Dienstag, 30. April 2013

Nicht in Lebensgefahr

Was andere erzählen...

Was andere über mich erzählen, ist mir schon immer ziemlich gleichgültig gewesen. Da ich seit Jahren Eltern, Müttern und Vätern beim Kampf mit Behörden und Gerichten helfe, nennen mich einige einen "selbsternannten Kinderschützer". Die "Westfälischen Nachrichten" haben das getan. Ein Scharlatan aus Lüneburg macht das.

Viel wichtiger ist das:

Ein Junge zum ersten Mal an der Nordsee

Was haben sie in Münster alles zusammen geschwafelt. Die beiden Kinder (ein Fünfjähriger und eine Dreijährige) seien bei der Mutter in Lebensgefahr. Kommissar Internet kann nichts Sachdienliches beitragen, damit sich diese Geschichte zum Guten wendet. Das hat vor gut einem Jahr sogar ein Gutachter in einem Schriftsatz für das Familiengericht von Münster so festgehalten, weil viele so genannte Experten gern fixieren, was ein Jugendamt ihnen vorgesagt hat. Auch für Nachplappern gibt es schließlich Geld, da kann man ruhig wichtige Daten so durcheinander würfeln, dass jedes Spielcasino sagen würde: “Sie halten sich entweder an die Regeln – oder Sie fliegen hier raus.” Doch das Jugendamt von Münster ist kein Spielcasino…

Viel behauptet, 30. April 2013

Wer sich nun fragt, ob es sich bei diesem Jungen um das Kind aus dem "Bericht" der "Westfälischen Nachrichten" handelt, hat richtig geraten...

Montag, 29. April 2013

Wenn Rosamunde Schostok

Die Vögel zwitschern hört und sich einen zwitschern will

"Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ausführlich auf eine neue Studie der University of Exeter eingehen. Britische Forscher haben untersucht, wie sich das Leben in der Nähe von Parks oder Wäldern auf das Wohlbefinden auswirkt. Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler: Bäume, Sträucher, Gras und Vogelgezwitscher, in der Luft liegt der Geruch von feuchtem Waldboden oder frisch gemähtem Gras. All das kann Menschen auf Dauer glücklicher machen als eine Hochzeit oder ein neuer Arbeitsplatz."

Beschäftigt sich Rosamunde Schostok an diesem Montag doch nicht mit feuchtem Waldboden, den man heiraten sollte, wenn man keine Arbeit hat und trotzdem glücklich darüber sein will, dass man in einem Park auf einer Bank einschläft. Denn dort hat man alles, was Rosamunde braucht: "Bäume, Sträucher, Gras und Vogelgezwitscher."

Sollte also Rosamunde Schostok Oberbürgermeisterin von Hannover werden, wird sie für alle das Glück pflanzen und Hannover in eine Park- und Waldlandschaft verwandeln. Fabriken weichen Bäumen, Häuser Sträuchern und Straßen feuchtem Waldboden. Geheiratet und gearbeitet wird nicht mehr. Denn auf Dauer nerven Eheleute und Arbeitsplätze, Vögel, die zwitschern, nerven nie.

Warum aber hat Rosamunde Schostok diesen Text nicht zu Ende geschrieben? Die Antwort rührt jede Leserin und jeden Leser: Weil in Hameln ein Landrat ermordet wurde, als sich Rosamunde Schostok gerade einen zwitschern wollte - und das schon in der Mittagszeit: "Es war am Ende eines heiteren Termins in der Ernst August Brauerei - das neue Bier für das Schützenfest wurde eingebraut - als mich ein Freund aus Hameln erreichte. Fassungslos berichtete er, Rüdiger Butte sei tot, der Landrat aus Hameln-Prymont. Erschossen."

Doch eine Dichterin wie diese erholt sich irgendwann auch wieder: "Umzuschalten nach diesem Geschehen und diesem Gottesdienst am Samstag und Sonntag ist mir schwer gefallen. Die vielen Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen an diesem Wochenende haben es mir dann etwas erleichtert. Im Nachbarschaftstreff Nord-Ost, der seinen sechsten Geburtstag feierte, sind die „Dance Kids“ aus dem Gorch-Fock-Ring in List Nord mit den „Tanzmäusen“ zusammen getroffen."

