Freitag, 22. Februar 2013

Verein gegen Hannover


Streit ums Brückenhäuschen am Leineufer
4. Kammer verhandelt am kommenden Dienstag, 26. 2. 13, über Pläne zur Rekonstruktion des im 2. Weltkrieg zerstörten Brückenhäuschens neben dem Beginenturm in Hannovers Altstadt.
Der Kläger ist ein eingetragener Verein mit dem Ziel, durch geeignete Maßnahmen die städtebauliche Attraktivität der Landeshauptstadt Hannover zu steigern, insbesondere durch Bewahrung und Wiederaufbau von prägenden historischen Bauten sowie der Aufwertung von Stadträumen. Zu seinen Projekten gehört die Rekonstruktion des um 1800 an der Leine neben dem Beginenturm errichteten Brückenhäuschens, das auch als Scherenschleiferhäuschen bekannt war und im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Gebäude soll am ursprünglichen Standort Pferdestraße 8 b unmittelbar am Ufer der Leine im Bereich der nicht mehr vorhandenen Brücke vor der Pferdestraße errichtet werden.

Das im Eigentum der beklagten Landeshauptstadt stehende Grundstück liegt im Geltungsbereich des seit 1956 rechtsverbindlichen Durchführungsplanes Nr. 55 der Stadt, der es als nicht überbaubare Uferfläche der Leine ausweist. Der betroffene Bereich des Leineufers ist seit 1987 als Stadtlandschaftsraum Leibnizufer / Hohes Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft des Historischen Museums in der Liste der Kulturdenkmale der Beklagten verzeichnet.

Die Beklagte hat die vom Kläger beantragte Erteilung eines Bauvorbescheides für die geplante Rekonstruktion des Brückenhäuschens abgelehnt, weil sie den Festsetzungen des Durchführungsplanes Nr. 55 widerspreche und mit den hier geltenden Denkmalausweisungen nicht vereinbar sei.

Nach Auffassung des Klägers würde sich das nach vorhandenen Originalplänen zu rekonstruierende Brückenhäuschen einwandfrei in seine historische Umgebung (Beginenturm, Flussufermauer, Fassade des ehemaligen Zeughauses - heute Historisches Museum) einfügen. Mit einer Grundfläche von nur 17 m² sei es so klein, dass es den Stadtlandschaftsraum Leibnizufer / Hohes Ufer nicht beeinträchtigen könne.

Beginn: 13.00 Uhr in Saal 2, Verwaltungsgericht Hannover

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