosamunde Schostok völlig unbekannte Politiker, der angeblich zur SPD gehören soll, hat diesem Kommentar zufolge nach dem SPD-Parteitag den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil per Twitter wegen seiner "exzellenten Arbeit" gelobt, was für den Gelobten nicht sehr erfreulich sei, weil der Rosamunde Schostok völlig Unbekannte schon lange kein Zugpferd mehr sei, sondern ein Zosse, dessen Lob für den Gelobten peinlich sein müsse.

Also las die Oberbürgermeisterin von Hannover noch einmal, was sie auf Seite 1028 ihres Besteller-Standardwerkes vor 20 Jahren geschrieben hatte, denn dort hatte sie wie auf allen 1027 Seiten zuvor und auf allen 968 Seiten danach eine gar treffliche Formulierung zu Papier gebracht: "Des Lobes gemeinster Missbrauch ist das Lob aus unberufenem Munde, das nicht zu mehr zu gebrauchen ist als zur Wiederholung bekannter Floskeln aus berufenem Munde."

Über diese treffliche Formulierung hat Rosamunde Schostok bis in die späten Nachmittagsstunden nachgedacht. Dann war ihr klar geworden: Ihr philosophisches Standardwerk "Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten" stand auch bei der "Neuen Presse" auf jedem Redaktions-Schreibtisch.