Das hätte Rosamunde Schostok - wahrscheinlich in der Eilenriede - gar trefflich formuliert, wenn nicht die Wörter "zusammen getroffen" wären. Denn es müsste wohl "zusammengestoßen" heißen...

Samstag, 27. April 2013

Wo steckst du nur?

Ein Gruß aus Hannover.














Student verteilt Formulare für Unterstützerunterschriften

Gestern habe ich von einem Studenten aus Hannover die oben abgebildete Diddl-Karte bekommen. Er fragt mich nicht nur, wo ich stecke, er verteilt auch die Formulare für die Unterstützerunterschriften, die als parteiloser Oberbürgermeister-Kandidat brauche. Die Madsack-Blätter verschweigen zwar noch, dass ich antreten will, aber manches spricht sich auch ohne "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und "Neue Presse" herum.

Wo ich stecke, weiß dieser Student. Sonst wäre seine Karte nicht angekommen. Was ich gerade mache, weiß er wahrscheinlich nicht. Das verrate ich hier. Außerdem bringt heute Nachmittag eine Mutter, die von Münster nach Wilhelmshaven gezogen ist, ihren fünfjährigen Jungen mit. Der ist ihr vor drei Jahren vom Jugendamt in Münster-Kinderhaus weggenommen worden, weil das Kind angeblich bei ihr in Lebensgefahr schwebt. Diese Verleumdung wurde nie zurückgenommen - als ich mich in den Fall einschalten wollte, wurde ich von dieser Behörde ausgesperrt. In Wilhelmshaven allerdings bin ich seit einem halben Jahr stets dabei, wenn diese Mutter Termine beim Jugendamt hat. An diesem Wochenende werden wir diesem Jungen die Gegend zeigen...

Mehr über diesen Fall und ein mehr als fehlerhaftes "Gutachten"

Dienstag, 23. April 2013

Rosamunde zickt

Diesen Montag leuchten die Zeilen von Rosamunde
Schostok nicht so schön wie diese Kirschblüten.






















Weil sich ein Mitbewerber herablässt

"Hannover überrascht." Dichtet die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok an diesem Montag, obwohl die meisten von uns derzeit bei Überraschungen eher an Uli Hoeneß denken. Der soll jüngsten Meldungen zufolge sogar am 20. März 2013 verhaftet worden sein, kaufte sich aber angeblich wieder frei. Abkaufen sollen wir dagegen Rosamunde Schostok, dass heute Abend nicht Bayern München in der Champions League spielt, sondern Hannover. Dafür hätte Uli Hoeneß sicherlich keine 5 Millionen Euro bezahlt, um beim heutigen Spiel auf der Tribüne sitzen zu können.

Und nun lauschen wir der großen Dichterin: "Umso unverständlicher ist es, dass da ein Mitbewerber um den Posten des Oberbürgermeisters kommt, ich meine den von Hannovers ältester Oppositionspartei, der sieht im Rathaus seit Jahrzehnten ein Parteienkartell am Werk, das über die Bürger hinweg regiert und Parteiinteressen über Bürgerinteressen stellt. Der meint, Hannover erst noch in die erste Liga bringen zu müssen. Dabei sind wir nicht zweite Liga. Wir spielen Champions-League und lassen beim Thema Shoppingattraktivität sogar eine Weltstadt wie München abgeschlagen landen."

Das ist eigentlich gar nicht der Stil der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin, der Meisterin der sanften Töne, die Zeilen Kirschblüten gleich erstrahlen lässt, damit die Leserschaft beleuchtet, aber nicht erleuchtet werde. Doch beim Einkauf kennt Rosamunde Schostok offenbar keine Verwandten, nicht einmal in der ältesten Oppositionspartei Deutschlands, also in ihrer eigenen, sind sie ihr bekannt.

Wie aber mag dieser Mitbewerber heißen, der sich derart über das Rathaus von Hannover herablässt, dass er dort ein Parteienkartell vermutet? Da schweigt der Dichterin Höflichkeit über die bundesweit bekannte Hannover Connection, zu der vermutlich noch nie ein Sozialdemokrat gehört hat - abgesehen vielleicht von Gerhard Schröder, der irgendwann SPD-Mitglied geworden ist, weil es für 2010 noch keine Agenda gab, die in Hannover das Armutsrisiko so sehr erhöht hat, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger immer tiefer fallen können.

