Donnerstag, 16. Juni 2016

Stechpalmen-Gefahr

Amerikanisch, aber nach Auffassung
der CDU dennoch gefährlich. 
Rosamunde Schostok versichert: "Ich bin nicht stachelig"

Wenn ihr die CDU schon so kommt, wie jetzt im Bezirksrat Mitte, ist Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, natürlich nicht zögerlich. 

Zwischen zwei Bestsellern, die noch nicht ganz fertig sind, hat Rosamunde Schostok einen Brief an jene Christdemokraten geschrieben, die Stechpalmen vor Lokalen in der Innenstadt für gefährlich halten, "wenn zum Beispiel der Wind die gefächerten Blätter hin und her schwenken lässt": "Ob die von mir hoch verehrte und mittige CDU mit ihrer Warnung Recht hat, werde ich zeitnah, also spätestens im November prüfen lassen. Versichern darf ich Ihnen aber jetzt schon, dass ich in meinem Krimi über die Staatsanwaltschaft von Hannover zwar ziemlich stachelig gewesen bin, aber sonst bin ich das nicht. In und vor Innenstadt-Lokalen schwenke ich zudem weder im Wind noch gefächert. Ich schwenke allenfalls Cognac-Gläser. Das unterscheidet mich von den von Ihnen kritisierten Stechpalmen."

Aus Reihen der Bezirksrat-Mitte-CDU, von Restaurant-Besitzern seit heute auch Palmen-AfD genannt, ist dieser Brief unbeantwortet geblieben. Das soll wohl auch so bleiben. Von Stechpalmen verletzte Spaziergänger oder Restaurant-Gäste hat es in Hannover bisher auch nicht gegeben, teilen die Pressesprecher aller Krankenhäuser in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit. 

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