Sonntag, 10. Februar 2013

Hahne-Schwachsinn

Niemand will Heilige in der Politik

"Verdiente und kantige Altvordere wie Willy Brandt oder Franz Josef Strauß wären vor lauter Shitstorms nie zum Regieren gekommen. Bei der aktuellen Hysterie müssten sie sich im Grab umdrehen!"

Schreibt heute Peter Hahne in der "Bild am Sonntag". Die Frage, die er stellt, lautet: "Wollen wir nur noch Heilige in der Politik?" Diese Frage ist so schwachsinnig wie sein Text über die gegenwärtige Sexismus- und Rassismus-Diskussion. Noch schwachsinniger ist Peter Hahnes Gleichsetzung von Willy Brandt und Franz Josef Strauß. Für mich ist Brandt ein verdienter "Altvorderer", Strauß aber nicht.

Selbstverständlich wollen wir keine Heiligen in der Politik. Das versteht sich schon mangels Masse von selbst. Sogar Jesus hat für sich selbst Bezeichnungen abgelehnt, mit denen er auf eine höhere Stufe gestellt werden sollte. Was wir nicht wollen, sind Heuchler. Wir wollen uns darauf verlassen können, dass Politik Gestaltung bedeutet, dass Behörden das Wort Willkür nicht einmal buchstabieren können, dass Richter Gesetze mit Leben erfüllen, dass Unternehmen alles unternehmen, damit es allen gut geht.

Ich verachte diese Blubberheinis, die so tun, als ob...Wenn ich der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" glauben darf, gehört dazu der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Regionsversammlung Hannover. Serdar Saris heißt dieser Mann, der im April 2010 die Step gGmbH in Hannover übernahm. Fast zwei Jahre später übernahm er auch die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die inzwischen negative Schlagzeilen gemacht hatte. In einer der Einrichtungen waren Familien systematisch zerstört worden, angelockt wurden sie mit der Behauptung einer familienorientierten Drogentherapie. Die Eltern, Mütter und Väter waren freiwillig dort, mit Hilfe von Jugendämtern wurden ihnen die Kinder weggenommen.

Darüber verliert Serdar Saris bis heute kein einziges Wort. Glaubt man jüngsten Erfahrungsberichten, dann ist sogar alles noch schlimmer geworden. Will man ihn darauf ansprechen, dann stellt er sich tot. Statt dessen steht er inzwischen alle paar Tage in der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" - und scheint nur ein Thema zu haben: Geld...

Für viele Grüne scheint mittlerweile der Spruch zu gelten, dass sie als Tiger gesprungen und als Bettvorleger (Mehrheitsbeschaffer) gelandet sind.

Mein Leserbrief an die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide"

Broschüre "Sticheleien am Sonntag - ehe Peter Hahne dreimal kräht"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen