Montag, 25. März 2013

Heute gebucht

Zimmer in der Südstadt von Hannover

Art des Objektes: Einzimmergästeappartement (für 1 Person)

Zeitraum / Preis: Nächte 29.03. - 02.04.2013 Kosten je Nacht 45 Euro

Bezahlung:                 Barzahlung bei Anreise

Anschrift: Gästeappartement Höltystraße 19, 30173 Hannover

Anreisezeit: nach Absprache, vorab ankündigen, 0172-5112144

Diese Buchungsbestätigung habe ich heute von der Zimmervermittlung Teichler bekommen. Ostern werde ich also in Hannover verbringen, auf der Fahrt dorthin mache ich in Syke Halt, trinke einen Kaffee. In Syke wäre ich beinahe einmal Lokalredakteur geworden. Doch der Chefredakteur hatte etwas gegen mich, weil ich Kriegsdienstverweigerer bin und schon vor 30 Jahren nichts von Atomkraftwerken hielt.

Bevor ich am Dienstag beim Wahlamt die Formulare für die Unterstützerunterschriften abhole, werde ich auf jeden Fall besuchen: den Maschsee, die Altstadt von Hannover, die Eilenriede, die List, das Steinhuder Meer und Burgdorf. Vielleicht spielt auch der Heesseler SV.

Ich bin übrigens der einzige Oberbürgermeisterkandidat, der schon für die Landeshauptstadt gearbeitet hat. Während meiner Studentenzeit war ich Platzpfleger im Maschseebad, spießte den Müll auf, leerte die Papierkörbe, reinigte die Toiletten...

Mittwoch, 20. März 2013

Formularkrieg

Post vom Wahlamt/Kleinanzeige im "Schädelspalter"

Nun wird´s Oberbürgermeisterwahl: Das Wahlamt hat mir die Formulare für meinen Wahlvorschlag, für meine Zustimmungserklärung und für eine eidesstattliche Versicherung, dass ich das passive Wahlrecht besitze, zugeschickt. Sobald meine Antwort beim Gemeindewahlleiter angekommen ist, werden 500 Formulare für Unterstützerunterschriften gedruckt. Ich brauche 320 gültige Unterschriften.

Wenn ich die habe, steigt die Zahl der Kandidatin (SPD) und der Kandidaten (CDU, Grüne, Einzelbewerber) auf 4. Möglicherweise machen die Grünen aber noch einen Rückzieher zugunsten von Rosamunde Schostok.

Bis zum 22. September 2013 schaun mer mal, ob solch eine Wahl so läuft wie in Wilhelmshaven - oder eben anders. Wie so was an der Nordseeküste abgeht, steht in meiner Broschüre "Wahl spezial - Gelebte Demokratie an der Jade". Die ist bei Lulu erschienen und kann hier bestellt werden.

Gestern habe ich auch schon im "Schädelspalter" eine Kleinanzeige aufgegeben, die schwarz unterlegt wird. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Dienstag, 19. März 2013

Unsere Rosamunde

Freut sich schon vor August auf Ostern

Soeben ist mir diese Frage durch den Kopf geschossen: Was hat denn die Rosemunde von der SPD diese Woche geschrieben? Unter anderem dies:

"In Hannover sieht es derzeit so aus, als hätten Wählerinnen und Wähler bei der ersten Abstimmung die Entscheidung zwischen drei Männern. GRÜNE und CDU haben ihre Kandidaten fürs Oberbürgermeisteramt in Hannover nun auch nominiert. Jetzt kann die Auseinandersetzung über die beste Politik für Hannover beginnen. Ich freue mich darauf!"

Aber erst einmal freut sich Stefan "Rosamunde" Schostok über die Osterferien. Wie er sich auch schon darüber gefreut hat, dass die "Auseinandersetzung über die beste Politik für Hannover" erst im August 2013 beginnen werde. Worüber der sich freut, scheinen immer andere zu bestimmen.


Sonntag, 17. März 2013

Zeitungsgeschichte

Kündigung und Auszeichnung für eine Artikelserie

“Den Verleger, der einem kritischen Redakteur kündigt, würde ich gern einmal sehen”, sagt der Richter. Mein Verleger sitzt im Publikum. Er steht auf. Bekommt einen roten Kopf.

