Montag, 9. Dezember 2013

Rosamunde besucht Schule

Mit ihrer Freundin Frauke

Heute ist Hannovers größte Dichterin Rosamunde Schostok nach langer, langer Zeit wieder einmal zur Schule gegangen. Da sie sich in Klassenzimmern nicht mehr so gut auskennt, wie das früher einmal der Fall gewesen ist, nahm sie ihre Freundin Frauke Heiligenstadt mit. Rosamunde verkleidete sich als Oberbürgermeisterin und Frauke als Kultusministerin. Was die beiden in der Südstadt-Schule erlebten, schrieb Rosamunde sogleich auf.

Erst einmal notierte sie, dass sie sogenannte Schausteller-Kinder kennengelernt habe. Was Schausteller-Eltern sind, ist Rosamunde zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin weiß sie inzwischen, dass Kinder solcher Eltern im Jahr bundesweit bis zu 40 Schulen besuchen. Wie oft die Eltern zur Schule gehen, will Rosamunde noch herausfinden. Gelernt hat sie während des Besuchs von ihrer Freundin Frauke aber bereits: „Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lebensumstände müssen sich diese Schülerinnen und Schüler immer wieder auf neue Lernumgebungen, Lehrkräfte, Klassenkameradinnen und -kameraden einstellen. Lernen findet für sie unter erschwerten Bedingungen statt. Daher brauchen sie unsere besondere Hilfe."

Das hat Frauke fein gesagt, fand Rosamunde und brachte zu Büttenpapier: „Hannover ist eine sehr attraktive Markt- und Feststadt. Wir ziehen mit unserem Schützenfest, dem Frühlings- und dem Oktoberfest und anderen Großveranstaltungen viele Schaustellerbetriebe an. Als Schulträger stehen wir in der Verantwortung, auch den Kindern, die mit einem häufigen Stadt- und Schulwechsel zurechtkommen müssen, gute Schulbedingungen und damit bestmögliche Bildungschancen zu bieten. Ich bin sehr froh, dass Frauke hier wertvolle Unterstützung leistet."

Dann gab Rosamunde ihrer Freundin Frauke noch einen Kuss und eilte zurück ins Rathaus. Dort erfuhr sie, dass Beamtinnen und Beamte gar nicht umziehen, sondern lediglich umgebettet werden.


Sonntag, 20. Oktober 2013

Aufgelesen

2010 hat mich mein Jagdterrier Mike Tjaden bei einer Radtour
von Rüsselsheim nach Stuttgart begleitet.
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Ein Hundeleben - so übel
Mike Tjaden berichtet schonungslos
Nichts für schwache Nerven

Region Hannover
Nachrichten und Bilderbogen
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Samstag, 19. Oktober 2013

Erst einmal Fotos

Rosamunde in der Kennenlern-Phase

Bevor Rosamunde Schostok das beeindruckende Wahlergebnis von 25 Prozent eingefahren hat, ist sie Tag für Tag durch Hannover gefahren und vorige Woche ist sie als Oberbürgermeisterin zum Rathaus gefahren. Dann fuhr ihr der Schreck in die Glieder. Alles hatte sie abgeklappert, nur im Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und im Rats-Gymnasium war sie nicht.

Da Rosamunde als Oberbürgermeisterin die Zeit für einen Besuch fehlte, schickte sie ein paar Arbeiter mit Fotoapparaten los. Die sollten im Bild festhalten, was Rosamunde noch nicht gesehen hatte. Die Arbeiter sahen auf dem Sportplatz der Schulen Schüler, die Fußball spielten. Diese Fußballer nahmen die Arbeiter auf. Anschließend bauten die Arbeiter einen Bauzaun auf. Dabei fiel ihnen auf, dass die Schüler im Weg waren. Die mussten also vertrieben werden. Das gelang den Arbeitern mit Drohungen und Einschüchterung. Dabei entstanden weitere tolle Fotos.

Die Aktion schien also ein toller Erfolg gewesen zu sein, bis sich Schüler und Eltern an die "Neue Presse" wendeten. Der Elternvertreter Thomas von Hodenberg sprach von einem "skandalösen und verabscheuungswürdigen" Verhalten, im Rathaus sei "jedes Gefühl für Anstand" verloren gegangen. Auch die Schülersprecherin Nicola Sagurski protestierte.

Das hat Rosamunde Schostok so sehr irritiert, dass sie bislang keine Stellung genommen hat. In ihrer Stellung muss man schließlich vorsichtig sein. Sie darf weder die Schüler noch die Eltern verprellen, die Arbeiter aber auch nicht. Heute will Rosamunde Bagger zu den Schulen schicken. Möglicherweise können die alles verbuddeln, was doch kein Erfolg gewesen ist. Aus den Ruinen des ersten Misserfolgs in der sicherlich fortan großartigen Amtszeit der großen Dichterin Rosamunde Schostok soll auf dem Gelände der beiden Gymnasien ein Behelfs-Kindergarten entstehen. Gelingt auch das nicht, muss sich Rosamunde irgendwie anders behelfen...Gutes Gelingen!




Samstag, 12. Oktober 2013

Wahl angefochten

Parteiloser Kandidat nimmt zwei Zeugen mit

Rosamunde Schostok hat sie sich gestern umlegen lassen: die Amtskette der Oberbürgermeisterin. Dabei ist sie offiziell eingeführt worden. Dann hat sie noch ein paar Gespräche geführt. Die niedersächsische Landeshauptstadt führt sie ab nächster Woche. Ob sie darüber - wie über den Wahlkampf - Tagebuch führt, wird sie rechtzeitig bekanntgeben.

Etwas anderes hat noch niemand bekanntgegeben: Die Wahl ist angefochten worden. Der parteilose Oberbürgermeisterkandidat Carsten Schulz nahm am Donnerstag zwei Zeugen mit, als er seinen Einspruch in den Briefkasten des Rathauses steckte. Seine Klagegründe: Verletzung des Datenschutzes, weil parteilose Kandidaten Unterschriften mit Namen und Adressen der Unterstützer sammeln müssen, und Missachtung des Gleichheitsgrundsatzes, weil es für die Kandidaten der Parteien keine Hürden gibt.

