Montag, 6. Mai 2013

Auf die Beine gebracht

Was man sonst auf die Beine stellt

Hat Rosamunde Schostok vorige Woche gejubelt! Teilnehmerrekorde brachten sie fast um ihre flüssige Schreibweise, weil Hannover "bei fast sommerlichen Temperaturen" Unglaubliches auf die "Beine gebracht" hat, was man früher auf die Beine stellte. Gut 25 000 Menschen brachten - berichtet Rosamunde Schostok - ihre Beine zur DGB-Kundgebung und Feier am 1. Mai mit. Dann wurden 47 000 Fans von ihren Beinen zum "(zugegeben enttäuschenden) Spiel der 96-Elf gegen Mainz" gebracht, wobei Rosamunde Schostok den Platzverweis von Schulz in der 65. Minute übersah, weil sie gedanklich wohl schon bei Pink war, die 11 000 auf die Beine brachte, obwohl sie am Sonntag nicht zu den 15 912 Läuferinnen und Läufern gehörte, die der Hannover-Marathon auf die Beine brachte, während 180 000 die Straßen mit ihren Beinen säumten.

Doch damit ist noch nicht genug auf die Beine gebracht, meint Rosamunde Schostok: "Bestimmt sind die Hannoveranerinnen und Hannoveraner auch am Donnerstag fähig, beim Himmelfahrts-Jazz vor dem Rathaus neue Teilnehmer-Rekorde aufzustellen." Bestimmt sind die Hannoveranerinnen und Hannoveraner Himmelfahrt dazu fähig. Nötigenfalls auf Kommando...

Keinen neuen Teilnehmerrekord, sondern einen Wutanfall-Rekord hat dagegen gerade ein anonymer Kommentator aufgestellt: "Womit kann man den Sozialdienst, der ja unter anderem die Hunde von Rentnerinnen tötet (Bild berichtete über Susi), die Verwandten von Pflegefällen ausklaut und stattdessen Türken wichtiger findet, abwählen und ebenfalls die Untertunnelung der Linie 10 und die Verbreiterung des Rudolf von Bennigsen Ufers? Das brauchen wir doch nicht!!! Nieder mit den Baustellen, über die Rentner fallen ohne daß die Stadt sie und die Verwandten entschädigt!!!"

Das ist keinesfalls schön geschrieben - und geht noch lange so weiter - woher aber kommt diese Wut, die dieser Kommentator Absatz für Absatz immer wütender werdend gegen die Falschen richtet?





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