Platz 4 in der Armutstabelle hat Hannover bereits erobert - und wenn die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin die niedersächsische Landeshauptstadt so regieren dürfte wie sie dichtet, wären sicherlich schon bald noch mehr dran...Die können dann jenem Obdachlosen Gesellschaft leisten, der Nacht für Nacht sein Lager vor dem "Löwenplay" in der Marienstraße aufschlägt.











Donnerstag, 18. April 2013

Verkehrspolitik

Der Abgeordnete Dirk Toepffer (CDU) hatte gefragt:

Im November 2012 wurden die Ergebnisse eines von der Stadt Hannover beauftragten ersten „Bürgerpanels" zur Verkehrspolitik durch Oberbürgermeister Stephan Weil vorgestellt. Die Befragung von rund 3 000 Bürgerinnen und Bürgern wertete Weil als „gelungenes Experiment" (HAZ, 14. November 2012).

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Ergebnisse mehrten sich jedoch kritische Stimmen. So wurde die Umfrage durch Fachleute als „unseriös" (Bild, Hannover, 15. November 2012) eingestuft, da die Interessen der Autofahrer als größter Nutzergruppe nur unzureichend berücksichtigt wurden. Zudem wurde kritisiert, dass geplante Infrastrukturprojekte wie die D-Linie, der Rückbau des Cityrings oder der Abriss der Raschplatz-Hochstraße nicht Teil der Befragung gewesen seien. Der ADAC Niedersachsen hat bereits angekündigt, gemeinsam mit einem unabhängigen Institut eine eigene Umfrage zur gleichen Thematik durchzuführen, um auch die Autofahrer zu Wort kommen zu lassen.

Erst kürzlich hatte die IHK Hannover ein eigenes Verkehrsgutachten vorgestellt, welches sich kritisch zur Verkehrspolitik der Stadt Hannover äußerte.

Ich frage die Landesregierung:

  1. Entsprach das von der Stadt Hannover durchgeführte „Bürgerpanel" zur Verkehrssituation nach Ansicht der Landesregierung wissenschaftlichen Kriterien?
  2. Welche verkehrlichen Veränderungen sind durch den geplanten Abriss der Raschplatz-Hochstraße, den Rückbau des City-Rings und die oberirdische Linienführung der D-Linie für die Innenstadt von Hannover zu erwarten?
  3. Wird die neue Landesregierung die oben genannten Infrastrukturmaßnahmen finanziell unterstützen, wenn ja, in welcher Höhe?

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Die Region Hannover als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs in ihrem Gebiet plant mit Unterstützung der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH bauliche Maßnahmen an der D-Strecke in der hannoverschen Innenstadt. Damit ist die Region Hannover eigenverantwortlich zuständig. Im Rahmen dieser kommunalen Planungshoheit ist von der Stadt Hannover auch das in der Anfrage genannte „Bürgerpanel" durchgeführt worden. Die Landesregierung war an dem „Bürgerpanel" nicht beteiligt.

Voraussetzung für eine Förderung durch das Land ist zunächst, dass die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH im Auftrag der Region Hannover als Aufgabenträger einen Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH, die vom Land Niedersachsen als zuständige Bewilligungsstelle für Förderanträge von Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs bestimmt worden ist, stellt.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Fragen namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1. und 2.:
Aufgrund der in den Vorbemerkungen erläuterten Zuständigkeiten ist eine Aussage der Landesregierung zu dem Verfahren bei der Ausgestaltung der Infrastrukturmaßnahmen im Stadtbahnbau sowie den verkehrlichen Auswirkungen nicht möglich.

Zu 3.:
Grundsätzlich sind Ausgaben für Infrastrukturmaßnahmen bei Stadtbahnvorhaben durch das Land Niedersachsen unter Beachtung der zuwendungsrechtlichen Bestimmungen förderfähig.
Da bisher kein Förderantrag vorliegt, können derzeit keine Aussagen über die Förderfähigkeit des Vorhabens und die Höhe der Förderung getroffen werden.


