Dienstag, 13. Dezember 2016

Eigentum vernichtet

Rosamunde und das Ihme-Zentrum

Nur wer Bestseller schreibt, veröffentlicht auch Bücher, die von vielen gelesen werden. Weiß Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient, aus eigener Erfahrung.

Schon in früher Kindheit ist ihr klar geworden, dass Bücher mit kompliziertem Inhalt kaum gelesen werden. Begreiflich machte ihr das zu jener Zeit ein Bundesinnenminister, der dermaleinst sagte, er könne nicht täglich mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen, obwohl es noch gar keine Bestseller von Rosamunde Schostok gab, die auch nur einen Satz aus dem Grundgesetz damals genauso wie heute kannte: "Eigentum vernichtet."

Das ist nach ihrem Kenntnisstand beim Ihme-Zentrum in hervorragender Weise gelungen. Deswegen fand es Rosamunde Schostok auch keinesfalls hervorragend, als die Eigentümer-Gemeinschaft jenen Investor verklagte, der alle Jahre wieder neue Pläne präsentieren soll, damit das Ihme-Zentrum nie wieder wenigstens so aussieht wie 2006. 

Deshalb hat Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin die Eigentümer-Gemeinschaft verklagt. Die treffliche Klagebegründung: "Die Einwendungen gefährden die Sanierung." Ob das der Beginn eines neuen Romans sein soll, lässt sich derzeit nur erahnen. Wenn man jedoch demnächst von Rosamunde Schostok auch noch Sätze liest wie "Der Investor gefährdet die Investitionen" oder "Das Zentrum liegt gar nicht an der Ihme", dann weiß man und freut sich darüber: Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin verfasst wieder unfassbar Gelungenes.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Schlaflos im Neuen Rathaus

Vor den Toren
des Neuen
Rathauses.
"Bild" Hannover.
Der Raub des SPD-Sandmännchens

13. September 2016. Die Oberbürgermeisterin von Hannover gewordene Bestseller-Autorin Rosamunde Schostok (jüngster Welterfolg "Durchgesickert", ein Krimi über die Staatsanwaltschaft von Hannover) hat seit dem Wahlabend kein Auge mehr zugetan, denn immer weniger Wählerinnen und Wähler sind ihrer SPD zugetan. Deswegen sitzt im neuen Rat mit Julian Klippert sogar ein Comic-Händler und weckt als Ratsherr der Partei "Die Partei" bei Rosamunde Erinnerungen an den legendären Kurt Werth mit seinem "Trivial Book Shop" in der Marienstraße, an dem sie als Kind nur naserümpfend vorbeigelaufen ist, weil ihr schon damals der Sinn immer nur nach literarischen Höhenflügen stand.

Auch auf "Perry Rhodan" stand sie nie, obwohl dieser Schundheft-Held Gerüchten zufolge, die heutzutage wahrscheinlich von den Grünen verbreitet werden würden, irgendwie Pate gestanden haben soll für Stanley Kubricks Abenteuerfilm "2001-Odyssee im Weltraum", worauf vor 50 Jahren die Kiffer standen, die seinerzeit nebenbei auch "Jesus People" waren und sich dort aufhielten, wo in diesen Tagen der Rocker-Boss Frank Hanebuth gefeiert wird, bevor er auf Mallorca wieder mit einem Bein im Gefängnis steht.

Was nun besser ist, darüber mag Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin gar nicht nachdenken, wenn sie auch nur einen Augenblick darüber nachdenkt, ob der Abgeordnete der Partei "Die Partei" vor, während und nach Ratssitzungen Lesungen aus Comics wie "Rosamunde pocht ans Steintor, bis die rot-grüne Mehrheit bröckelt" und "Es fährt eine Stadtbahn nach Nirgendwo-Kein Licht im D1-Tunnel" plant, die er dann auch noch selbst geschrieben hat. 

