Sonntag, 15. Juni 2014

Nicht so vorzüglich

Haus der Staatsanwälte: Die Fassade trügt.
Fotos (2): Heinz-Peter Tjaden


















Wie die große Dichterin Rosamunde Schostok 

Kürzlich ist Rosamunde Schostok von der "Neuen Presse" Hannover nach ihren Vorzügen gefragt worden. Das Gespräch wurde ab ihrem 49. Geburtstag geführt, damit die Aufzählung zum 50. dieser großen Dichterin veröffentlicht werden konnte. Die Sonderseite erschien gerade noch rechtzeitig. Recht zeitig ist nun auch die Verschönerung des Platzes vor dem Neuen Rathaus in Angriff genommen worden. Ein Jahr werden die Arbeiten nicht dauern. So viele Vorzüge wie Rosamunde Schostok muss dieser Platz schließlich nicht haben. Der großen Dichterin reicht: "Wenn alles fertig ist, wird das Rathaus endlich wieder umarmt."

Schon länger fertig ist ein Platz an der Raschplatz-Hochbrücke. Der umarmt weder den Pavillon noch die Theaterwerkstatt. Der sieht eher arm aus und würde deshalb hervorragend zum Haus der Staatsanwälte passen. Wenn man an diesem Gebäude vorbei läuft, schaut man besser hinüber zum Amtsgericht. Sonst bekommt man es mit der Angst zu tun, dass die Fenster jeden Moment auf die Straße fallen könnten.

Dieses Haus ist von Anfang an eine Fehlplanung gewesen. Nicht nur juristisch, sondern auch baulich. Wer dort etwas zu erledigen hat, soll auch erst nach Einbruch der Dunkelheit kommen. Dafür gibt es einen Nachtbriefkasten. In dem verschwindet alles: 2004 die schriftlichen Fragen der Kriminalpolizei von Garbsen, die meine Computer nicht länger lagern wollte und meine schriftlichen Proteste gegen die Vergesslichkeit dieser Behörde - und ab morgen die Werbung, die ich heute in diesen Briefkasten gesteckt habe. Auf einer DIN-A4-Seite werbe ich für meine neue Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf", die bei Lulu erschienen ist.

Würde die "Neue Presse" mit mir ein Gespräch über die Vorzüge der Staatsanwaltschaft von Hannover führen, hätte ich gar keine Zeit dafür. Ich würde am Raschplatz beten. "Quarterly" hat heute von dort einen Gottesdienst übertragen. Das weiß ich, weil mir draußen vor der Tür eine Visitenkarte in die Hand gedrückt worden ist. Hineingegangen bin ich nicht. Der Gottesdienst begann um 17 Uhr. Ich wollte aber zum WM-Spiel der Schweiz gegen Ecuador wieder zuhause sein. Das wurde um 18 Uhr angepfiffen.

Gebete für die Staatsanwaltschaft von Hannover dauern länger als ein Gespräch mit der großen Dichterin Rosamunde Schostok über ihre Vorzüge...Wenn die Justizministerin in regelmäßigen Abständen versichert, dass diese Behörde fast alles richtig macht, ist das auch nur reine Glaubenssache.

Hässlicher Brunnen hinter der Theaterwerkstatt.








Sonntag, 18. Mai 2014

In Zange nehmen

Foto 1. Sie hat zu viel Platz.
















Stadtgesellschaft rückt zusammen

Die Stadtgesellschaft muss enger zusammenrücken. Schreibt die große Dichterin Rosamunde Schostok immer wieder. Und wenn die Oberbürgermeisterin gewordene großartige Schriftstellerin Gelegenheit dazu bekommt, dann sorgt sie auch dafür. Wie jetzt am Lister Platz und auf der Podbielskistraße (Podbi). Die Radlerinnen und Radler, die von der Ferdinand-Wallbrecht-Straße in die Podbi abbiegen (Foto 1) haben allerdings noch zu viel Platz zwischen sich und dem Autoverkehr.

Zusammengerückt wird auf der anderen Seite umso enger. Radlerinnen und Radler, die in die Bödekerstraße abbiegen wollen, werden in die Zange genommen. Rechts Autofahrerinnen und Autofahrer, links Autofahrerinnen und Autofahrer. Der Radweg ist rot markiert. Noch mit Farbe. Irgendwann auch mit Blut, das bekanntlich ebenfalls rot ist. Rosamunde Schostok kennt die Farbenlehre der Zusammenstöße.

Auch an die Versorgung von Verletzten hat die Oberbürgermeisterin gewordene großartige Schriftstellerin gedacht. Am Ende des Radweges gibt es dafür ein rotes Extra-Feld. Schaulustige passen allerdings nicht mehr mit drauf. Die müssen von der gegenüber liegenden Bushaltestelle aus zusehen - und werden froh darüber sein, dass sie sich für ein öffentliches Verkehrsmittel entschieden haben.

Fotos mit linker Mousetaste vergrößern.

Foto 2. So ist es richtig.

Samstag, 17. Mai 2014

Über den Sockel

Der leer ist hat Rosamunde einen Augenblick lang nicht nachgedacht 

Da hat Hannovers große Dichterin Rosamunde Schostok einen Augenblick lang nicht nachgedacht, als die Bildhauerin Christiane Möbus König Ernst August vor dem hannoverschen Hauptbahnhof vom Sockel holen und in Göttingen vor dem Hauptbahnhof gar nicht wieder auf den Sockel stellen wollte. "Wenn der leere Sockel gefällt - warum nicht", sagte die Oberbürgermeisterin gewordene Schriftstellerin gegenüber der "Neuen Presse" Hannover - und bedachte nicht, dass ein leerer Denkmals-Sockel einem Buch mit leeren Seiten gleicht, was bei Rosamundes Meisterwerken bedauerlich wäre, denn auf leeren Seiten könnte man nicht mehr lesen, was sie Wundervolles geschrieben hat.

In Göttingen nicht auf den Sockel gehoben werden sollen die "Göttinger Sieben", die sich als Professoren im Jahr des 100-jährigen Bestehens der Universität gegen den hannoverschen König Ernst August gewandt haben und ihn des Verfassungsbruchs beschuldigten. Darauf reagierte der König wie die große Dichterin Rosamunde Schostok niemals reagieren würde: Er warf diese Professoren raus, einige warf er sogar aus dem Land, das heute mit großer Begeisterung die Meisterwerke von Rosamunde Schostok liest.

Christiane Möbus hat den Sockel, auf dem in Hannover Ernst August gen Innenstadt reitet, nach gebildhauert. Den Spruch "Dem Landesvater sein treues Volk" ersetzte sie, sie entschied sich für "Dem Landesvater seine Göttinger Sieben". So will sie die Bilderverehrung auf den Sockel nehmen, ohne etwas auf diesen Sockel zu stellen. 

Das findet Rosamunde Schostok nicht verwerflich. Kritik an Ernst August sei erlaubt. Möglicherweise, weil dieser König schon lange tot ist und das treue Volk von damals auch, während das treue Volk von heute der großen Dichterin Rosamunde nicht vor dem Bahnhof huldigt, sondern in Buchhandlungen. Wäre das nicht so, bekäme der bekannte Satz "Wir treffen uns unterm Schwanz" eine Bedeutung, die keiner Schriftstellerin auf dieser Welt gefallen könnte, es sei denn, sie wollte nächstes Jahr beim European Song Contest als Lister Knackwurst auftreten.  

Sonntag, 4. Mai 2014

Wie ungepflegt, Rosamunde!

Nur der Postbote soll ordentlich sein?

Die Meisterwerke der großen hannoverschen Dichterin Rosamunde Schostok gibt es sicherlich auch in der Stadtbibliothek von Vahrenwald. Die Stadtbahn hält direkt davor, bevor es kein Halten mehr gibt auf dem Weg zu den Regalen mit den großartigen Büchern dieser Oberbürgermeisterin gewordenen Schriftstellerin.

Allerdings: Dieser Weg wird kein gepflegter sein. Er ist ein wenig schmutzig und unansehnlich viel zu sehr. Der Zusteller wird zwar ermahnt, Zeitungen und Zeitschriften nicht in einen x-beliebigen Briefkasten zu stecken, sondern in einen bestimmten, aber für den Müll drumherum kann der Zusteller sicherlich nicht verantwortlich gemacht werden. Oder plant Rosamunde etwa neben Freizeitheim, Stadtbibliothek und Hallenbad auch noch eine Müllverbrennungsanlage zur Versorgung des Stadtteils mit Energie, über den Bürgerinnen und Bürger, Erwachsene und Jugendliche im Jahre 1987 eine Broschüre mit dem Titel "Geschichten aus der Vahrenwalder Erzählstube" geschrieben haben, die von unserem damaligen Literaturverein "Dachluke" in Zusammenarbeit mit dem Freizeitheim herausgegeben worden ist?

Damals bauten wir an jedem Samstag vor dem Freizeitheim einen Stand auf, die Leute kamen zuhauf und erzählten aus dem Leben eines Butjers, eines Flüchtlings, eines Streetworkers und eines Studenten. Kinder aus Vahrenwald füllten Wunschzettel aus, die Klasse 10 C der Werner-von-Siemens-Schule machte Interviews, ein Obdachloser hatte jede Hoffnung auf einen Arbeitsplatz fahren lassen: "Ich werde überall abgelehnt." Weil er obdachlos sei.

Seinerzeit war das Freizeitheim grau und hässlich. Das hat sich geändert. Und morgen ändert Rosamunde das mit dem Müll drumherum...

Mittwoch, 9. April 2014

Pfui, Engelke!

Reden von Rosamunde Schostok sind nie langweilig

Das ist so gemein! Die CDU meckert am Empfang für Gerhard Schröder im Neuen Rathaus herum. Hätte der 70. Geburtstag des Altkanzlers etwa im Alten Rathaus stattfinden sollen? In Schutz genommen wird die große Dichterin Rosamunde Schostok allerdings von der FDP. Aber wie? Das ist so gemein! Wilfried Engelke sagt: "Die Rede der Oberbürgermeisterin war langweilig, aber sachlich."

Das ist sachlich falsch! Rosamunde Schostok kann gar keine langweilige Rede halten. Wenn sie etwas sagt, singt immer Orpheus mit, dem es bekanntermaßen gelungen sein soll, sogar Steine zum Weinen zu bringen. Wie am Montag die große Dichterin Martin Kind zum Weinen gebracht hat. Die Behauptung, der Martin sei nach dem Empfang so traurig gewesen, weil es Hannover 96 schlecht geht, ist erstunken und auch noch erlogen. Dafür hört der gar nicht mehr gut genug.

Wer Rosamundes Geburtstagsansprache gehört hat, wurde ergriffen von lupenreiner Freude, wie sonst nur Putin, wenn Schröder etwas über ihn sagt. Und wie groß war die Freude des Geburtstagsseniors, als Rosamunde Schostok kurz den Saal verließ und mit einem von ihm eroberten ukrainischen Panzer zurückkehrte. Da schossen allen Tränen in die Augen und Schröder fragte sich, warum er als Bundeskanzler im Irak nicht mitgemacht hatte.

Auch nur gemein ist die Behauptung der CDU, wegen des Empfangs hätten Bürgerinnen und Bürger wichtige Dinge im Neuen Rathaus nicht erledigen können. Das von Schröder erfundene Jobcenter befindet sich gar nicht im Neuen Rathaus...




Freitag, 21. März 2014

Sex im 16. Stock

Austausch mit der Wirtschafts- und Umweltdezernentin

Als Oberbürgermeisterin ist Rosamunde Schostok eine wunderbare Dichterin geblieben, die sich jüngst darüber gewundert hat, dass man von woanders was anderes sieht. Denn meistens blickt sie aus ihrem Bürofenster, kürzlich sogar unablässig bis zur Osterstraße, schreibt sie in einem ihrer neuesten Werke, die unter ihrem Pseudonym Stefan Schostok im Netz veröffentlicht werden.

Rosamunde berichtet sprachgewaltig über das Richtfest der Deutschen Hypo: "Im August wird das Gebäude als weiterer Beitrag zu erheblichen Aufwertung der Innenstadt fertiggestellt sein." Niemand hätte das besser ausdrücken können, wie auch dies niemand hätte besser schreiben können: "Eine neue Perspektive habe ich auch vom 16. Stock der Norddeutschen Landesbank erlebt." Dort sei sie mit der Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette gewesen. Doch es blieb nicht beim "Blick auf die Stadt" und bei der "neuen Perspektive", erzählt Rosamunde und fügt ein wenig schamhaft hinzu, dies sei "vor dem Austausch" geschehen, dem es aber wohl an aufregenden Momenten gefehlt hat, denn: "Besonders gut gefallen hat mir (während des Austausches, der Verf.), das Neue Rathaus zu sehen." Auf die Wirtschafts- und Umweltdezernentin hat Rosamunde also keinen Blick geworfen. Klingt wie Sex bei Ehepaaren nach 10 Jahren.

Wenn Rosamunde ihr Büro verlässt, wird sie mitgenommen, erfahren wir auch aus dem nächsten Kapitel ihres Meisterwerkes "Neue Perspektiven": "Einen noch intensiveren Blick auf meine Lieblingsstadt und ihre Umgebung habe ich aus 2 500 m Höhe genommen, aus einer Diamond Aircraft 42, geflogen vom Flughafenchef Dr. Raul Hille." Der Blick von oben verdeutliche Zusammenhänge, schreibt Rosamunde kurz vor dem Absturz: "Dennoch muss man immer wieder tief ins Detail gehen." Es könnte auch ein Acker gewesen sein...

Samstag, 18. Januar 2014

Fuck BTSV



Rosamunde Schostok nicht immer eine Oberbürgermeisterin mit Kuschelfaktor

"Menschen aus 172 Nationen leben schon heute in Hannover. Oberbürgermeisterin Rosamunde Schostok, heute seit 100 Tagen im Amt, begreift das als ´Reichtum der Stadt´." Schreibt heute die "Neue Presse" von Hannover. Daneben liegt aber Vera König, wenn sie in der gleichen Ausgabe ihren Kommentar mit "100-Tage-Bilanz - Eine Oberbürgermeisterin mit Kuschelfaktor" beginnt. Denn die größte Dichterin, die je in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelebt hat, kuschelt nicht nur. Auf ihren Internet-Seiten veröffentlicht sie auch den Spruch "Fuck BTSV". Den hat ein Facebook-Freund von ihr hinterlassen. Eintracht Braunschweig mag Rosamunde Schostok also nicht. Diese Auffassung teilt sie mit einigen Hooligans, die sich jüngst vor dem Heimspiel der Roten gegen die Eintracht mit der Polizei gefetzt haben.

Dass Hannover nur eine große Dichterin hat, fetzt dagegen nicht so richtig. Deswegen suche ich derzeit eine Wohnung an der Leine, damit Rosamunde Schostok als Schriftstellerin in Hannover nicht mehr so allein ist. Als bislang Einsame eilt sie von Lesung zu Lesung. Wegen dieser Terminflut macht sich Vera König in ihrem Kommentar schon Sorgen: "Da fehlt die Warnung, dass man in dieser Flut untergehen kann. Dass es zwar gut ist, beliebt zu sein, aber schlecht, als beliebig zu gelten."

Beliebig beliebt ist sicherlich so schlecht wie Rosamunde es als Dichterin nie sein wird. Was aus ihrer Feder fließt, fließt immer gleich in die Unvergänglichkeit großer Weisheit, wie beispielsweise die Frage, ob jemand alle 800 neuen Kinder- und Jugendbücher lesen kann, die im November 2013 bei einer Jugendbuchwoche in Hannover vorgestellt worden sind. Das kann niemand. Die BTSV-Hasser können schließlich auch nicht vor jedem Spiel der Eintracht alle Braunschweig-Fans verprügeln. In der Beschränkung auf das Machbare liegt die Kraft.

Kraft meines Umzuges empfehle ich die Bücher, die ich geschrieben habe. Sie sind bei www.lulu.com erschienen. 800 sind es nicht.