Freitag, 10. April 2015

Die Rosaunter

"Ich muss hochqualifizierten Mitarbeitern eine Perspektive geben. Sie sollen nicht immer das Gleiche machen."

Rosamunde Schostok in der "Bild"-Zeitung vom 9. April 2015

Eilen jeden Morgen in ihre Büros

Ist das ein Gerenne jeden Morgen im Neuen Rathaus, wenn die Rosaunter (zusammengesetzt aus Rosamunde und Untertanen) vor getaner Arbeit in ihre Büros eilen, die Computer hochfahren und aus E-mails erfahren, wo sie heute arbeiten werden! Eine E-mail für mich ist dann schnell eine E-mail nicht mehr für die Fachbereichsleiterin Finanzen, sondern in Internets-Eile eine aus der Zusatzversorgungskasse, die erst einmal gefunden werden will, bevor Rosamunde Schostok diese Mitarbeiterin wieder woanders haben will.

Der größten Schriftstellerin Hannovers liegt das Schreiben. Da können die Rosaunter noch so viel murren wie sie wollen, was Rosamunde schreibt, muss gelesen werden, sonst hätte sie es mit keinem einzigen ihrer Bücher in die Bestsellerlisten geschafft, was schade wäre, denn auch als Oberbürgermeisterin ist sie sich für nichts zu schade. Erfahren die Rosaunter gelegentlich auch aus der Zeitung. Schließlich soll kein Hochqualifizierter immer das Gleiche tun. Wer sich beim Lesen von E-mails über die Personalpolitik von Rosamunde wundert, darf sich auch hin und wieder beim Lesen der Zeitung darüber wundern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen