Donnerstag, 17. Dezember 2015

Neuer Bestseller

Sie hat nichts kaputt gemacht - aber
Uschi. Foto: Heinz-Peter Tjaden
Steine stoned macht absolutely nothing/Ursula von der Leyen zahlt

What is it good for? So starr wie 1970 Edwin sieht Rosamunde Schostok das nicht. Beim Großen Zapfenstreich der Bundeswehr auf dem neuen Rathausplatz sind zwar einige Steine stoned geworden, aber Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin, die als Oberbürgermeisterin ein Zubrot verdient, hat daraus nach arbeitsreichen Tagen und Nächten einen neuen Bestseller gemacht. Titel: "Passiert ist absolutely nothing". Die Kosten für die Sanierung trage die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die für allzu energisches und somit Pflaster schädigendes Auftreten bekannt sei. Trete der jemand ans Bein, habe der schnell ein Horn. Deswegen wohne sie auch in Beinhorn.

Something passieren soll dagegen auf dem Steintorplatz. Stein auf Stein will Rosamunde Schostok dort Torhäuser errichten, und zwar so viele, wie 96 in der Rückrunde Tore schießen wird. Derzeit sollen es zwei sein, hat Hannovers erfolgreichste Schriftstellerin die Opposition bereits mit einem Änderungs-Bestseller auf der falschen Lesebrille erwischt.

Außen rot und innen weiß ist die SPD laut Kurt Tucholsky schon 1926 gewesen, nun ist Rosa wieder in aller Munde...Kurt Tucholsky ist übrigens nie Oberbürgermeister von Hannover gewesen, also auch nie geworden.

  

Mittwoch, 17. Juni 2015

Die Antragsverweigerung

Als Bestseller und für Blinde

Wie oft schon hat Rosamunde Schostok einem Mann einen Antrag gemacht, der jedes Mal auf Verweigerung stieß, bis Hannovers berühmteste Schriftstellerin mit ihrem Meisterinnen-Werk "Die Antragsverweigerung aus statistischer und emotionaler Sicht" in der Bestsellerliste so weit nach oben stieß, dass nach oben kein Platz mehr war.

Kein Platz ist nun auch für das 8. "Whitestock Festival" des Behinderten- und Sehbehindertenverbandes in Kirchrode. Wingenfelder, Heinz Rudolf Kunze und die Band "Ich kann fliegen" sind auf Rosamundes Geheiß aus dem Veranstaltungskalender geflogen, weil ein Antrag der Organisatoren auf Verweigerung stieß wie sonst nur jeder Antrag von Rosamunde Schostok bei Männern. Könnte bedeuten: Hannovers berühmteste Schriftstellerin, die sich nebenbei als Oberbürgermeisterin ein wenig Geld dazu verdient, plant einen Fortsetzungsband ihres oben hinreichend erwähnten Bestsellers.

Oder sie mag Heinz Rudolf Kunze nicht, der in einem Lied den Reibungsschmerz besingt, den sicherlich auch die 800 Besucherinnen und Besucher des "Whitestock-Festivals" verspürt hätten, wenn nicht Rosamunde Schostok per Antragsverweigerung vorbeugend das Beste für Blinde und Sehbehinderte getan hätte, die sich sonst schmerzhaft in Kirchrode versammelt hätten.  

Freitag, 10. April 2015

Die Rosaunter

"Ich muss hochqualifizierten Mitarbeitern eine Perspektive geben. Sie sollen nicht immer das Gleiche machen."

Rosamunde Schostok in der "Bild"-Zeitung vom 9. April 2015

Eilen jeden Morgen in ihre Büros

Ist das ein Gerenne jeden Morgen im Neuen Rathaus, wenn die Rosaunter (zusammengesetzt aus Rosamunde und Untertanen) vor getaner Arbeit in ihre Büros eilen, die Computer hochfahren und aus E-mails erfahren, wo sie heute arbeiten werden! Eine E-mail für mich ist dann schnell eine E-mail nicht mehr für die Fachbereichsleiterin Finanzen, sondern in Internets-Eile eine aus der Zusatzversorgungskasse, die erst einmal gefunden werden will, bevor Rosamunde Schostok diese Mitarbeiterin wieder woanders haben will.

