Dienstag, 6. August 2013

Die Kaltbüglerin

Rosamunde Schostok lüftet ein kleines Geheimnis

Hannover ist enttäuscht - die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok ebenfalls. Die es eigenem Weggucken zufolge merkwürdig findet, sich auf Plakaten selbst zu sehen. Schreibt sie bei Facebook. Doch in ihrer Kolumne von gestern schreibt sie etwas anderes: "Schade, dass ich mich im Wahlkampf auf sechs Großflächenplakate und damit sechs Kernthesen zur Zukunft der Stadt beschränken muss."

Als große Dichterin wäre Rosamunde Schostok keinesfalls um weitere "Kernthesen" verlegen gewesen. Jeder Verleger hätte sicherlich auch diese Sprüche verlegt: "Mein Hannover. Nicht nur im Sommer ein Hoch-Genuss." Oder "Mein Hannover. Seenswert!" Den zweiten Spruch will die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin als "Anspielung auf das wirklich tolle Maschseefest" verstanden wissen. Und den Hoch-Genuss nicht nur im Sommer? Könnte eine Anspielung auf das Steintor-Viertel sein, in dem sogar ein Polizeipräsident sein persönliches Hoch erlebt haben soll. Aber vielleicht hätten wir diese große Dichterin dann missverstanden.

Woher eigentlich nimmt Rosamunde Schostok ihre vielen Ideen? Die Antwort ist ebenso einfach wie verblüffend: von der "Kehrseite des heißen Sommers in der City". Die erlebt sie jeden Morgen um sechs Uhr nach der Kernseife und vor dem Hemden bügeln. Aufgestanden ist die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin dann natürlich auch schon. Die hält nichts im Bett. Sie ist ledig - und den Roman "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung" kann sie nicht geschrieben haben.

Jedenfalls kennen wir nun das "kleine Geheimnis" von Rosamunde Schostok: "Die Ideen kommen mir oft morgens kurz nach sechs Uhr." Darauf dürfen sich auch schon alle im Rathaus freuen. Die SPD-Oberbürgermeisterin wird ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich um 6 Uhr zusammentrommeln, denn ab 7 Uhr hat sie fast keine Ideen mehr. Aber immer das Bügeleisen dabei?






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen