Dienstag, 21. Mai 2013

Mein Name ist Bond

Geheimdienst nimmt Rosamunde Schostok den Pass weg

Diese Woche rührt uns Rosamunde Schostok mit einem Geständnis zu Tränen. Das lautet: Manchmal übertreibt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin ein wenig. Schreibt sie, bevor sie sich umstellt. Doch Rosamunde Schostok stellt sich nicht nur hin und wieder um, sondern auch sich selbst, um ihre Stärken und Schwächen zu finden. Das dauert, schreibt sie. Und zwar deshalb: "Vorstellungsgespräche habe ich für meine früheren beruflichen Tätigkeiten häufig gemacht. Einmal hat es mit der Zusage nicht geklappt, danach ist es immer gelungen. In diesen Vorstellungsrunden macht man viele Erfahrungen. Die Vorbereitung nimmt viel Zeit in Anspruch. Man muss sich mit sich selbst befassen und über seine Stärken und Schwächen nachdenken, sich seiner Fähigkeiten bewusst werden und sie präsentieren."

Beispielsweise bei Facebook. Dort ist Rosamunde Schostok seit 2008. Dann war sie plötzlich weg. Schon stand die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin unter Schock. Das kam so: "Eher sehr ausgewählt durch den Sucher einer Handykamera nehme ich auf, was mich fasziniert oder berührt, dann lade ich das Bild hoch und beschreibe knapp, was ich sehe und bemerkenswert finde. Das Foto auf Facebook und der kleine Kommentar sollen anderen ein Fenster öffnen, so dachte ich mir das. Facebook hat dann die normale Seite zu einer richtigen „Chronik“ weiterentwickelt, in der man Lebensstationen nachtragen kann. Diese Umstellung war noch einfach, keine Daten gingen verloren. Die Umstellung jetzt aber von einer „Chronik“ auf eine „Seite“ hat mich um so mehr beschäftigt. Alte Einträge meines „Tagesbuches“ von 2008 bis 2013 kann ich zwar auf meinem Computer sichern, aber nach der Umstellung tauchen sie nicht mehr automatisch auf der „Fan-Seite“ auf. Das war vielleicht ein komisches Gefühl!"

Von dem Rosamunde Schostok leider kein Foto gemacht hat, sondern aus diesem große Dichtkunst: "Mir kam es spontan so vor, als sei meine Biografie gelöscht. So wie man es manchmal in Geheimdienstfilmen sieht, in denen einem Menschen nicht nur sein Pass, sondern sogar seine Identität genommen wird."

Nun jagte Rosamunde Schostok nicht etwa Dr. No, sondern gab sich Chance zwo. Sie lud einige Fotos erneut hoch. Auf diese Idee ist sie ganz allein gekommen. Inzwischen bekam Rosamunde Schostok auch ihren Pass wieder, wie jede Hannoveranerin und jeder Hannoveraner, der nicht seine Identität bei Facebook verloren hat, sondern seinen Arbeitsplatz, ganz schnell wieder einen Job findet.

Auch Rosamunde Schostok sucht einen: "Seit mehr als einem Jahr bewerbe ich mich bei Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, in vielen Einzelvorstellungsgesprächen, um ihre Stimme für mich bei der Wahl des neuen Oberbürgermeisters. Im Grunde geht es darum, meine zukünftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (und das sind alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner) zu überzeugen und von ihnen angestellt oder eingestellt zu werden."

Also, nicht beim Arbeitsamt an-, sondern Rosamunde Schostok einstellen, ist das Gebot irgendeiner Stunde, die irgendwann kommen wird...

Wie Stefan Schostok zu ihrem Namen gekommen ist





Kommentare:

  1. die tränen rollen, die arme rosamunde :-(

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    1. weil rosamunde probleme mit facebook hat, will sie ob werden? die kann doch twittern :-)

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    2. die spd sollte rückrufaktionen für steinbrück und schostok starten. aber schnell...

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