An Tagen wie diesem 4. Februar 1986 sind fast alle meine Kolleginnen und Kollegen im Gerichtssaal des Arbeitsgerichtes von Burgdorf. Sie wissen bereits: Das “Burgdorfer Kreisblatt” wird es nicht mehr lange geben. Die über 100 Jahre alte Lokalzeitung ist an den Madsack-Konzern verkauft worden. Dieser Konzern frisst die Konkurrenz vom Markt.

Im gleichen Monat werde ich vom Deutschen Steuerzahlerbund mit dem Journalistenpreis “Die spitze Feder” ausgezeichnet. Diesen Preis bekomme ich für eine Artikelserie über ein Bürgerhaus, das in Burgdorf gebaut werden soll. Diese Artikelserie ist auch Grund für meine Kündigung gewesen. Mit dieser Kündigung hatte sich mein Verleger dem Druck von Anzeigenkunden gebeugt.
Manchmal frage ich mich: Gibt es noch einen Journalisten, der für seine Berichte eine Kündigung und eine Auszeichnung bekommen hat?

Weitere Geschichten über das “Burgdorfer Kreisblatt/Lehrter Stadtblatt”

Samstag, 16. März 2013

Indianerland

Fans gehen auf die Straße - Sonderbriefmarken von der Citipost - Spendenaufruf

Hannover ist Indianerland, Eishockeyspiele am Pferdeturm sind Kult und gehören zur niedersächsischen Landeshauptstadt wie sonntägliche Spaziergänge am Maschsee. Doch wieder einmal werden diesem Verein die Schlittschuhe gepfändet. Das Insolvenzverfahren soll am 1. Mai 2013 eröffnet werden. Die Profiabteilung hat 700 000 Euro Schulden.

Doch die Fans wehren sich. Gestern sind über 400 auf die Straße gegangen. Die City war in blau-weiß-rote Fahnen getaucht, die Demonstrantinnen und Demonstranten - die auch von weit her kamen - trugen Plakate mit Aufschriften wie "Hannover ohne Indians ist wie Leibniz ohne Keks", "Im Wahlkampf seid ihr alle Indianer - und jetzt?" "Kämpfen! Für den Erhalt des Pferdeturms". Der Indians-Fanbeauftragte Sascha Hartung forderte von der Pächterin, von Stadt und Verein: "Geht aufeinander zu."

Gestartet worden ist eine Spendensammlung, die Citipost gab Sonderbriefmarken heraus, die Scorpions bestreiten ein Benefizspiel gegen die Indians. Denn Hannover muss Indianerland bleiben...

Weitere Informationen

Donnerstag, 14. März 2013

An Tagen

...wie diesen

Ich bin nicht katholisch – ich bin nicht einmal religiös. Aber wenn ich im Radio höre, dass der neue Papst Franziskus I. in einer Kirche gewesen ist und dort alle glaubten, sie könnten ihren Augen nicht trauen, dann hoffe ich für die 1,2 Milliarden Katholiken, dass sie nun endlich wieder ein geistliches Oberhaupt haben, das den Sumpf aus Intrigen, Korruption und Machtkämpfen verlässt und sich darauf besinnt, was Jesus gepredigt und gelebt hat. Dieser Papst erobert die Herzen möglicherweise im Sturm wie der polnische und wie der 100-Tage-Papst. Da hoffe ich nur, dass er in seinem Amt nicht nur die ersten 100 Tage überlebt…

Ich bin auch noch nie abgeschoben worden, obwohl mir das in der Schweiz einmal angedroht worden ist. In meinem Reisepass wurde vermerkt, bis wann ich das Land wieder zu verlassen habe, ich fuhr Wochen später mit dem Zug zurück nach Mainz. An der Grenze zeigte ich meinen Personalausweis vor. Nach meinem Reisepass fragte niemand. Aber wenn ich heute im Radio höre, dass der neue niedersächsische Innenminister Familien nicht mehr auseinander reißen will, die unmenschliche Abschiebepraxis der CDU/FDP-Regierung also ein Ende hat, dann hoffe ich für die Wählerinnen und Wähler von CDU und FDP, dass sie sich beim nächsten Mal genau überlegen, wo sie ihr Kreuz machen. Die Behauptung, in der alten Regierung hätten Christen gesessen, ist offenbar ein Gerücht, sonst kennten sie den Satz: “Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan”…

Ein Gerücht ist übrigens auch nur, dass die Union bei der Bundestagswahl das Bundesverfassungsgericht antreten lässt, weil dieses Gericht und nicht Angela Merkel die Richtlinien der Politik bestimmt…

Mittwoch, 6. März 2013

Pressemitteilungen

1. Pressemitteilung - 5. März 2013

Heinz-Peter Tjaden, 1987 und 1988 im Patzer-Verlag Redakteur der “Allgemeinen Bauzeitung” (ABZ) und des “handelsmagzin”, kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters von Hannover. Die Wahl findet am 22. September 2013 statt. Tjaden ist parteilos, wohnt heute in Wilhelmshaven, ist Internet-Redakteur und Schriftsteller. Als ABZ-Redakteur setzte er sich für die Belange der Bauwirtschaft ein und führte viele Gespräche mit mittelständischen Unternehmen.

2. Pressemitteilung - 5. März 2013

Heinz-Peter Tjaden, von 1979 bis 1984 Volontär, Redakteur und Chefredakteur im Giesel-Verlag, kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters von Hannover. Die Wahl findet am 22. September 2013 statt. Tjaden ist parteilos, lebt heute in Wilhelmshaven, arbeitet als Internetredakteur und Schriftsteller. Als Mitarbeiter des Giesel-Verlages beschäftigte er sich redaktionell mit der Bauwirtschaft, mit Straßen- und Tiefbau, mit kulturellen und sozialen Themen. 1984 wechselte Tjaden als Lokalredakteur und als stellvertretender Chef vom Dienst zum “Burgdorfer Kreisblatt”.

Antwort des Patzer-Verlages

Hallo Herr Tjaden,

alle guten Wünsche zu Ihrer OB- Bewerbung von mir. Kommen Sie doch mal auf einen

Kaffee vorbei.

Montag, 4. März 2013

Auf den Geist gehen

Das kann der David McAllister

Die kennen wir: Memmen, die in der Ecke hocken und schmollen. Die gehen einem früher oder später auf den Geist. David McAllister als ehemaliger Ministerpräsident von Niedersachsen früher. Kaum hat er keinen Stuhl mehr, will er den alten wieder haben. Von Stephan Weil, der angeblich keine zwei Jahre als Ministerpräsident überstehen wird.

Dabei haben wir gerade erst die unmenschliche Abschiebepolitik des Innenministers dieses Deutsch-Schotten überstanden. Das muss man sich einmal vorstellen: Ein Vater bringt seine beiden in Deutschland geborenen Kinder zur Schule. Nach seiner Rückkehr ist seine schwangere Frau mit dem dritten Kind weg. Abgeschoben in die Türkei. Der Ehemann traut sich jahrelang nicht zu Frau und Kind, weil er Angst davor hat, nicht wieder zurückkehren zu dürfen.

Herr McAllister, einen Ministerpräsidenten, der solch einen Innenminister gewähren lässt, braucht niemand. Für derart Veranlagte gibt es Studios mit Dominas...Dafür dürfte auch Ihr jetziges Einkommen reichen. Was dieser Familie, was diesen Kindern angetan worden ist, können Sie nie wieder gut machen. Deswegen sind Sie wohl auch zu feige gewesen und haben gekniffen, als Frau und Kind nach Jahren der Trennung in Hannover landeten. Oder sind Sie etwa immer noch der Meinung, dass Ihr Innenminister gute Arbeit geleistet hat? Dann kann Ihnen wirklich niemand mehr helfen...

Samstag, 2. März 2013

Gib mir ein d

Sonst hätte die CDU von Hannover Wallraff ins Rennen geschickt

Was für ein Glanz in der Hütte, die Palmen am Maschsee verneigen sich. Die CDU von Hannover schickt den "Staranwalt" Matthias Waldraff ins Rennen um das Rathaus. Im letzten Moment hat Parteichef Dirk Toepffer noch ein d gefunden, sonst wäre Wallraff Kandidat geworden. Auch damit wäre der CDU zwar "ein Coup" gelungen (Vera König in der "Neuen Presse" von Hannover), aber die Freude hätte wohl kaum lange gewährt. Wer will schon Enthüllungen über die Hannover-Connection?

