Sonntag, 4. Mai 2014

Wie ungepflegt, Rosamunde!

Nur der Postbote soll ordentlich sein?

Die Meisterwerke der großen hannoverschen Dichterin Rosamunde Schostok gibt es sicherlich auch in der Stadtbibliothek von Vahrenwald. Die Stadtbahn hält direkt davor, bevor es kein Halten mehr gibt auf dem Weg zu den Regalen mit den großartigen Büchern dieser Oberbürgermeisterin gewordenen Schriftstellerin.

Allerdings: Dieser Weg wird kein gepflegter sein. Er ist ein wenig schmutzig und unansehnlich viel zu sehr. Der Zusteller wird zwar ermahnt, Zeitungen und Zeitschriften nicht in einen x-beliebigen Briefkasten zu stecken, sondern in einen bestimmten, aber für den Müll drumherum kann der Zusteller sicherlich nicht verantwortlich gemacht werden. Oder plant Rosamunde etwa neben Freizeitheim, Stadtbibliothek und Hallenbad auch noch eine Müllverbrennungsanlage zur Versorgung des Stadtteils mit Energie, über den Bürgerinnen und Bürger, Erwachsene und Jugendliche im Jahre 1987 eine Broschüre mit dem Titel "Geschichten aus der Vahrenwalder Erzählstube" geschrieben haben, die von unserem damaligen Literaturverein "Dachluke" in Zusammenarbeit mit dem Freizeitheim herausgegeben worden ist?

Damals bauten wir an jedem Samstag vor dem Freizeitheim einen Stand auf, die Leute kamen zuhauf und erzählten aus dem Leben eines Butjers, eines Flüchtlings, eines Streetworkers und eines Studenten. Kinder aus Vahrenwald füllten Wunschzettel aus, die Klasse 10 C der Werner-von-Siemens-Schule machte Interviews, ein Obdachloser hatte jede Hoffnung auf einen Arbeitsplatz fahren lassen: "Ich werde überall abgelehnt." Weil er obdachlos sei.

Seinerzeit war das Freizeitheim grau und hässlich. Das hat sich geändert. Und morgen ändert Rosamunde das mit dem Müll drumherum...

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