Der größten Schriftstellerin Hannovers liegt das Schreiben. Da können die Rosaunter noch so viel murren wie sie wollen, was Rosamunde schreibt, muss gelesen werden, sonst hätte sie es mit keinem einzigen ihrer Bücher in die Bestsellerlisten geschafft, was schade wäre, denn auch als Oberbürgermeisterin ist sie sich für nichts zu schade. Erfahren die Rosaunter gelegentlich auch aus der Zeitung. Schließlich soll kein Hochqualifizierter immer das Gleiche tun. Wer sich beim Lesen von E-mails über die Personalpolitik von Rosamunde wundert, darf sich auch hin und wieder beim Lesen der Zeitung darüber wundern.

Freitag, 27. März 2015

Schlaue Rosamunde

Und ihr steiniger Weg durch die List

Ich bin so wunderbar, bin so schlau,
lasse verlegen Steine gern in Grau.
Den Verlegern verschafft das große Lust,
denn graue Steine sind sehr robust.

So beginnt ein neues Meisterwerk der größten Schriftstellerin Hannovers, das Rosamunde Schostok gestern Abend aber auch aus Frust über einen Bericht in "Bild Hannover" zu Büttenpapier gebracht hat, weil die Behauptung zu Zeitungspapier gebracht worden war, an der Kreuzung Pelikan-/Klopstockstraße sei eine "neue Straße aufgerissen" worden, was "Rätsel um rote Steine" aufgebe. Rosamunde jedoch gab nach der ersten Strophe noch lange nicht auf.

Doch in allergrößter Not
lasse ich verlegen Steine auch in Rot.
Den Verlegern verschafft das doppelt Lust,
denn rote Steine sind ebenso robust.

Damit war für Rosamunde Schostok der Vorwurf, sie habe versehentlich graue Steine verlegen lassen, die nun roten Steinen weichen sollen, fast schon wieder aus der Dichterinnen-Welt, die nach Strophe drei für sie wieder völlig in Ordnung kam, weil auch noch diese Zeilen auf ihr Büttenpapier kamen.

Ich bin so wunderbar, bin so schlau,
lasse verlegen Steine in Rot und Grau.
Die Bild, die macht mir keinen Frust,
ich bleibe Dichterin - und zwar aus Lust.

Dienstag, 24. März 2015

Jünger denn je

Größte Schriftstellerin Hannovers schleudert schwungvoll Brotbrocken

Die Nachricht stimmt: Rosamunde Schostok ist heute Morgen vor ihren Spiegel getreten und hat ihn zum ersten Mal in diesem Jahr nicht eingetreten. Die Haut straffer denn je, die Augen glänzender, die Haare lockiger, verließ Hannovers größte Schriftstellerin ihre Wohnung in der List und fuhr als Oberbürgermeisterin zum Rathaus, wo sie anerkennende Blicke erntete wie sonst eigentlich nur Kritik.

Auf Sätzen wie "Sie sehen heute aber gut aus", "Ihr Haar ist heute fülliger als sonst" und "Sie federn ja geradezu durch die Flure" schwebte sie durch den wie immer arbeitsreichen Tag, fütterte mittags schwungvoll Brotbrocken werfend die Enten aus dem Maschparkteich, die der weit fliegenden Nahrung wegen bis zum Maschsee watscheln mussten wie Rosemunde Schostok heute nicht.

Die Nachricht stimmt, sie hat heute in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" auf Seite 1 gestanden: "Die Stadtbevölkerung wird jünger..." Rosamunde besonders.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Gabi ohne Kammer

Und Rosamunde treibt sich für Kultur herum

Da hat die große hannoversche Schriftstellerin Rosamunde Schostok, die nebenbei als Oberbürgermeisterin ein kleines Zubrot verdient, nur mit dem Kopf geschüttelt, als ihr die CDU vorwarf, sie treibe sich in "Klüngelkreisen" herum, weil sie in der niedersächsischen Landeshauptstadt die Kultur stärken will, die ihr sehr am Herzen liegt, wenn im "Spiegel" die Bestsellerlisten erscheinen und im Rathaus willige Dezernenten. Ihr war sofort klar: "Klüngelkreise" gibt es gar nicht, weil Filz nicht kreisen kann. Also kreiste sie dieses Wort in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) ein und schrieb daneben: "Unsinniger Unfug!" Schon war Rosamundes klüngelfreie Welt wieder in Ordnung. Das war schön.

Weniger schön war heute der HAZ-Leitartikel, obwohl ebenfalls von einer großen Dichterin geschrieben, die Gabi Stief heißt. Früher schrieb sie über kulturelle Veranstaltungen, die sie gar nicht besucht hatte, heute schrieb sie über Pflegekräfte, die nicht nur für die Diakonie arbeiten, sondern auch noch für Co., also für Diakonie & Co. Einleitend stellte Gabi fest: "Ärzte haben eine Ärztekammer, Psychotherapeuten eine Psychotherapeutenkammer. Und Pflegekräfte? Bisher müssen sie auf eine eigene berufsständische Vertretung verzichten. Niedersachsens Sozialministerin will das nun ändern. Eine gute Idee? Nein."

Da nickte Rosamunde mit dem Kopf, der gefüllt wurde mit weiteren Kammern. Die allerdings eine gute Idee waren - wie für Tennisspieler die Besenkammer, wo der Boris dermaleinst mit größeren Bällen spielte als sonst, ohne daraus einen Beruf zu machen. Dann hätte der Spaß auch gleich wieder aufgehört wie für Gabi Stief bei Pflegekammern und für Rosamunde Schostok bei "Klüngelkreisen".

Mittwoch, 21. Januar 2015

Viele ist gut

Wusste Rosamunde Schostok schon als Schülerin

Viele ist gut, hat Rosamunde Schostok schon als Schülerin gelernt, als noch niemand daran glaubte, dass sie jemals Oberbürgermeisterin von Hannover werden könnte und vorher schon Bestsellerautorin. Viele Ferien fand sie damals besonders gut.

Warum ihre Lehrerin dagegen viele Deutsch-Fehler in ihren Aufsätzen schlecht fand, daran verschwendete sie an freien Tagen keinen Gedanken - wie jetzt aber an einen Artikel in der "Neuen Presse", der mit der Überschrift "Ein Urteil über die Verwaltung" eigentlich schlecht begann, denn viele Urteile wären Rosamunde Schostok lieber gewesen, dafür jedoch endete der Bericht so, wie er schon von Anfang an hätte sein sollen: "´Es gibt viele Intrigen in der Verwaltung´, so ein Prozessbeobachter."

Darüber freute sich Rosamunde Schostok. Schere nehmen, Artikel ausschneiden und in Album kleben war eine Bereicherung für die vielen dort schon klebenden Berichte. Der Intrigen konnte es gar nicht genug geben, nicht nur in der Tiefbauabteilung, in der eine Mitarbeiterin als angebliche Daten-Löscherin berühmt, arbeitslos und angeklagt worden war, worauf viele Urteile zugunsten dieser Mitarbeiterin folgten. Dass sie ein Blitzer-Foto von einem zu schnellen "Hells Angel" vernichtet hatte, weil sie vor 14 Jahren mit einem "Hells Angel" verheiratet  war, konnte ihr nicht nachgewiesen werden, was viele Gründe hatte. Schon fiel Rosamunde Schostok ein: Diese Frau musste sie wieder einstellen.