Die Vorgeschichte


Dienstag, 8. Oktober 2013

Eilantrag abgelehnt

Verwaltungsgericht sieht keine Hindernisse für Flüchtlingsheim in Bothfeld

Die Antragstellerin ist Wohnungseigentümerin in einer Wohnanlage am Eichenweg in Hannover-Bothfeld. Ihr Grundstück befindet sich im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, der eine im Osten des Plangebietes gelegene ca. 7.200 m² große Fläche als „Öffentliche Spielfläche" festsetzt. Auf einem Baugrundstück, das etwa ein Drittel dieser Fläche ausmacht, erteilte die Landeshauptstadt Hannover (LHH) der Betreiberin eine Baugenehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Flüchtlingsunterkunft für zehn Jahre. Dabei erteilte sie zugleich eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans.
Gegen die Baugenehmigung und die Befreiung wendet sich die Antragstellerin. Der Gebietserhaltungsanspruch werde verletzt. Sie habe einen Abwehranspruch dagegen, dass die im Bebauungsplan als „Öffentliche Spielfläche" festgesetzte Fläche für eine Flüchtlingsunterkunft genutzt werde. Außerdem gehe von einer entlang der BAB 2 verlaufenden Gasfernleitung ein Gefahrenpotenzial aus. Komme es zu einem Schadensereignis, müsse sie befürchten, dass herumfliegende Gebäudeteile der Flüchtlingsunterkunft sie selbst verletzten oder das von ihr bewohnte Gebäude beschädigten.

Dieser Argumentation ist das Gericht nicht gefolgt: Die Baugenehmigung verletze die Antragstellerin nicht in ihren Rechten. Die Festsetzung „Öffentliche Spielfläche" vermittle der Antragstellerin keinen vom Störungsgrad der angegriffenen Nutzung unabhängigen, allgemeinen Gebietserhaltungsanspruch. „Drittschützend" sei eine solche Festsetzung nur dann, wenn sich aus der Begründung des Bebauungsplans ergebe, dass allen Eigentümern der im Wohngebiet gelegenen Grundstücke das Recht eingeräumt werden sollte, unabhängig vom Grad ihrer Betroffenheit die Einhaltung der für das benachbarte Gebiet der öffentlichen Spielfläche getroffenen Festsetzungen einzufordern. Dies aber lasse sich der Planbegründung nicht entnehmen.

Abgesehen davon bleibe auch nach Verwirklichung des Bauvorhabens noch genügend Platz, um den durch das Wohngebiet verursachten Bedarf an Spielfläche (660 m²) abzudecken. Die erteilte Befreiung verletze auch nicht das sog. Rücksichtsnahmegebot. Die mit dem Vorhaben verbundenen Auswirkungen auf das von der Antragstellerin bewohnte Grundstück seien nicht rücksichtslos.

Das Vorhaben halte auch genügend Abstand zu der Gasfernleitung ein. Der Bebauungsplan setze hier einen Schutzstreifen fest, der eingehalten werden. Eine darüber hinausgehenden Schutzanspruch habe die Antragstellerin nicht. Soweit sie einen Sicherheitsabstand von 350 m reklamiere, sei ergänzend darauf hinzuweisen, dass auch das von ihr bewohnte Gebäude (mit ca. 120 m) einen solchen Abstand nicht einhalte.

Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.

Montag, 7. Oktober 2013

Genau darum

Rosamunde lächelt

"Schostok ist eine Frau des Gesprächs und des Ausgleichs, keine der konfrontativen Entscheidung. Aber manchmal geht es im Rathaus genau darum." Genau darum hat die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" heute ein Portrait der Neuen veröffentlicht, die noch gar nicht gemerkt hat, dass sie gewählt worden ist. Auf ihren Internet-Seiten bittet Rosamunde Schostok weiter um eine hohe Beteiligung an der Stichwahl. Die Meldung, dass sie es geschafft hat, wäre ihr wohl zu konfrontativ.

Es ist, wie es ist, sagt Hannover. Hannover 96 wird sich weiter auswärts die Beine brechen, die Hannover-Connection wird weiter connectieren, Rosamunde wird rosamunden.

Hannover ist bei den Stichwahlen weg gewesen. Die Wählerinnen und Wähler hätte man auch zu Fuß abklappern können.  Hochrechnungen hat es nicht gegeben. Wären auch Tiefrechnungen gewesen. Wahlbeteiligung 38,2 Prozent - und Rosamunde lächelt...

Sonntag, 6. Oktober 2013

Die Prognose

Mit großem Jubel ist Rosamunde im Rathaus
empfangen worden.














Rosamunde Schostok gewinnt die Stichwahl

Kurz vor Schließung der Wahllokale hat Bündnis 13/Die Kühnen eine Prognose veröffentlicht. Bei einer Wahlbeteiligung um die 40 Prozent gewinnt demnach die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok die Stichwahl.

Mehr hier

Mitteilung des Wahlleiters um 18.18 Uhr

Bei der OB-Stichwahl in Hannover liegt nach Auszählung der Hälfte der 462 Stimmbezirke die Kandidatin der SPD, Rosamunde Schostok, mit rund 69 Prozent vorn. CDU-Kandidat Matthias Waldraff kommt bisher auf 31 Prozent der Stimmen. Wer von beiden als neuer Oberbürgermeister ins Rathaus von Hannover einzieht, dürfte voraussichtlich bis 20 Uhr feststehen.

Mitteilung des Wahlleiters um 18.56 Uhr

Die Sozialdemokratin Rosamunde Schostok wird neue Oberbürgermeisterin von Hannover. Bei der Stichwahl um das Amt des Stadtoberhauptes der niedersächsischen Landeshauptstadt lag Schostok nach Auszählung von 400 der 462 Stimmbezirke mit sicherem Vorsprung vor ihrem Gegenkandidaten Matthias Waldraff (CDU). Schostok wurde mit großem Jubel von ihren Anhängern in der Rathaushalle begrüßt. Nach dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Schostok bereits deutlich vor Waldraff gelegen und mit 48,9 Prozent nur knapp die absolute Mehrheit verfehlt. Die 49-Jährige wird nach Herbert Schmalstieg und Stephan Weil (beide SPD) der dritte direkt gewählte Oberbürgermeister Hannovers.