Selber machen ist auch sonst nicht mehr Sache von Rosamunde Schostok, Stephan Weil hat der SPD in Hannover bereits eine Koalition mit Grünen und FDP verordnet. Macht nichts, denkt sich da eine Dichterin, für einen kommunalpolitischen Dreier stünde die Linke "dauerhaft" sowieso nicht zur Verfügung, hat Fraktionschef Oliver Förste schon kurz nach Schließung der Wahllokale erklärt - was sich Rosamunde Schostok allerdings überhaupt nicht erklären kann und deshalb einen Roman mit dem Titel "Der Raub des SPD-Sandmännchens" schreiben will. Das kann sie noch.

Sie werden immer mehr

Neue Presse, 30. September 2016


     

Mittwoch, 28. September 2016

Der Auflauf

Das Vorbild.
Rosamunde Schostok schreibt erotischen Roman - dann klappt es auch mit der CDU

Noch räkelt sich die SPD von Rosamunde Schostok allein im Koalitionsbett. Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, hat die Gardinen im Schlafzimmer zugezogen, damit nicht jeder Freier von der "Bild"-Zeitung fotografiert werden kann. 

Besonders frei sind die Grünen. Die wollen wieder ins Lotter-Bett. Auch bei den Linken steigt die Kuschel-Neigung. Die FDP, von der niemand gewusst hat, dass es sie noch gibt und warum, will sich auch nicht mehr zieren. 

Doch dieser Gruppensex ist längst noch nicht beschlossene Sache. Denn auch die CDU wird immer erotischer, obwohl sie unlängst noch erklärt hat, dass SPD und Grüne sie auflaufen lassen werden, weil sie sexuell noch viel zu unerfahren sei. 

Letzte Zweifel will nun Rosamunde Schostok mit einem neuen Bestseller ausräumen, der "Der Auflauf nach dem Auflaufen" heißen soll. Erste Anregungen hat sich Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin auf den Internet-Seiten kittchenking.de geholt. 

Aus einem dort angepriesenen Kochbuch will Rosamunde Schostok einen erotischen Roman machen, der eine literarische Delikatesse werden soll. Aus der CDU wird in diesem Bestseller eine Fußballerin, die immer dann, wenn sie mit der SPD das Trikot tauscht, eine Auflaufprämie bekommt. 

Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, die sich in Hannover gern zu Zirkeln zusammenschließen und als Hannover Connection eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, die natürlich an die Berühmtheit von Rosamunde Schostok bei Weitem nicht heranreicht, heißt es dazu: "Wenn sich die CDU eine Prämie erhoffen kann, sobald sie im Lotter-Bett der Koalition bei der SPD aufgelaufen ist, verzichtet sie sicherlich auch nicht auf die in Rosamundes Schostoks Roman so hervorragend dargestellte Trikotwerbung." 


Freitag, 12. August 2016

Das Glück der Erde

Dieses "Bild"-Foto hat Rosamunde
in ihr Oberbürgermeisterinnen-Album
geklebt. 
Liegt nicht auf dem Rücken von Ponys

Da mit Hannovers erfolgreichster Schriftstellerin auch als Oberbürgermeisterin nie die Pferde durchgehen, will Rosamunde Schostok bei Schützenfesten das Ponyreiten verbieten. Denn nicht nur für ihre hervorragenden Romane, sondern auch für ihre Arbeit als tolle Organisatorin braucht sie exzellente Konzepte, die von ihr mehrfach geprüft werden, bevor sie in ein Buch oder in die Tat umgesetzt werden.

Keinesfalls verboten werden sollen Pferde auf Kinderkarussells. Die hat Rosamunde Schostok vor der Eröffnung des diesjährigen Schützenfestes mit großer Freude und im Beisein der "Bild"-Zeitung höchstselbst bestiegen. Dabei wurde ihr klar: "Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde." Festgestellt hat sie aber auch: "Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Ponys, das reimt sich nicht."

