Mittwoch, 20. Februar 2013

Erst Wahlkampf...

...dann Krankenhaus

In dieser Woche stellt Stefan Schostok in seiner viel beachteten wöchentlichen Kolumne (467 Leserinnen und Leser pro Monat) fest, dass der Wahlkampf um das Rathaus von Hannover noch nicht begonnen hat. Deshalb, schreibt der SPD-Kandidat weiter, stellt er sich am Freitag auf der Lister Meile an einen Wahlkampfstand. Anschließend will er in ein Krankenhaus. Damit dürfte für ihn der Wahlkampf beendet sein, bevor er begonnen hat.

Stephan Weil hat derweil seine Arbeit als niedersächsischer Ministerpräsident mit einer Regierungserklärung begonnen, während seine Frau noch an einer Rücktrittserklärung arbeitet. Denn alles ist irgendwie Arbeit. Sogar die Bildungspolitik, hat Weil erklärt. Die sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine Ministerin oder einen Minister für Bildung und Wirtschaft gibt es in seinem Kabinett aber trotzdem nicht. Die leben noch getrennt.

Trennt man bei diesen beiden Sozialdemokraten den Rede-Spreu vom Rede-Weizen, wundert man sich nicht mehr darüber, dass in diesem Jahr der Winter so lange dauert. Das zweitschlechteste Wahlergebnis wird als Riesenerfolg stock gefroren. Sogar die "Bild"-Zeitung bibbert. Nicht wegen Schostok oder Weil. Wegen der Streiks. "Lehrer streiken." "Erzieher streiken." So werde möglicherweise der Aufschwung abgewürgt.

Die Antwort kann also nur lauten: Leih-Lehrer und Leih-Erzieher einstellen, damit die Leih-Bildungspolitik ein wichtiger Leih-Wirtschaftsfaktor wird, dann kann sich Schostok auch eine Krankenschwester leihen, die ihn zuhause leih-pflegt, während Leih-Kinder weiter lei(h)den.

Den Fachkräftemangel scheint es tatsächlich zu geben. Bei der Springer-Presse, in der Staatskanzlei und an einem Wahlkampfstand auf der Lister Meile...

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