Mitteilung des Wahlleiters um 19.38 Uhr

Nach der Auszählung von 438 von 462 Stimmenbezirken liegt Rosamunde Schostok mit 67,2 Prozent der Stimmen vorn, Matthias Waldraff kommt auf 32,8 Prozent.

Das vorläufige amtliche Endergebnis um 20.28 Uhr

Rosamunde Schostok 66,3 Prozent
Matthias Waldraff 33.7 Prozent
Wahlbeteiligung: 38,2 Prozent

Der Kommentar: Wer HAZ geschrieben?

Der Kommentar

Aber wer HAZ geschrieben?

Nichts ist vergleichbar mit Rosamunde, denn Programm war gestern. Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin überzeugte mit großer Dichtung. Jede Woche schrieb sie sich die Stiefmütterchen von der Seele, weil sie nicht stiefmütterlich behandelt werden wollte. Nun ist sie die Orchidee der Sozialdemokratie. Das ist auch gut für die niedersächsische Landeshauptstadt. Besonders gut tut Rosamunde allen, die mit dieser Stadt schon immer gemacht haben, was sie wollten.

Wir werden ihren Weg wohlwollend begleiten. Mag Rosamunde auch straucheln, dass sie unter die Strauchdiebe fällt, werden wir nicht dulden. Einigkeit macht stark - und 24,9 Prozent Beteiligung der SPD an den hannoverschen Printmedien kann auch zukünftig nur bedeuten, dass alle, die nicht für Rosamunde sind Leine ziehen müssen.


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Rosamunde rennt

Demokratie kostet 219 Euro

Rosamunde rennt und dichtet weiter. Diese Woche das Wort "Zu-stimm-ung". Zu ist bekanntlich das Gegenteil von offen und gilt für den Wahlausgang. Aus Stimm kann man viele zur Oberbürgermeister-Wahl passende Wörter bilden. Stimmzettel, Stimmrecht, Stimmvieh...Mit ung enden Begriffe wie Erwählung (von Rosamunde Schostok), Verstimmung (für den Gegenkandidaten)...

Eine mögliche Verstimmung lässt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin weder rasten und auch nicht ruhen. In Tiefschlaf fällt diese große Dichterin erst, wenn sie im Rathaus ist. Bis dahin hastet Rosamunde Schostok durch Hannover, immer die Frage auf den Lippen "Hasten schon gewählt?" "Auf die Briefwahl weise ich jetzt sogar spätabends und nachts in den Fußgängerzonen hin", berichtet sie und distanziert sich von Ungläubigen: "Sie glauben gar nicht..." Was wir nicht glauben, ist: "...wie viele Menschen dann gut gelaunt unterwegs sind - ins Opernhaus, GOP, Kino oder sogar zum Nachtsport!" Für den besonders das Steintorviertel bekannt ist. Man glaubt gar nicht, wie viel Nachtsport dort getrieben wird.

Allerdings glaubt man auch nicht, wie teuer die Demokratie inzwischen geworden ist. Heute bekam ich vom Verwaltungsgericht in Hannover eine Kostenrechnung über 219 Euro, weil ich eine einstweilige Verfügung wegen der Benachteiligung parteiloser Kandidaten beantragt habe. Benachteiligung ist ein Wort mit ung wie Erinnerung, die ich nun einlegen kann. Die hat jedoch keine Wirkung: "Die Erinnerung entbindet nicht von der Zahlungspflicht." Rosamunde Schostok hätte bestimmt das Wort Zahlungsverpflichtung gewählt...

Montag, 23. September 2013

In aller Rosamunde

Stephan Weil verhindert fürs Erste Einzug von Rosamunde Schostok ins Rathaus von Hannover

Es ist in aller Rosamunde: Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin bekam im ersten Wahlgang über 132 000 Stimmen. Das waren 48,9 Prozent. Ob Stephan Weil als ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover und als aktueller niedersächsischer Ministerpräsident da noch was machen kann, ist fraglich. Der führte zwar die Stichwahl wieder ein und zwang so Rosamunde Schostok in den zweiten Wahlgang, aber die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin nimmt den nächsten Plakat-Anlauf.

In Nullkommanix wird sie den CDU-Kandidaten wegkleben. Kündigt sie in ihrer jüngsten Kolumne an, die ein wenig holprig beginnt: "Viele, die sonst nur zur Bundestagswahl gehen, haben sich auch bei dieser Direktwahl ihres OB entschieden, zu wählen. Dies bei der bevorstehenden Stichwahl erneut hinzubekommen, wäre schön. Viele sagen, dass es unwahrscheinlich sei." Doch nichts ist für Rosamunde Schostok unmöglich, so lange die Medien aus dem Madsack-Konzern zu ihr halten, weil sie zu 24,9 Prozent der SPD gehören. Klingt bei der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin so: "Der Unterstützung meiner SPD für eine hohe Wahlbeteiligung bin ich mir sicher. Auch die Medien haben heute schon intensiv darauf hingewiesen und werden es weiter tun."

Das ist sicher richtig. Richtig ist auch, dass sich Rosamunde Schostok seit heute auf die Lauer legt. Sie will so lange vor den Plakaten liegen, die wegen der Bundestagswahl in Hannover rumgehangen haben, bis sie "abgebaut" worden sind und schon klebt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin zu: "Ich werde...neue Plakate auf den Großflächen in der Stadt anbringen."








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Samstag, 21. September 2013

Beck´s Bier...

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...löscht auch Rosamundes Durst

1955 wäre Rosamunde Schostok noch durstig geblieben. Damals lautete der Werbespruch "Beck´s Bier löscht Männerdurst". Das ist ein Spruch, an dem sich auch heute noch Diskussionen entzünden. Erzürnen muss sich die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin aber nicht mehr, denn rund 20 Jahre später hat eine Hannoveranerin einen Sinneswandel herbeigeführt. Sie schrieb an das Unternehmen und schlug als neues Motto "Beck´s Bier löscht Kennerdurst" vor. Das war also weit vor der Kandidatur von Rosamunde Schostok, die heute in der "Neuen Presse" von Hannover ihre Wünsche auf einen Bierdeckel schreibt.