Auf Rosamunde Schostoks Politik jedoch soll man sich immer einen Reim machen können. 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Auch Superhirn

"Bild" hat einen Stich versetzt. 
Und preisgekrönt ist Rosamunde Schostok ebenfalls

War das gestern ein Stich in das Superhirn von Rosamunde Schostok, als "Bild" über den Besuch von Professor Karsten Danzmann im Rathaus berichtet hat! Der "Superforscher der Leibniz-Uni" war angetanzt, weil er die schwarzen Löcher von Albert Einstein gefunden hatte. Das zu erfahren war wichtig für Hannovers bekannteste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient. 

Verdient hat Rosamunde Schostok aber keinesfalls den ersten Satz des "Bild"-Berichtes, der so anfing: "Die eine ist unsere Stadtoberhäuptin, der andere Hannovers preisgekröntes Superhirn..." Denn als Oberbürgermeisterin von Hannover angefangen hatte sie als preisgekrönte Schriftstellerin. Dabei hielt sie sich strikt an Einsteins Formel "E ist mcquadrat".

E stand immerdar für Erfolg, der sich aus m wie Meisterwerk und c wie Cover im Quadrat fast schon wie von selbst ergab, denn diese Formal hatte eine hohe Gravitation für Rosamundes Leserschaft, zumal es bis dahin kaum quadratische Bücher gab.   

Freitag, 1. Juli 2016

Sehr deutlich

Brüder, zur Sonne, zur Freizeit. 
Rosamunde reitet dem Sonnenuntergang entgegen

Übt sie etwas verspätet für die Karl-May-Festspiele, die am 25. Juni in Bad Segeberg begonnen haben? Ihr Bewerbungsfoto für eine Rolle in "Der Schatz im Silbersee" in der "Bild"-Zeitung von heute ist jedenfalls sehr deutlich geworden. Der undeutliche Fotograf Henning Scheffen ist von Herbert Frost abgelöst worden. 

Ohne mit der Wimper zu zucken ist Rosamunde Schostok auf ein Karussell-Pferd gestiegen. Schützen-Chef Paul-Eric Stolle war beeindruckt: "Sie trauen sich was!" Hannovers größte Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, entgegnete: "Zehn Prozent sind historisch, beim Rest geht die Post ab." Damit meinte sie aber nicht sich selbst, sondern den Festplatz. 

Vom TÜV gestoppt wurde dagegen "Die Fahrt ins Blaue", weil der Antrieb nicht funktionierte. Also trieb Rosamunde Schostok das Karussell-Pferd voran und entschwand - dem Sonnenuntergang entgegen reitend - am Horizont. 

Donnerstag, 16. Juni 2016

Stechpalmen-Gefahr

Amerikanisch, aber nach Auffassung
der CDU dennoch gefährlich. 
Rosamunde Schostok versichert: "Ich bin nicht stachelig"

Wenn ihr die CDU schon so kommt, wie jetzt im Bezirksrat Mitte, ist Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, natürlich nicht zögerlich. 

Zwischen zwei Bestsellern, die noch nicht ganz fertig sind, hat Rosamunde Schostok einen Brief an jene Christdemokraten geschrieben, die Stechpalmen vor Lokalen in der Innenstadt für gefährlich halten, "wenn zum Beispiel der Wind die gefächerten Blätter hin und her schwenken lässt": "Ob die von mir hoch verehrte und mittige CDU mit ihrer Warnung Recht hat, werde ich zeitnah, also spätestens im November prüfen lassen. Versichern darf ich Ihnen aber jetzt schon, dass ich in meinem Krimi über die Staatsanwaltschaft von Hannover zwar ziemlich stachelig gewesen bin, aber sonst bin ich das nicht. In und vor Innenstadt-Lokalen schwenke ich zudem weder im Wind noch gefächert. Ich schwenke allenfalls Cognac-Gläser. Das unterscheidet mich von den von Ihnen kritisierten Stechpalmen."