Die will auch Waldraff nicht. Der will ein Trauma verarbeiten. Eigenen Angaben zufolge ist er im Januar 2013 in die CDU eingetreten, weil SPD und Grüne behauptet haben, dass David McAllister die Landtagswahl verloren habe. Mit solchen Gerüchten wollte er kurzen Prozess machen, was ihm als Anwalt selten gelungen ist. Nun kann Matthias Waldraff aus McAllister doch noch einen Siegertypen machen, außerdem schätzt der CDU-Oberbürgermeisterkandidat seine Konkurrenten Stefan Schostok von der SPD und Lothar Schlickau von den Grünen. Angriffe, Polemik oder unsachliche Attacken seien deshalb von ihm nicht zu erwarten. Außerdem trete er gar nicht für die CDU an, er wolle "ein überparteilicher Kandidat sein". Der einen "hoffnungslosen Fall" gewinnen werde.

Darüber freut sich auch der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Stefan Schostok in einer Sprechblase auf Seite 19 der "Neuen Presse": "Diese Entscheidung verspricht einen spannenden Wahlkampf. Wir haben einen guten Umgang und dieselbe Leidenschaft für 96 und die Rote Reihe." Mit Rote Reihe meint dieser sozialdemokratische Freizeitdichter keinesfalls die Abwehr des Bundesligisten, sondern - was eigentlich? Einen Förderverein von Hannover 96? Die Hannover-Connection? Den Wohnsitz des Massenmörders Haamann? Offenbar verliert Schostok immer wieder den Faden, manchmal eben auch den blauen. Aus dem wird nie ein Universalgelehrter.

Derweil sucht der Wahlleiter von Hannover den roten Wahl-Faden. In einer "Zwischennachricht" teilt er mir heute mit: "Wir haben Ihre Anforderung der Unterlagen für die Oberbürgermeisterwahl erhalten. Zu dem Zeitpunkt war allerdings lediglich das Datum, wie in Ihrem Schreiben genannt, der Bundestagswahl benannt. Das Datum der Oberbürgermeisterwahl stand noch nicht fest.

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat aber nunmehr in seiner Sitzung vom 21. 3. 2013 beschlossen, dass der Tag der Oberbürgermeisterwahl am Tag der Bundestagswahl, dem 22. September 2013 stattfinden soll. Wir sind allerdings noch in der Bearbeitung und rechtlicher Abstimmung der notwendigen Anlagen der Niedersächsischen Kommunalwahlordnung (NKW0). Sobald diese fertig sind werden wir Ihnen die entsprechenden Unterlagen zukommen lassen."

Kommt Tag, kommt Rat. Trotz aller Fehler in dieser "Zwischennachricht"...

Freitag, 1. März 2013

Sag mir...

...wo die Unterlagen sind

Als parteiloser Oberbürgermeisterkandidat muss ich Unterstützerunterschriften sammeln. So soll ich nachweisen, dass meine Kandidatur ernst gemeint ist. Da der Rat von Hannover 64 Sitze hat, gehe ich von 320 Unterschriften aus, die ich dem Wahlamt bis sechs Wochen vor dem Wahltermin vorgelegt haben muss.

Als mit dem 22. September 2013 der Wahltermin feststand, freute sich der SPD-Freizeitdichter Stefan "Rosamunde" Schostok ein Loch in den Bauch und bezog sogleich ein Büro, das er inzwischen auch gefunden haben dürfte. Wie er sich bei der Suche verlaufen hat, erfahren wir wahrscheinlich nächste Woche aus einem Gedicht von ihm. Der Titel "So weit die Füße tragen" ist allerdings schon vergeben.

Ich dagegen habe kein Büro gesucht. Ich bat das Wahlamt um Zusendung der erforderlichen Listen. Darauf bekam ich bis heute keine Antwort. Für die Unterschriftensammlung ist jedoch jeder Tag so wichtig, wie das, was Stefan "Rosamunde" Schostok auf seinen Internetseiten verbreitet. Also sehr.