Das hat sie wirklich schön gemacht, sogar ein paar Sehenswürdigkeiten von Hannover hat sie zu Deckel gebracht, die sie mit "Bravo!", "sehr gut", "finde ich gut" und "prima" versieht. Aber versehen hat sie sich auch. Sie hat sich als männlichen Blondschopf gezeichnet, der einen Pullover mit V-Ausschnitt trägt und die Hände in den nicht gezeichneten Taschen vergräbt.

Damit verrät die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin eine Scheu, die ihr sonst gar nicht zu eigen ist. Sie muss gar nicht mehr behaupten, ein Mann zu sein, wenn sie in einer Kneipe ein Beck´s zischen möchte. Sie kann dem Wirt getrost entgegenzischen: "Auch Frauen dürfen heutzutage Bier trinken. Geben Sie mir sofort eins."



Dienstag, 17. September 2013

Rosamunde durcheinander

Wo sind Rasierschaum und Sprühsahne?

In den letzten Tagen vor der Oberbürgermeisterwahl ist Rosamunde Schostok völlig durcheinander. Jeden Morgen findet die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin den Rasierschaum für ihren flauschigen Damenbart im Kühlschrank und jeden Nachmittag die Sprühsahne für lecker Pflaumenkuchen im Badezimmer. Durcheinander bekommen hat sie auch Wahlwerbung per Spot auf Radio 21 und als Video auf Youtube.

Während Radio 21 "den großen Wechsel" plant, den Rosamunde Schostok gar nicht will, stellt sie sich den Radiohörerinnen und Radiohörern in einem Kurzbeitrag so vor: "Hallo, ich heiße Rosamunde Schostok", obwohl sie weder im Lotto gewonnen hat noch mit ihrer Tochter eine Boutique in Wuppertal gründen will, dann lädt sie diesen Wortbeitrag im Videokanal hoch und fragt auf ihren Internet-Seiten: "Wie gefällt euch das?" Diese Frage hat bisher noch niemand beantworten können, weil sich niemand auf Youtube Radiospots anschaut.

Wenn wir uns nun auch noch ihre schriftstellerischen Leistungen anschauen, sind auch wir völlig durcheinander. Rosamunde Schostok schreibt: "Erstmals wird die Bundestagswahl ganz entschieden von den Älteren bestimmt." Selbstverständlich mag niemand von uns halbherzige Entscheidungen, wir sind also ganz entschieden dagegen. Aber das hat Rosamunde Schostok bestimmt nicht gemeint. Sie meint vielmehr, dass die Oberbürgermeisterwahl in Hannover nicht von den Älteren ganz entschieden wird - und das weiß sie bestimmt. Deshalb wird Rosamunde Schostok ganz anders als ein "Mitbewerber", der "vollmundig mehr Sauberkeit an Schulen" verspricht. Was dieser "Mitbewerber" verspricht, versteht "sich von selbst", schreibt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin.

Verstanden? Das Wir entscheidet, während Rosamunde Schostok in Wuppertal ihren Rasierschaum sucht...

Samstag, 14. September 2013

Alles Gefühlssache

Rosamunde Schostok bekommt 80 Prozent der Stimmen

Unser Gehirn lässt uns keine Wahl. Sagt Katja Naie, Projektleiterin von www.dasgehirn.info, in einem Interview mit der "Neuen Presse" Hannover. Wir sehen einen Kandidaten, entscheiden uns für ihn und suchen erst anschließend Gründe für unsere Entscheidung. Ist wie bei der Partnerwahl. Bei der entschließen wir uns auch erst anschließend, dass wir die Schwiegermutter nicht mögen.

80 Prozent haben bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover schon ihr Kreuz gemacht. Das wissen sie zwar noch nicht, ist aber gut für Rosamunde Schostok. Das liegt an der Optik der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin. Dazu Katja Naie: "Es gibt tatsächlich Studien, in denen der Schönheitsfaktor von Politikern in Zusammenhang mit ihrem beruflichen Erfolg untersucht wurde." Rosamunde Schostok ist sicherlich die Schönste in der Stadt, deswegen sind ihr die 80 Prozent schon sicher.

Aber ist das wirklich so sicher? Ist Merkel etwa schöner als Steinbrück oder gar auch noch als Sahra Wagenknecht? Außerdem behauptet Katja Naie, dass Konservative besser aussehen als Fortschrittliche. Begründung: "Schönheit (geht) mit einem guten Einkommen und einem gewissen sozialen Status einher." Wer viel verdiene, verrate die Ideale seiner Jugend und werde ein Rechter. Forscher nennten das den "rechten Look". Müsste dann nicht der NPD-Vorsitzende bildhübsch sein?

Außerdem ist Rosamunde Schostok nicht konservativ. Die steht weit links. Dort sitzt sie meistens auch. Zum Beispiel bei einer Podiumsdiskussion der Gewerkschaft Verdi. Schnell ist sie auch noch. Hat sie schon bei ihrer Kandidatur bewiesen. Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin war die Erste, die ins Rathaus wollte. Und das wollte unser Gehirn gar nicht?

Offenbar steckt die Hirnforschung noch in den Kinderschuhen, aus denen der CDU-Kandidat Matthias Waldraff mit unter 20 Prozent der Stimmen nicht herauskommen wird. Die Gehirne von "Neue Presse"-Redakteuren können übrigens nicht erforscht werden. Die sind in der Redaktion nicht vorhanden. Sonst hätte jemand merken müssen, dass etwas mit dem Kommentar von Claus Lingenauber auf Seite 1 nicht stimmt. Der schreibt zur Bundestagswahl: "Alles scheint wieder offen." Offen ist die Bundestagswahl laut Umfragen aber schon seit Monaten.

Mittwoch, 11. September 2013

Einstweilige Verfügung (IV)

Es bleibt bei vier Kandidaten

Nach der Wahl des Oberbürgermeisters von Hannover ist vor der Wahlanfechtung. Derzeit könne die Entscheidung des Wahlausschusses, der vier Kandidaten zugelassen hat, nicht korrigiert werden. Das hat das Verwaltungsgericht von Hannover entschieden. Der schriftliche Beschluss hat neun Seiten(1 B 6251/13).

