Montag, 12. August 2013

Rosamunde mannshoch

Das ist wirklich merkwürdig

Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin ist über ihre Plakate immer noch nicht weggekommen. Auch in ihrer jüngsten Dichtung wird sie von ihnen beschäftigt: "Drei Motive meiner Großflächenplakate stehen derzeit an den Straßenrändern. Zugegeben: Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn ich daran vorbeigehe oder –fahre und mich mannshoch auf den Fotos sehe." Das wäre sicherlich für jede Frau ein seltsames Gefühl. Aber: Im Duden sucht man das Wort fraushoch vergeblich. Fällig wäre also: Eine Protestnote an die Gleichstellungsbeauftragte.

Rosamunde Schostok findet ihre fraushohen Plakate jedoch nicht nur merkwürdig, sie findet sie auch nicht schlecht, eher gut, eigentlich ganz prächtig - und was gefällt ihr an ihren Plakaten am Besten? Ihre ebenso schlichte wie einleuchtende Antwort: "Sie kommen gut an." Aber bei wem? Dazu schreibt Rosamunde Schostok, dass "Sie Ihnen gefallen".  Mit "Sie" meint die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin wahrscheinlich alle, die nicht mit einem merkwürdigen Gefühl an den fraushohen Plakaten vorbeigehen oder vorbeifahren. Und was meint sie mit "Ihnen"? Da hat sie ihnen wohl vertippt. Deshalb ihre Dichtung im Zusammenhang: "Was mir am Besten daran gefällt? Sie kommen gut an. Vielen Dank für die vielen erfreulichen Rückmeldungen! Mich freut, dass Sie Ihnen gefallen."

Wir uns gefallen also unsere Rückmeldungen, die mannshoch an den Straßenrändern stehen? Das Beste und das Zweitbeste an Rosamunde Schostoks Dichtung ist: Man muss sie nicht immer verstehen - aber man darf sie stets gut finden.  

1 Kommentar:

  1. als rückmeldung kann ich nur sagen, rosamunde sieht wirklich gut aus...

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