Sonntag, 12. Mai 2013

CDU-Kandidat

Tritt ohne die CDU an

Der Name muss raus, denn mit der CDU ist keine Stadt zu machen. Deshalb sollen für Matthias Waldraff parteilose Plakate geklebt werden. Dazu sagt CDU-Parteichef Dirk Toepffer in einem Gespräch mit der "Neuen Presse Hannover": "Die Stärke von Herrn Waldraff ist die Überparteilichkeit. Das wollen die Leute in Hannover." Hätte man testen können. Doch als parteiloser Kandidat hätte Matthias Waldraff erst einmal 320 Unterstützerunterschriften sammeln müssen. So viele Mandanten hat er als Anwalt vielleicht nicht. Deshalb ist er wohl im Januar 2013 in die CDU eingetreten. Was auf den Plakaten verschwiegen werden soll.

Dirk Toepffer glaubt nicht, dass die Wählerinnen und Wähler verwirrt werden, wenn die CDU weggelassen wird. Damit könnte er Recht haben. Denn einen Oberbürgermeisterkandidaten der CDU haben die Hannoveranerinnen und Hannoveraner noch nie ins Rathaus gelassen. Damit sich das ändert, darf man die Wählerinnen und Wähler nicht verwirren, man muss sie täuschen - jedenfalls bis zum Wahltag. Denn auf den Stimmzetteln darf die CDU hinter Matthias Waldraff keinesfalls fehlen. Das böse Erwachen könnte also bis zur Stimmenauszählung dauern - wie immer für die CDU.

Ein anderer Matthias hat vor 2000 Jahren Karriere gemacht, weil er diese Anforderungen erfüllte:
 
"Das muss einer von den Männern sein, die mit uns (den anderen Zwölfen) gewesen sind in all der Zeit, in der der Herr Jesus bei uns ein- und ausging, und zwar von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, an dem er aufgenommen wurde. Mit uns soll er zum Zeugen seiner Auferstehung werden. (Apg 1,21-22)"
 
So christlich ist die CDU noch nie gewesen. Deshalb sollte sie auf den Plakaten für ihren Oberbürgermeister-Kandidaten auch "Matthias" weglassen. Ein Foto und Waldraff sollte reichen für die Bankrotterklärung, dass die CDU nicht einmal gegen die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok einen Stich bekäme - wenn sie den nicht schon hätte...

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