Die Kernaussage des Beschlusses lautet: Die Frist für eine Zulassung ist abgelaufen. Selbst wenn ich Recht habe, darf ich nicht mehr antreten. Die Wählerinnen und Wähler müssen spätestens am 30. Tag vor der Wahl wissen, wie die Kandidaten heißen. Sonst ist eine ordnungsgemäße Wahl nicht mehr möglich. Die Wahl müsste möglicherweise wiederholt werden: "Der Antragsteller begehrt mithin eine einstweilige Anordnung, die zur Anfechtung der Wahl führen würde. Die Zulassung brächte ihm im Ergebnis keinen rechtlichen oder tatsächlichen Vorteil, weil die Wahl ohnehin zu wiederholen wäre. Insoweit liegt kein Rechtsschutzbedürfnis vor." (vergleiche Verwaltungsgericht Leipzig, Beschluss vom 10. Juni 1999, 6 K 1145/99)

Außerdem vertritt das Verwaltungsgericht von Hannover die Auffassung, dass rechtlich nichts daran auszusetzen sei, wenn Einzelbewerber Unterstützerunterschriften sammeln müssen. Das sei anerkannte Rechtsprechung: "Wer durch die Vorlage von Unterschriften belegen kann, dass eine bestimmte Anzahl von Wählerinnen und Wählern mit einer Kandidatur einverstanden ist, begründet dadurch die Vermutung, dass er bei der Wahlhandlung überhaupt Stimmen auf sich ziehen kann." (vergleiche Landesverfassungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 27. März 2001, LVG 1/01) Die Zahl von 320 Unterstützerunterschriften sei auch keine unzumutbare Hürde.

In diesem Zusammenhang weist das Verwaltungsgericht von Hannover darauf hin, dass es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen gibt: "So ist für das Bundesland Thüringen in der Rechtsprechung gebilligt worden, dass etwa in einem größeren Wahlkreis - wie es in der Landeshauptstadt Erfurt der Fall war - bei 161 518 Wahlberechtigten 210 Unterstützerunterschriften verlangt wurden. Dies entsprach einer Quote von 0,13 Prozent der Wahlberechtigten (vergleiche Oberverwaltungsgericht Weimar, Urteil vom 26. September 2000, 2 KO 289/00). Für die anstehende Wahl in der Landeshauptstadt Hannover gibt es 402 126 wahlberechtigte Personen. Unter der Maßgabe, dass 320 Unterstützerunterschriften nötig sind, ergibt sich insoweit eine Quote in Höhe von (aufgerundet) 0,08 Prozent. Diese eher geringe Quote begegnet keinen Bedenken. Auch die absolute Zahl von 320 Unterschriften ist vor diesem Hintergrund angemessen."

Dass die Kandidatinnen und Kandidaten von Parteien und Wählergruppen keine Unterschriften sammeln müssen, hält das Verwaltungsgericht von Hannover für zulässig, denn: "Durch die bereits vorhandene Repräsentation in der Vertretung (gemeint ist hier der Stadtrat, der Verf.) wird belegt, dass der einer solchen Gruppe zuzuordnende Wahlvorschlag nicht ohne jede Chance sein wird..." (vergleiche Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 15. November 1960, 2 BvR 563/60 - BVerfGE 12,10 (27 f.); Landesverfassungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 27. März 2001, LVG 1/01)

Zum Beginn der Serie

Montag, 9. September 2013

Sagt es mit Goethe

Rosamunde Schostok und die heiße Wahlkampfphase

Eine große Dichterin wie Rosamunde Schostok zitiert gelegentlich auch Dichter, die nicht ganz so erfolgreich gewesen sind. Diese Woche Johann Wolfgang von Goethe: "Es ist der Widerspruch, der uns produktiv macht." Und das ist die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin. Jede Woche eine Kolumne und täglich eine Talkshow führen sie zu immer größeren Erfolgen. Bestätigt laut Rosamunde Schostok auch Goethe. Die Gretchenfrage, woher die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin das weiß, beantwortet sie so: "Es ist der Zuspruch, der mich beflügelt."

Nun will Rosamunde Schostok zwar nicht in den Hof von Weimar, sondern in den Sumpf vom Trammplatz, aber wo eine Hannover Connection ist, da ist auch ein Mephisto. Das ist ein Restaurant in der Podbielskistraße. Dort gibt es einen Ouzo aufs Haus. Für Rosamunde Schostok am Wahl-Sonntag aber nicht aufs Dach.

Beflügelt wird die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin auch von einem neuen Team. Das steht allen gern zur Verfügung, wenn es nicht gerade Luftballons mit dem Aufdruck "OK" aufbläst. "OK" ist die Abkürzung für Oberbürgermeisterkandidatin. Zum Team gehören Ulrike (die ist Single) und Charlotte (die hat einen Freund). Rosamundes Fahrer heißt Martin und ist Jäger. Vielseitig ist aber nur die Praktikantin. Die duldet jeden Widerspruch - damit die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin kreativ bleibt.





Samstag, 7. September 2013

Hannover trinkt

Rosamunde Schostok zum Wahlsieg

Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok bekommt am 22. September 2013 mindestens 2,3 Promille. Das ist das Ergebnis eines Kneipentests der hannoverschen "Neuen Presse" (NP). Die schickte die Volontärin Jana Meyer mit Wahlurnen in die Gaststätte Plümecke in der List, in den Bösen Wolf von Linden-Mitte, in die Tiergartenschänke in Kirchrode, ins Pindopp in der Südstadt und in die Gaststätte Kaiser in der Nordstadt. In drei dieser fünf Kneipen tranken sich die Gäste Rosamunde Schostok erst schön, dann stimmten sie für die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin. Die Ergebnisse druckte die NP heute ab. So wurde der 7. September für Rosamunde ein so schöner Tag wie für mich vor 34 Jahren, als ich die schönste Frau von Hannover heiratete. Die musste ich mir allerdings nicht schön trinken...