Aus Reihen der Bezirksrat-Mitte-CDU, von Restaurant-Besitzern seit heute auch Palmen-AfD genannt, ist dieser Brief unbeantwortet geblieben. Das soll wohl auch so bleiben. Von Stechpalmen verletzte Spaziergänger oder Restaurant-Gäste hat es in Hannover bisher auch nicht gegeben, teilen die Pressesprecher aller Krankenhäuser in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit. 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Wieder undeutlich

Ist Rosamunde Schostok
schon vorher klar gewesen:
Wieder undeutlich
in der "Bild"-Zeitung.
Fotograf kann es nicht deutlicher

"Bild"-Fotograf Henning Scheffen kann Hannovers bekannteste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, wohl nicht deutlicher. "Kaum zu erkennen" lautet auch heute das Foto-Motto über der Schlagzeile "Kleine Schachkönige bei OB".

Besuch hat Rosamunde Schostok laut "Bild" Hannover von 30 Schülern aus Europa und aus den USA bekommen: "Sie spielen die ganze Woche bei einem internationalen Schachturnier in der Grundschule am Sandberge mit."

Mehr als eine Woche wird die begnadete Schriftstellerin brauchen, um herauszufinden, wo sie beim Fototermin gestanden hat. Finden Sie es schneller heraus?

Klar gestellt hat Hannovers nebenberufliche Oberbürgermeisterin gegenüber den kleinen Schachkönigen, dass ihr Vorname früher zwar Stefan gewesen ist, die "Schachnovelle" habe sie jedoch nicht geschrieben. 

Dienstag, 10. Mai 2016

Undeutliche Rosamunde

Steht Rosamunde in
des Bildes Mitte?
Bild dir eine saubere Brille

Heute Morgen hat Hannovers bekannteste Schriftstellerin, die sich als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, zweimal ihre Brille geputzt - doch das Foto in der "Bild"-Zeitung wurde nicht deutlicher. Also fragte Rosamunde Schostok, wen sie fragen konnte, ob jemand mehr erkennen konnte als sie. Doch sie traf niemanden, der mehr erkannte. 

Auf dem Foto von Henning Scheffen wurde zwar betont, dass sie - eingerahmt von Ute Friesen von "Aktion Kindertraum", Ina Tenz von Radio ffn und Hans Werner Staude von "Kinderherz Hannover" - in des Bildes Mitte stünde, doch dafür fand Rosamunde Schostok keine optisch erkennbaren Beweise. 

Der ihr zugeschriebene Satz zum Kinderfestival am 12. Juni jedoch stammte zweifelsfrei von ihr: "Es gibt viele Gelegenheiten, sich auszutoben oder schlaue Sachen auszuprobieren." Da sah sie auch lächelnd darüber hinweg, dass sie von "Bild" immer noch Stefan Schostok genannt wurde, denn sie war für "schlaue Sachen" bekannt - die "Bild"-Zeitung aber noch nie.

Warum Stefan Rosamunde heißt Hier klicken

Wieder undeutlich    

Donnerstag, 21. April 2016

Hannover wird jünger

Wer dieses Mathe-
Bilderbuch liest, macht
ebenfalls mathematisch
immer alles richtig.
Hier klicken 
Die erste Oberbürgermeisterin, die den Alterungsprozess umkehren kann

Bei Hannovers Oberbürgermeisterin Rosamunde Schostok muss man mit allem rechnen. Auch mit wunderbar geschriebenen Einladungskarten, die allerdings scheinbar einen Rechenfehler aufweisen wie Rosamunde Schostok sonst nur Erfolge aufweist auf dem Buchmarkt als erfolgreichste Schriftstellerin der niedersächsischen Landeshauptstadt. Doch: Hat sie sich wirklich verrechnet, als sie dieser Tage ihren hoffentlich in großer Zahl erscheinenden Gästen vorrechnete, Hannover werde 750 Jahre alt, obwohl alle anderen behaupten, die Stadt feiere ihren 775. Geburtstag?

Hat sie nicht. Seit Rosamunde Schostok mit viel Schwung nicht nur tolle Bücher schreibt, sondern auch politische Wunder aus den Ärmeln ihrer schicken Kleider schüttelt, wird Hannover immer jünger. Jedenfalls gefühlt. Rechnen dagegen ist keine Gefühlssache. Wenn man nun allerorten höhnt, Rosamunde Schostok müsse das Rechnen noch üben, dann sei diesen Lästermäulern gesagt: Das nächste Wunder lässt nicht lange auf sich warten wie früher auch nicht ihr Mathe-Lehrer bei den Nachhilfestunden für eine exzellente Schülerin, die Nachhilfe eigentlich in keinem Fach nötig gehabt hat - am allerwenigsten in Mathematik. Nur ihre Eltern, sie wollten es so. 

Wenn aber schon morgen die 70-Jährigen aus Hannover wieder 45 sind und sich beim Arbeitsamt anstellen, weil sie nicht länger Rentner sind, dann werden die Alternden aus anderen Städten schweigen. Betreten, wie sie das Neue Rathaus nie wieder betreten werden, wenn sie sich nicht schleunigst entschuldigen.  



Montag, 11. April 2016

Kelch des Lobes

Der Zosse Gabriel.
Eine Methode der Herabsetzung des Gelobten

Das wissen natürlich auch alle: Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient, hat nicht nur in jeder Hinsicht ausgezeichnete Romane geschrieben, sie verfasste auch vorzügliche philosophische Standardwerke wie "Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten", das seit 1996 noch kein einziges Mal von der Bestsellerliste abgesetzt worden ist. So sehr wurde es immer wieder gelobt.

Dieses eigene Werk nahm die Oberbürgermeisterin von Hannover heute Morgen zur eigenen Hand, als sie den Kommentar auf Seite 1 der "Neuen Presse" gelesen hatte. Thema war der niedersächsische SPD-Parteitag, bei dem auch ein gewisser Sigmar Gabriel aufgetreten und in mehrere Fettnäpfchen getreten sein soll. 

Dieser Rosamunde Schostok völlig unbekannte Politiker, der angeblich zur SPD gehören soll, hat diesem Kommentar zufolge nach dem SPD-Parteitag den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil per Twitter wegen seiner "exzellenten Arbeit" gelobt, was für den Gelobten nicht sehr erfreulich sei, weil der Rosamunde Schostok völlig Unbekannte schon lange kein Zugpferd mehr sei, sondern ein Zosse, dessen Lob für den Gelobten peinlich sein müsse.

Also las die Oberbürgermeisterin von Hannover noch einmal, was sie auf Seite 1028 ihres Besteller-Standardwerkes vor 20 Jahren geschrieben hatte, denn dort hatte sie wie auf allen 1027 Seiten zuvor und auf allen 968 Seiten danach eine gar treffliche Formulierung zu Papier gebracht: "Des Lobes gemeinster Missbrauch ist das Lob aus unberufenem Munde, das nicht zu mehr zu gebrauchen ist als zur Wiederholung bekannter Floskeln aus berufenem Munde."

Über diese treffliche Formulierung hat Rosamunde Schostok bis in die späten Nachmittagsstunden nachgedacht. Dann war ihr klar geworden: Ihr philosophisches Standardwerk "Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten" stand auch bei der "Neuen Presse" auf jedem Redaktions-Schreibtisch.



Freitag, 25. März 2016

Kein Interesse

An "Hallo Wochenblatt" und an Rosamunde

O weh, "Hallo"! Bothfeld hat kein Interesse am "Wochenblatt". Da suche ich auf dem Weg zum Kulturtreff eine Hausecke, um mir windgeschützt eine Zigarette anzuzünden - und worüber stolpere ich fast? Über einen Zeitungsstapel, der bereits bis zum sechsten oder siebten Exemplar durchnässt ist. Das achte Exemplar von oben ziehe ich aus dem Stapel - auch durchgeweicht. Das Datum der Ausgabe kann ich aber noch entziffern. 16. März 2016. 

Der Stapel neben dem nächsten Hauseingang ist nicht ganz so hoch. Die meisten Exemplare sind ebenfalls durchgeweicht, auch sie sind vom 16. März 2016. Ich finde eine halbwegs noch trockene Ausgabe und lege sie in meinem Fahrradkorb. Meine Zigarette brennt. Erst jetzt fällt mir ein weiterer Zeitungsstapel auf, der schon so verklumpt ist, dass niemand mehr die Exemplare voneinander trennen könnte.

