Montag, 29. April 2013

Wenn Rosamunde Schostok

Die Vögel zwitschern hört und sich einen zwitschern will

"Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ausführlich auf eine neue Studie der University of Exeter eingehen. Britische Forscher haben untersucht, wie sich das Leben in der Nähe von Parks oder Wäldern auf das Wohlbefinden auswirkt. Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler: Bäume, Sträucher, Gras und Vogelgezwitscher, in der Luft liegt der Geruch von feuchtem Waldboden oder frisch gemähtem Gras. All das kann Menschen auf Dauer glücklicher machen als eine Hochzeit oder ein neuer Arbeitsplatz."

Beschäftigt sich Rosamunde Schostok an diesem Montag doch nicht mit feuchtem Waldboden, den man heiraten sollte, wenn man keine Arbeit hat und trotzdem glücklich darüber sein will, dass man in einem Park auf einer Bank einschläft. Denn dort hat man alles, was Rosamunde braucht: "Bäume, Sträucher, Gras und Vogelgezwitscher."

Sollte also Rosamunde Schostok Oberbürgermeisterin von Hannover werden, wird sie für alle das Glück pflanzen und Hannover in eine Park- und Waldlandschaft verwandeln. Fabriken weichen Bäumen, Häuser Sträuchern und Straßen feuchtem Waldboden. Geheiratet und gearbeitet wird nicht mehr. Denn auf Dauer nerven Eheleute und Arbeitsplätze, Vögel, die zwitschern, nerven nie.

Warum aber hat Rosamunde Schostok diesen Text nicht zu Ende geschrieben? Die Antwort rührt jede Leserin und jeden Leser: Weil in Hameln ein Landrat ermordet wurde, als sich Rosamunde Schostok gerade einen zwitschern wollte - und das schon in der Mittagszeit: "Es war am Ende eines heiteren Termins in der Ernst August Brauerei - das neue Bier für das Schützenfest wurde eingebraut - als mich ein Freund aus Hameln erreichte. Fassungslos berichtete er, Rüdiger Butte sei tot, der Landrat aus Hameln-Prymont. Erschossen."

Doch eine Dichterin wie diese erholt sich irgendwann auch wieder: "Umzuschalten nach diesem Geschehen und diesem Gottesdienst am Samstag und Sonntag ist mir schwer gefallen. Die vielen Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen an diesem Wochenende haben es mir dann etwas erleichtert. Im Nachbarschaftstreff Nord-Ost, der seinen sechsten Geburtstag feierte, sind die „Dance Kids“ aus dem Gorch-Fock-Ring in List Nord mit den „Tanzmäusen“ zusammen getroffen."

Das hätte Rosamunde Schostok - wahrscheinlich in der Eilenriede - gar trefflich formuliert, wenn nicht die Wörter "zusammen getroffen" wären. Denn es müsste wohl "zusammengestoßen" heißen...

1 Kommentar:

  1. der schostok schreibt ein merkwürdiges zeug zusammen...

    AntwortenLöschen