Im Bösen Wolf und in der Tiergartenschänke sind die Gäste für Rosamunde Schostok noch zu nüchtern gewesen, sie wählten den Kandidaten der Grünen und den CDU-Kandidaten. Die Liebe für die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin geht eben durch den Dornkaat. Das Logo allerdings passt nicht zu ihr:







Deswegen bastelt sich Rosamunde Schostok ein neues:



Schon bekommt die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin ganz schnell 2,5 Promille...



Donnerstag, 5. September 2013

Liebeslieder gegen Bankenmacht



















Verliebte Jungs gehen hin - Rosamunde nicht

Da geht Rosamunde Schostok bestimmt nicht hin, denn Diether Dehm ist Bundestagsabgeordneter der Linken, Musikproduzent, Liedermacher und war inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi. Dass er IM war, behauptet er über sich selbst, seit andere das behauptet haben. Mehr ist eigentlich kaum bekannt.

Bekannter als Diether Dehm sind HRK und Konstantin Wecker. "Die verführen sich nicht, die entführen sich höchstens, die handeln wie Diplomaten" ist eine Zeile aus einem HRK-Liebeslied. Den Banken gehört sein ganzes Herz nicht. Denn das sind wirklich IM´s. Steht für irre Machthaber. Findet auch Konstantin Wecker. Kokain singt er im Innenhof des "Faust"-Kulturzentrums nicht. Davon hat er die Nase voll wie von Banken. Wenn es um Nasen geht, bevorzugt auch Purple Schulz verliebte Jungs, die sich diese an Frauen reiben, wenn die sich das gefallen lassen.

Da genug den Banken bekanntermaßen nicht genug ist, brauchen die dringend einen Wächter. Vorname: Suse. Die lässt die Puppen tanzen wie Banken Regierungen. Also, Faust ballen bei "Liebeslieder gegen Bankenmacht". Diesen Liedernachmittag lassen sich sicherlich auch Frauen gefallen. Außer Rosamunde...

Samstag, 31. August 2013

Einstweilige Verfügung (III)

Verwaltungsgericht Hannover
Postfach 6122
30061 Hannover
Zur Fristwahrung vorab per Internetfax

Az. 1 B 6251/13

In der Verwaltungsrechtssache Tjaden gegen Landeshauptstadt Hannover nehme ich zu Ihrem richterlichen Hinweis wie folgt Stellung:

Ich will keinesfalls einen Zusammenhang zwischen Plakatierung der Parteien und der mir versagten Zulassung zur Oberbürgermeisterwahl herstellen. Ich werte die Plakatierung von SPD und Grünen auf den öffentlichen "Anschlagstafeln" vor der Zulassung der Oberbürgermeisterkandidaten als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz bei Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. Mir jedenfalls ist vom Wahlamt mitgeteilt worden, dass meine Plakate erst nach meiner Zulassung geklebt werden.

SPD und Grüne bedienen sich bei der Plakatierung ihrer Oberbürgermeisterkandidaten schon vor der Zulassung auch eines Tricks. Sie kleben diese Plakate dort hin, wo eigentlich die Plakate für die Bundestagswahl hängen sollen. Die Flächen sind strikt getrennt. Bis zur Zulassung haben SPD und Grüne den Eindruck erweckt, ihre Oberbürgermeisterkandidaten seien Bundestagskandidaten. Der Werbeeffekt für die beiden Kandidaten bleibt dennoch.

Laut deutschem Recht bricht das höhere Recht das niedere Recht. Das ist bei Wahlen inzwischen anders, wenn jemand als Parteiloser kandidiert. Sein im Grundgesetz verbrieftes passives Wahlrecht wird ausgehöhlt mit niederem Recht. Aus der gewollten parlamentarischen Demokratie ist längst eine nicht gewollte "Parteiendemokratie" geworden. Ein parteiloser Kandidat soll mit Unterstützerunterschriften seine Ernsthaftigkeit beweisen, der CDU-Kandidat dagegen kann fürwahr nicht behaupten, dass er schon einmal ernsthaft Politik gemacht hat. Er ist erst im Januar 2013 in die CDU eingetreten, um sogleich seine Kandidatur anzumelden. Da ist die Zulassung nur noch eine Formsache.

Wird das passive Wahlrecht für mich eingeschränkt, werde ich ungleich behandelt. Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz in Artikel 38 Grundgesetz. Inzwischen entscheiden sich immer mehr Wählerinnen und Wähler für parteilose Kandidaten, immer mehr Parteilose werden Bürgermeister und Oberbürgermeister. Die nicht mehr zeitgemäß wirkende Unterstellung, Parteilose seien nicht unbedingt ernsthaft, ist längst von der Praxis widerlegt.

Im Grundgesetz steht auch nirgendwo, dass ich erst einmal Verwaltungs- und Verfassungsrecht studieren muss, um einen Antrag so stellen zu können, dass ein Verwaltungsgericht alle formalen Vorschriften für erfüllt hält. Mein Ziel muss erkennbar sein. Das ist: Ich bin vom Wahlamt der Stadt Hannover als parteiloser Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover zuzulassen. Der Anordnungsgrund steht im Grundgesetz. Wahlen sind allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. Gibt mir jemand auf einem Formular seine Unterschrift, ist seine Unterstützung nicht mehr geheim. Allgemein, unmittelbar und frei bedeutet, dass ein Zwei- oder Mehrklassen-Wahlrecht nicht zulässig ist - weder aktiv noch passiv.

Das Bundesverfassungsgericht mag das bislang anders entschieden haben. Aber es gibt viele Beispiele dafür, dass auch solche Urteile nicht für die Ewigkeit gemacht sind.

Art 38 

(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.
(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.

Einstweilige Verfügung (IV)

Montag, 26. August 2013

Beschwingt beswingt

Großer Bogen einer großen Dichterin

Solch einen Bogen schlägt nur eine große Dichterin: Von "Mein Hannover swingt" am Anfang bis zu "Mein Hannover beschwingt" am Ende ihrer heutigen Kolumne. Deswegen wird die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok bereits - wie berichtet - als Literaturnobelpreisträgerin gehandelt. Als zukünftige Oberbürgermeisterin allerdings weniger.