D-Linie in Hannover

Die Abgeordneten Christian Dürr und Sylvia Bruns (FDP) hatten gefragt:

Die Region Hannover hat sich mit einer rot-grünen Mehrheit auf die oberirdische Linienführung der sogenannten D-Linie bis zum Raschplatz festgelegt. Sowohl vonseiten der Opposition in der Regionsversammlung als auch auf Seiten zahlreicher Verbände und Interessenvertreter gibt es Kritik an dieser Entscheidung. In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (5. März 2013) hieß es hierzu: „Ob das auf bis zu 50 Millionen Euro taxierte Projekt verwirklicht wird, liegt nun in der Hand des Landes. Dessen Nahverkehrsgesellschaft LNVG entscheidet über die für den Bau notwendigen finanziellen Zuschüsse." In der gleichen Berichterstattung führt ein Verkehrsdezernent der Region aus, dass es für die Prüfung der sogenannten Scheelhaase-Lösung keinen politischen Auftrag gegeben hat. Dem steht die Berichterstattung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit dem Titel „D-Linie: Land stellt Weichen Richtung Scheelhaase-Lösung" vom 8. Februar 2013 entgegen.

Wir fragen die Landesregierung:

  1. Gibt es einen Auftrag der LNVG an die Region Hannover, die Scheelhaase-Lösung zu prüfen?
  2. Inwiefern erfolgte aus Sicht der Landesregierung die Festlegung der Region Hannover auf einer ausgewogenen sachlichen Entscheidungsgrundlage?
  3. Wie bewertet die Landesregierung die Gefahr, dass es bei der Bewertung von nur zwei Varianten zu einem Abwägungsmangel kommen könnte?

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Die Region Hannover als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs in ihrem Gebiet plant mit Unterstützung der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH bauliche Maßnahmen an der D-Strecke in der hannoverschen Innenstadt. Damit ist die Region Hannover eigenverantwortlich zuständig. Hierzu gehört die Erarbeitung eines Konzepts für die sog. „D-Linie".

Voraussetzung für eine Förderung durch das Land ist zunächst, dass die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH im Auftrag der Region Hannover als Aufgabenträger einen Förderantrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), die vom Land Niedersachsen als zuständige Bewilligungsstelle für Förderanträge von Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs bestimmt worden ist, stellt.

Wegen der möglichen Landesförderung hat die Regionsverwaltung im bisherigen Planungsprozess mehrere Gespräche über die Ausgestaltung der D-Linie mit der LNVG geführt, zuletzt am 13. 2. 2013. In diesem Gespräch hat die LNVG die Regionsverwaltung darauf hingewiesen, dass bei einer standardisierten volkswirtschaftlichen Bewertung zur Bestimmung des Nutzen-Kosten-Faktors der beantragten Variante auch weitere maßgebliche Varianten zu untersuchen seien. Die Region Hannover hat daraufhin ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Bewertungsverfahren in diesem Sinne zu erweitern. Einen konkreten schriftlichen Arbeitsauftrag der LNVG gibt es derzeit dazu nicht; inwieweit ein derartiger Auftrag künftig erteilt wird, kann erst entschieden werden, wenn ein Förderantrag seitens der Region Hannover vorliegt und die LNVG mit dessen Bearbeitung begonnen hat. Der Hinweis, es sei angezeigt, alle maßgeblichen Varianten einzubeziehen, hatte ausschließlich einen förderrechtlichen Hintergrund. Eine Weichenstellung in irgendeine Richtung sieht die Landesregierung darin nicht. Ob die Vorgängerregierung, die in dem fraglichen Zeitraum verantwortlich war, beabsichtigte, hier auf der politischen Ebene entsprechende Weichen zu stellen, vermag die Landesregierung naturgemäß nicht zu sagen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Fragen namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1.:
Nein. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung verwiesen.

Zu 2.:
Die Landesregierung hat keinen Einblick in die Entscheidungsfindung der Region Hannover und kann diese deshalb nicht kommentieren.

Zu 3.:
Auf die Vorbemerkung wird verwiesen.

Montag, 8. April 2013

Blaues Wunder

Wichtiger als Geburtstag der Enkelin

Auch diese Woche hat Rosamunde Schostok literarisch gerettet. So rettet sich die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin sicherlich auch bis zur Oberbürgermeisterwahl am 22. September 2013. Dann allerdings erlebt sie ihr "blaues Wunder". Jetzt aber noch nicht auf dem Lindener Markt. Da ist niemand blau gewesen. Nicht einmal die Scillablüte.

