Dienstag, 24. März 2015

Jünger denn je

Größte Schriftstellerin Hannovers schleudert schwungvoll Brotbrocken

Die Nachricht stimmt: Rosamunde Schostok ist heute Morgen vor ihren Spiegel getreten und hat ihn zum ersten Mal in diesem Jahr nicht eingetreten. Die Haut straffer denn je, die Augen glänzender, die Haare lockiger, verließ Hannovers größte Schriftstellerin ihre Wohnung in der List und fuhr als Oberbürgermeisterin zum Rathaus, wo sie anerkennende Blicke erntete wie sonst eigentlich nur Kritik.

Auf Sätzen wie "Sie sehen heute aber gut aus", "Ihr Haar ist heute fülliger als sonst" und "Sie federn ja geradezu durch die Flure" schwebte sie durch den wie immer arbeitsreichen Tag, fütterte mittags schwungvoll Brotbrocken werfend die Enten aus dem Maschparkteich, die der weit fliegenden Nahrung wegen bis zum Maschsee watscheln mussten wie Rosemunde Schostok heute nicht.

Die Nachricht stimmt, sie hat heute in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" auf Seite 1 gestanden: "Die Stadtbevölkerung wird jünger..." Rosamunde besonders.

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