Noch weniger mag Rosamunde Schostok kritische Anmerkungen auf ihren Facebook-Seiten. Wie auf dem Foto von ihrem Bus heißt es "Auf geht´s", sobald jemand eine Information postet, die ihr nicht ins Häkelzeug passt. Vor der Wahl ist für sie nach der dichterischen Freiheit anderer. Geklagt wird nicht.

Das soll nicht nur für zwei parteilose Oberbürgermeisterkandidaten gelten, die sich an das Verwaltungsgericht von Hannover gewendet haben, weil sie sich benachteiligt fühlen, das gilt auch für das neue Kröpcke-Center. Die Kläger haben ihre Klage zurückgezogen, meldet heute das Gericht. Architektonischer Bogen nach innen oder architektonischer Bogen nach außen, ist denen mittlerweile so egal wie die freie Sicht auf ihre Geschäfte.

Die sieht man sowieso nicht mehr. Rosamunde Schostok stellt überall Plakate auf. Immer und überall. Kommt man mal in eine Straße ohne Schostok-Plakat an jedem Baum und an jedem Laternenpfahl, kommt eine Stadtbahn. Auch mit Wahlwerbung von Rosamunde Schostok.

Dafür interessiert sich auch schon ein Investor. Der will aus dem Ihme-Zentrum nach der Wahl ein Lager für Schostok-Plakate, Schostok-Folien, Schostok-Flyer und Schostok-Kolumnen machen. Ob der Platz ausreichen wird, ist umstritten.








Einstweilige Verfügung (II)


"Anschlagstafel" am Thielenplatz mit OB-Kandidaten der
SPD und der Grünen. Foto: Heinz-Peter Tjaden












Verwaltungsgericht Hannover
Eintrachtstraße 19
30173 Hannover

Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung/Oberbürgermeisterwahl am 22. September 2013

Der parteilose Oberbürgermeisterkandidat Carsten Schulz, Stolzestraße 60, 30171 Hannover, hat beim Verwaltungsgericht in Hannover eine einstweilige Verfügung beantragt, um doch noch als Kandidat zugelassen zu werden. Der Wahlausschuss ließ am 20. August 2013 lediglich die Kandidaten und die Kandidatin der CDU, der SPD, der Grünen und der Linken zu. Die Bewerbung von Carsten Schulz und von mir wurde mit der Begründung abgelehnt, wir hätten nicht die erforderliche Zahl an Unterstützerunterschriften erhalten. Bei meinem Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung schließe ich mich der Begründung von Carsten Schulz nicht nur an, ich erweitere sie auch:

Zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover offiziell zugelassen sind die Parteikandidaten erst seit der Sitzung des Wahlausschusses am 20. August 2013. Vorher genossen sie den gleichen Status wie Carsten Schulz und ich. Über diese Kandidaten haben die Medien auch schon vor der offiziellen Zulassung berichtet, was für die parteilosen Kandidaten nicht gilt. Auch Plakate sind für Parteikandidaten bereits vor der offiziellen Zulassung geklebt worden, und zwar auch dort, wo das noch gar nicht zulässig war.

In Hannover gibt es laut Mitteilung des Wahlamtes der Stadt Hannover vom 22. Juli 2013 rund 80 "Anschlagstafeln", die von allen Kandidaten nach der offiziellen Zulassung für die Plakatierung genutzt werden können. Das erledigt eine Firma aus Hannover. Dieser Firma habe ich 90 Plakate geschickt.

Nach der Sitzung des Wahlausschusses am 20. August 2013 bin ich durch Hannover gefahren und schaute mir diese "Anschlagstafeln" an. Dort hingen bereits Plakate des SPD- und des Grünen-Oberbürgermeisterkandidaten. Besonders der SPD-Kandidat ist mir aus den Medien als aggressiver Werber bekannt. Sein Plakat und das Plakat des Kandidaten des Grünen hätten dort laut Mitteilung des Wahlamtes der Stadt Hannover vom 22. Juli 2013 noch gar nicht hängen dürfen. Grüne und SPD verstoßen also gegen den Grundsatz freier, geheimer und gleicher Wahlen, wenn es um den nächsten Oberbürgermeister von Hannover geht.

Dagegen werde ich mich auch beim Wahlamt der Stadt Hannover beschweren.

Einstweilige Verfügung (III)

Sonntag, 25. August 2013

Einstweilige Verfügung

Carsten Schulz will auf die Kandidatenliste

Der Wahlausschuss der Stadt Hannover hat am Dienstag zwei Kandidatinnen (SPD und Linke) und zwei Kandidaten (CDU und Grüne) zur Oberbürgermeisterwahl zugelassen. Dagegen wehrt sich nun der parteilose Carsten Schulz, ehemals Mitglied der Piraten-Partei und Ex-Landtagskandidat dieser Partei. Er beantragte eine einstweilige Verfügung. Die Begründung steckte er heute in den Briefkasten des Verwaltungsgerichtes von Hannover. Danach rief er mich an.

So erstaunt wie ich darüber am Dienstag bei der Wahlausschuss-Sitzung gewesen bin, dass es einen zweiten parteilosen Kandidaten gibt, so erstaunt war er darüber, dass auch meine Kandidatur von der Madsack-Presse, bestehend aus "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und "Neue Presse", verschwiegen worden ist. Gegen diese Schweigetaktik habe er bei der Madsack-Geschäftsführung protestiert. Vergeblich. Während der CDU-Kandidat bei einer Bootsfahrt schon ins Wasser fallen müsse, um auf sich aufmerksam zu machen, seien Parteilose mit einer aussichtslosen Unterschriftensammlung beschäftigt.

"So viele Unterschriften zu sammeln, ist inzwischen völlig unmöglich, da viele Leute Angst haben, ihre Daten preiszugeben", sagt Carsten Schulz. 30 Unterschriften von Unterstützern habe er zwar gesammelt, aber nicht abgegeben. Da sich diese Woche ein Politikwissenschaftler darüber beklagt habe, wie langweilig die Oberbürgermeisterwahl in Hannover sei, habe er dem gemailt: "Das ist doch kein Wunder, wenn zwei Kandidaten und deren Ideen gar nicht erwähnt werden."

Mit seinem Protest will Carsten Schulz nach einer wahrscheinlichen Ablehnung seiner einstweiligen Verfügung durch das Verwaltungsgericht in Hannover bis in die letzte Instanz gehen.

