Montag, 9. Dezember 2013

Rosamunde besucht Schule

Mit ihrer Freundin Frauke

Heute ist Hannovers größte Dichterin Rosamunde Schostok nach langer, langer Zeit wieder einmal zur Schule gegangen. Da sie sich in Klassenzimmern nicht mehr so gut auskennt, wie das früher einmal der Fall gewesen ist, nahm sie ihre Freundin Frauke Heiligenstadt mit. Rosamunde verkleidete sich als Oberbürgermeisterin und Frauke als Kultusministerin. Was die beiden in der Südstadt-Schule erlebten, schrieb Rosamunde sogleich auf.

Erst einmal notierte sie, dass sie sogenannte Schausteller-Kinder kennengelernt habe. Was Schausteller-Eltern sind, ist Rosamunde zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin weiß sie inzwischen, dass Kinder solcher Eltern im Jahr bundesweit bis zu 40 Schulen besuchen. Wie oft die Eltern zur Schule gehen, will Rosamunde noch herausfinden. Gelernt hat sie während des Besuchs von ihrer Freundin Frauke aber bereits: „Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lebensumstände müssen sich diese Schülerinnen und Schüler immer wieder auf neue Lernumgebungen, Lehrkräfte, Klassenkameradinnen und -kameraden einstellen. Lernen findet für sie unter erschwerten Bedingungen statt. Daher brauchen sie unsere besondere Hilfe."

Das hat Frauke fein gesagt, fand Rosamunde und brachte zu Büttenpapier: „Hannover ist eine sehr attraktive Markt- und Feststadt. Wir ziehen mit unserem Schützenfest, dem Frühlings- und dem Oktoberfest und anderen Großveranstaltungen viele Schaustellerbetriebe an. Als Schulträger stehen wir in der Verantwortung, auch den Kindern, die mit einem häufigen Stadt- und Schulwechsel zurechtkommen müssen, gute Schulbedingungen und damit bestmögliche Bildungschancen zu bieten. Ich bin sehr froh, dass Frauke hier wertvolle Unterstützung leistet."

Dann gab Rosamunde ihrer Freundin Frauke noch einen Kuss und eilte zurück ins Rathaus. Dort erfuhr sie, dass Beamtinnen und Beamte gar nicht umziehen, sondern lediglich umgebettet werden.