In einer Sparkassen-Filiale schlage ich das von mir mitgenommene, aber vom Regen noch nicht völlig mitgenommene "Hallo-Wochenblatt" auf und stelle fest, dass sich Hannovers größte Schriftstellerin Rosamunde Schostok ebenfalls nicht über mangelndes Interesse beklagen kann. Bei einer Lesung im Freizeitheim Vahrenwald, von der Wochenzeitung "Bürgerversammlung" genannt, ist gerade einmal eine Handvoll Publikum erschienen. 

Wohl auch deshalb erschien mir Rosamundes Behauptung "Das Problem von vermehrten Drogengeschäften im Bereich der Lukaskirche habe ich bisher nicht wahrgenommen" zweifelhaft zu sein, denn Karl Marx hat schon im 19. Jahrhundert gewusst: "Religion ist Opium fürs Volk."   


Donnerstag, 10. März 2016

Rosamundes Krimi

Spielt in der Staatsanwaltschaft von Hannover

Begeisterte Kritiken für Hannovers größte Schriftstellerin

23. Januar 2015. Die Presse überschlägt sich vor Begeisterung. "Was für Schurken! Brillant beschrieben." (Bild Hannover) "Atemlos gelesen. Nächtelang nicht geschlafen." (Neue Presse Hannover) "Was für eine Behörde! Schamlos. Durchtrieben. Ein Meisterwerk von Rosamunde Schostok." (Hannoversche Allgemeine Zeitung). "Im Norden ist die Moral gestorben." (Bayern-Kurier)

Hannovers größte Schriftstellerin, die nebenbei auch noch Oberbürgermeisterin ist, steht mit ihrem Krimi "Durchgesickert" schon eine Woche nach dem Erscheinen auf Platz 1 der "Spiegel"-Bestsellerliste. Das Wagnis gelang. Rosamunde Schostok, bekannt geworden mit eher schnulzigen Romanen über blaue Blumen auf dem Lindener Berg, wunderbare Ausblicke auf den Maschsee und weiße Schwäne, die weiße Dampfer begleiten, bewies wahre Meisterschaft in einem neuen Genre und gibt sich doch bescheiden: "Eigentlich habe ich nur Zeitungsberichte abgeschrieben." Die Hauptpersonen ihres Krimis kenne sie persönlich: "Die zu beschreiben, war gar nicht so schwer."

Besonders gelungen sind die Szenen, in denen die Justizministerin von Niedersachsen durch die Gänge des Hauses der Staatsanwälte in Hannover irrt und keine Tür geöffnet wird. Diese Szenen werden von Rosamunde Schostok immer nur leicht abgewandelt, bis die Justizministerin doch eine offene Tür findet. Doch dahinter ist nichts. Die Ministerin stürzt ins Bodenlose...

RTL und ARD streiten sich bereits über die Filmrechte. Darüber freut sich Rosamunde Schostok. Sie stellt nur eine Bedingung: "Ich spiele die Justizministerin."

Ein weiterer Bestseller? Hier klicken

Wie und wann diese große Dichterin das Licht der Dichter-Welt erblickte Hier klicken

Das Haus der Staatsanwälte.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Krimi bekommt weiteres Kapitel 

10. März 2016. Wird ein Ermittlungsverfahren eingestellt, ist die Entscheidung sofort unanfechtbar. Das scheint die Staatsanwaltschaft von Hannover aber anders zu sehen. Sehen Sie sich doch einmal den Brief an, den ich heute an das Burgwedeler Amtsgericht geschickt habe:

Cs 7462 Js 71473/15

Einspruch


Ich lege Einspruch gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Hannover vom 2. März 2016 ein und weise darauf hin, dass der Wilhelmshavener Ratsherr Frank Uwe Walpurgis am 3. Juli 2015 gegen mich nicht nur Strafantrag wegen übler Nachrede, Beleidigung und Verleumdung gestellt hat, sondern auch wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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