Montag, 21. Januar 2013

Muttersprache der CDU

Deutsch kann es nicht sein

Deutsch ist nicht die Muttersprache der CDU von Hannover. Das schließe ich aus den Pressemitteilungen, die von dieser Partei veröffentlicht werden. Doch das Intro ist auch nicht deutscher. Lesen Sie doch einmal selbst, was der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Seidel schreibt:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen bei der CDU Ratsfraktion Hannover. Ich freue mich, Sie auf unserer Internet Seite zu begrüßen. Wir möchten Ihnen auf den folgenden Seiten einen kleinen Überblick über unsere Arbeit im Rat der Landeshauptstadt Hannover geben. Sie finden hier aktuelle Themen, aber auch Informationen zur Ratsfraktion und unserer politischen Arbeit. Ebenso finden Sie Informationen zur Arbeit in den Stadtbezirksräten.

Im Mittelpunkt unserer politischen Arbeit stehen die Bürgerinnen und Bürger in Hannover, mit all ihren Sorgen, Nöten und Problemen. Gern wollen wir mit Ihnen in den Dialog eintreten. Sofern Sie Hinweise, Wünsche oder auch Kritik üben wollen, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Helfen Sie mit, Hannover ein klein wenig besser zu machen!"

Dass der Überblick, den die CDU hat, klein ist, will ich nicht bestreiten, aber ob der größer wird, wenn nur die Themen aktuell sind, die Informationen über die Ratsfraktion und deren Arbeit aber nicht, bestreite ich. Zudem wendet sich die CDU lediglich an Bürgerinnen und Bürger, die "Sorgen, Nöte (gibt es übrigens gar nicht, der Verf.) und Probleme" haben. Mit denen will Jens Seidel einen Dialog eintreten. Geübt werden sollen dafür erst einmal "Hinweise, Wünsche oder auch Kritik". Damit daraus Anregungen werden - und kleine Brötchen gebacken werden können.

Wie einst im Herbst. Vor vier Monaten hat die CDU von Hannover die niedersächsische Sozialministerin als Kandidatin bei der Oberbürgermeisterwahl ins Gespräch gebracht, das allerdings sehr einseitig war. Die Ministerin schwieg. Aygül Özkan ist eine Entdeckung von Christian Wulff, für die sich die Staatsanwaltschaft von Hannover bislang nicht interessiert hat. Warum sollte sie etwas daran ändern wollen? Als CDU-Kandidatin anzutreten, wäre Strafe genug, zu der sich niemand selbst verurteilt.

Ich glaube kaum, dass mir (und nun schreibe ich so, wie er das in seinen Pressemitteilungen macht) Jens Seidel wiedersprechen will, wenn ich behaupte, dass diese 41-jährige überall etwas besseres finden wird als einen politischen Schleudersitz in Hannover. Mit dem Parteibuch hat sie nicht einmal gegen einen Sozialpädagogen eine Chance...

Liebe Leserin, lieber Leser, halten Sie bitte die Pressemitteilungen der CDU von Ihren Kindern fern. Sonst brauchen die früher oder später Nachhilfeunterricht beim Studienkreis. Wer will den schon? Dann könnten Sie gleich die Lokalzeitung von Wilhelmshaven für Ihre Kinder abonnieren...


 

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