Erlebt Rosamunde Schostok kein "blaues Wunder", muss das einen Grund haben. Hat sie gefunden: "Seit Wochen erleben wir eher Winter statt Frühling." Wenn nicht seit Monaten...Was sich die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin so wunderbar wie keine andere Dichterin erklärt: "Deshalb stand dieses Fest in Linden immer kurz vor der Verschiebung oder Absage. Dort, wo sie mit ganzer Pracht blühen, auf dem Lindener Berg, wurde das Fest auf das kommende Wochenende verschoben."

Da ist die Dichterin wohl von ihrer Enkelin gestört worden und ein wenig durcheinander gekommen: "Oma, was machst du da? Und warum hast du meinen Geburtstag vergessen?" Rosamunde Schostok: "Ich war beim Scillablütenfest auf dem Lindener Berg. Das ist aber ausgefallen." Enkelin: "Dann hättest du doch kommen können." Rosamunde Schostok: "Ich bin auch noch auf dem Lindener Markt gewesen." Enkelin: "Und da hat was geblüht?" Rosamunde Schostok: "Ein Teil aber, nämlich der Deisterkiez an der Deisterstraße und rund um den Lindener Markt, hielt am 7. April fest und erlebte - leider ohne spektakuläre Blütenpracht..."

Enkelin weint bitterlich - und will von Oma gar nicht mehr wissen, was die jetzt schreibt: "Tausende Menschen strömten auch aus anderen Stadtteilen nach Linden-Süd, das durch Luftballons in Blau gefärbt war. Fast alle Geschäfte und viele Initiativen zeigten ihr Engagement. Verschiedene Quartiere öffneten sich und knüpften wichtige Verbindungen, die im Ergebnis ein gemeinsames Wachstum von starken Stadtteilen in Hannover bedeuten. Das strahlt aus und inspiriert."

Die Enkelin von Rosamunde Schostok nicht...





Samstag, 6. April 2013

Beute-Schema

Scharfe CDU-Kritik an Ablösung von Polizeichefs

Zur Entscheidung des Niedersächsischen Innenministers, drei Polizeipräsidenten zu entlassen bzw. abzuberufen, erklärt der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Ulf Thiele MdL: ”Die SPD macht sich das Land zur Beute. Dass Innenminister Pistorius mit Heike Fischer in Osnabrück, Hans-Jürgen Thurau in Oldenburg und Axel Brockmann in Hannover drei hoch angesehene, fachlich versierte und zudem parteilose Polizeipräsidenten entlässt bzw. abberuft, ist ein indiskutabler Akt der Parteibuchwirtschaft. Diese Entscheidung schadet dem Ansehen unserer Polizei als parteipolitisch unabhängige Behörde. Das Parteibuch siegt bei der SPD über die Fachlichkeit und die Steuerzahler werden dafür zur Kasse gebeten.

Auch menschlich ist es unanständig, wie die drei verdienten und erfolgreichen Polizeipräsidenten von Pistorius abserviert werden. Nur zwei Monate nach Amtsantritt kann sich der neue Innenminister unmöglich schon ein objektives Bild über die Arbeit der Präsidenten gemacht haben. Fachlich haben die abgesetzten Polizeipräsidenten jedenfalls alle einen anerkannt untadeligen Ruf. Offensichtlich stand für Pistorius von Anfang an fest, dass er Parteifreunde und politische Vertraute schnellstmöglich an der Spitze der niedersächsischen Polizei installieren will.

Die Entlassung von Heike Fischer als Polizeipräsidentin in Osnabrück entlarvt zudem, dass der von SPD und Grünen großspurig im Koalitionsvertrag angekündigte höhere Anteil von Frauen in Führungspositionen eine hohle Phrase ist. In der Praxis ist Rot/Grün die politische Einflussnahme bei Personalentscheidungen wichtiger.

Donnerstag, 4. April 2013

Feurige Rosamunde

Lässt mit der Feuerwehr Flammen lodern - und Flöhe sterben

"Selten habe ich so kühle Ostertage erlebt." So schlicht, aber dennoch ergreifend beginnt die jüngste Kolumne der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok. Man sieht sie zittern, aber trotzdem Anteil nehmend. An: "In Irland mussten Landwirte Lämmer aus Schneemassen bergen." Was mit Flöhen aber schwerlich möglich ist. Deshalb: "In der Eifel starben 300 Flöhe vor ihrem Zirkusauftritt den Kältetod." Mit Rosamunde Schostok wären die sicherlich noch rechtzeitig auf den Hund gekommen.

Sie jedoch ist in Hannover geblieben. Dort gesellinte sich die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin zu Leuten, die sich "frohe Weihnachten" wünschten. Aber einem alten Brauch folgten: "Viele haben, darunter auch ich, an einem der 50 Osterfeuer in der Stadt gehofft, das würde den Winter vertreiben." Ließ der sich aber nicht.  Schnief: "Die Spannung war groß, ob die Flammen trotz der wiederholten Schneefälle überhaupt loderten."

Loderten sie: "Auf der Bult dauerte es fast 40 Minuten." Loderten sie woanders sogar schneller: "In der List bei den Kleingartenfreunden und in Ricklingen mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr züngelten die Flammen sogar im einsetzenden Schneefall."  Blieb, als die List und Ricklingen in Schutt und Asche lagen, die bange Frage: "Ob nach diesen Feuern der Winter endgültig vertrieben wird?"

Was jedoch nicht so wichtig ist wie: "Eigentlich wichtiger scheint mir, dass viele tausend Menschen zusammenkommen, sich begegnen im bekannten und überschaubaren Umfeld." Da hat sich Rosamunde Schostok leider verschrieben. Schreiben wollte sie: "...im brennbaren Umfeld."

Diese SPD-Oberbürgermeisterkandidatin schreibt so schön - und so ergreifend. Sie nimmt uns zart bei der Hand, wenn Flöhe sterben und Stadtteile abbrennen...







Dienstag, 2. April 2013

Warnung

Vor dem dritten Stock im hannoverschen Rathaus

Mein Auto parke ich auf einem Platz für die Bediensteten, ich steige die Rathaustreppe hinauf, der rechte Flügel ist defekt, der CDU-Oberbürgermeisterkandidat käme also nicht weiter, der linke Flügel schwingt auf, ich nehme die nächste Treppe, öffne die nächste Tür, wende mich nach rechts, der Lift. Der bringt mich in den dritten Stock. Dort soll das Wahlamt sein. Die Gänge sind schmal. Tür an Tür. Hin und wieder eine Treppe, die wieder nach unten führt.

Ich soll die Formulare für die Unterstützerunterschriften im Zimmer 336 A abholen. Irgendwann beginnen die 700er Zimmer. Ich bin also zu weit gelaufen. Ich kehre um. Das Zimmer 336 A finde ich nicht. Also klopfe ich an die Tür eines Zimmers, das sich wahrscheinlich in der Nähe befindet. Eine Frau sitzt an einem Computer. Hinter ihr unzählige Regale mit unzähligen Dokumenten. Ich zeige ihr das Schreiben des Wahlamtes. Sie schaut in einem Telefonverzeichnis nach. Beim Blättern fragt sie mich: "Sind Sie Herr Tjaden aus Burgdorf?" Ich staune. Diese Frau kennt mich also aus meiner Zeit als Lokalredakteur in Burgdorf bei Hannover. "Dort sind Sie eben immer noch sehr bekannt", sagt sie.

Sie begleitet mich zum Zimmer 336 A. Vorher müssen wir noch ein paar Stufen nehmen, neben der Tür gibt es eine Gegensprechanlage. Die Frau drückt auf einen Knopf: "Ich habe hier jemanden, der zu Ihnen will." Summen. Tür öffnen. Ein Mann kommt aus einem Glaskasten. Gibt mir die Hand. Im Zimmer 336 A bekomme ich die Formulare.

Der Rückweg beginnt. Doch den Lift finde ich nicht wieder. Ein Mann kommt mir entgegen. Ich frage ihn nach dem Weg. "Ein paar Meter zurück. Dort gibt es eine kleine Treppe mit einem schwarzen Handlauf. Dahinter ist der Lift", sagt er. Stimmt.

Das Formular für Unterstützerunterschriften