Dienstag, 2. April 2013

Warnung

Vor dem dritten Stock im hannoverschen Rathaus

Mein Auto parke ich auf einem Platz für die Bediensteten, ich steige die Rathaustreppe hinauf, der rechte Flügel ist defekt, der CDU-Oberbürgermeisterkandidat käme also nicht weiter, der linke Flügel schwingt auf, ich nehme die nächste Treppe, öffne die nächste Tür, wende mich nach rechts, der Lift. Der bringt mich in den dritten Stock. Dort soll das Wahlamt sein. Die Gänge sind schmal. Tür an Tür. Hin und wieder eine Treppe, die wieder nach unten führt.

Ich soll die Formulare für die Unterstützerunterschriften im Zimmer 336 A abholen. Irgendwann beginnen die 700er Zimmer. Ich bin also zu weit gelaufen. Ich kehre um. Das Zimmer 336 A finde ich nicht. Also klopfe ich an die Tür eines Zimmers, das sich wahrscheinlich in der Nähe befindet. Eine Frau sitzt an einem Computer. Hinter ihr unzählige Regale mit unzähligen Dokumenten. Ich zeige ihr das Schreiben des Wahlamtes. Sie schaut in einem Telefonverzeichnis nach. Beim Blättern fragt sie mich: "Sind Sie Herr Tjaden aus Burgdorf?" Ich staune. Diese Frau kennt mich also aus meiner Zeit als Lokalredakteur in Burgdorf bei Hannover. "Dort sind Sie eben immer noch sehr bekannt", sagt sie.

Sie begleitet mich zum Zimmer 336 A. Vorher müssen wir noch ein paar Stufen nehmen, neben der Tür gibt es eine Gegensprechanlage. Die Frau drückt auf einen Knopf: "Ich habe hier jemanden, der zu Ihnen will." Summen. Tür öffnen. Ein Mann kommt aus einem Glaskasten. Gibt mir die Hand. Im Zimmer 336 A bekomme ich die Formulare.

Der Rückweg beginnt. Doch den Lift finde ich nicht wieder. Ein Mann kommt mir entgegen. Ich frage ihn nach dem Weg. "Ein paar Meter zurück. Dort gibt es eine kleine Treppe mit einem schwarzen Handlauf. Dahinter ist der Lift", sagt er. Stimmt.

Das Formular für Unterstützerunterschriften



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