Siehe auch: Keine Sehensfreude

Einstweilige Verfügung (II)


Mittwoch, 21. August 2013

Keine Sehensfreude

Der Wahlausschuss tagt im Neuen Rathaus
(Wahlleiter Carsten Köller, 2. v. l.). Foto: Heinz-Peter Tjaden












Rosamunde klebt wohl weitere Plakate

Vom Maschseefest ist noch einiges übrig geblieben und muss noch weggeschafft werden, vom Friedrichswall dagegen ist nichts übrig geblieben. An jedem Baum, an jedem Grashalm lehnt ein Plakat der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok. Parkplatz vor dem Neuen Rathaus ist jedoch immer. Bis der Wahlausschuss tagt, sind es noch 30 Minuten. Mein Jagdterrier zieht mich zum Maschpark und schlürft erst einmal den Wasserspiegel des Teiches ein paar Zentimeter tiefer, was eine Entenfamilie jedoch nicht stört, ein Mann macht Fotos von seiner Liebsten, die im Gras liegt, auf der Rathausterrasse ist jeder Tisch besetzt, Touristinnen und Touristen aus aller Welt schlendern durch den über 100 Jahre alten Maschpark, störend wirkt nur ein Museumskasten, der hier wohl nur versehentlich steht. Ob Rosamunde Schostok ebenso versehentlich Oberbürgermeisterin von Hannover wird, bleibt abzuwarten.

Mein Hund rollt sich auf der Rückbank meines Autos zusammen und nimmt eine Mütze Schlaf, während ich die Treppe zum Gobelinsaal nehme. Die Tür ist verschlossen. Auf einem Zettel steht: "Sollte diese Tür verschlossen sein, dann nehmen Sie bitte die Tür zum Ratssaal." Deswegen nehme ich die. Der Wahlleiter, sein Stellvertreter und der Schriftführer sind schon da. Die Mitglieder des Wahlausschusses auch. Rosamunde Schostok aber nicht. Die klebt wohl weitere Plakate.

Eine Mitarbeiterin der Stadt drückt mir einen Zettel in die Hand. Darauf stehen die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten, die heute zur Oberbürgermeisterwahl zugelassen werden sollen - oder aber nicht. Der Rechtsanwalt Matthias Waldraff tritt angeblich für die Christliche Union Deutschlands an. Vielleicht hätte er auf den Plakaten, die für ihn geklebt worden sind, doch nicht verschweigen sollen, dass er für die CDU kandidiert.

Dann staune ich über einen zweiten Einzelbewerber. Der heißt Carsten Schulz und ist 52 Jahre alt. Erst seit heute weiß ich, dass dieser Hannoveraner bis zu seinem Parteiaustritt Mitglied der Piraten-Partei gewesen ist und anschließend SPD-Mitglied werden wollte, was ihm nicht gelang. "Die Wahrheit wird siegen", verkündet er im Internet.

Der Wahlleiter verkündet jedoch, dass Carsten Schulz nicht als Oberbürgermeisterkandidat zugelassen werden kann. Der habe keine Unterstützerunterschriften gesammelt. Beim Wahlausschuss und beim Datenschutzbeauftragten seien Protestschreiben des 52-Jährigen eingegangen. Müsse ein Unabhängiger Unterschriften für sich sammeln, handele es sich um eine Benachteiligung gegenüber den Partei-Kandidaten. Außerdem mache der Datenschutz die Sammlung von Unterschriften fast unmöglich. Diesen Argumenten hält der Wahlleiter höchstrichterliche Urteile entgegen. Ein unabhängiger Kandidat müsse Unterschriften sammeln, um die Ernsthaftigkeit seiner Kandidatur zu beweisen. Da Carsten Schulz juristisch erprobt ist, plant er möglicherweise nach dem 22. September 2013 eine Anfechtung der Wahl. Denn auch Matthias Waldraff könnte mangelnde Ernsthaftigkeit unterstellt werden. Dieser Rechtsanwalt ist erst Anfang des Jahres in die CDU eingetreten, Stimmen holen will er als "Anwalt der Bürger" und als "Menschenkenner". Rosamunde Schostok dagegen sei eine "Berufspolitikerin". Waldraff will also ehrenamtlicher Oberbürgermeister werden?

Auch meine Kandidatur lassen Wahlleiter und Wahlausschuss an den Gesetzen scheitern. Die Zahl meiner Unterstützerunterschriften reicht nicht aus. Steht nun auch auf den offiziellen Seiten der Stadt Hannover.http://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Vier-KandidatInnen Mein Name steht dort nicht. Der hat noch nie irgendwo gestanden (außer auf diesen Seiten). So ist das, wenn eine so große Dichterin wie Rosamunde Schostok Oberbürgermeisterin werden will.

Mein Hund entrollt sich wieder auf der Rückbank. Wir verbringen noch ein paar Minuten vor dem Neuen Rathaus, gehen zum Bahlsen-Brunnen und fahren dann weiter bis zur List. Aus dem Auto steigen ist auch hier vor einem Plakat von Rosamunde Schostok stehen. Auf einigen hat sie sich sogar in ihren Konfirmandin-Anzug geworfen. Vor dem Café Tabac spenden Bäume Schatten. Ich bestelle eine Folienkartoffel mit Serviette ohne Foto der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin. Die Kellnerin schmunzelt.

Weitere Fotos





Mittwoch, 14. August 2013

Die Sehensfreude

Wird sehr groß sein

Schlaflos in Wilhelmshaven freue ich mich riesig auf den 20. August 2013. Den Gobelin-Saal des hannoverschen Rathauses betrete ich um 13.30 Uhr mit Hannovers größter Dichterin Rosamunde Schostok, die ihren Bestseller "Rosamundes Hannover", vergleichbar nur mit dem eigentlich unvergleichlichen "Klapas Hannover", mitbringen will. Diese Sammlung ihrer Kolumnen zur Oberbürgermeisterin-Wahl in Hannover ist schon Literaturgeschichte, sogar Kindergartenkinder erfreuen sich längst an Schilderungen vom Lindener Berg, der unglaublich blau an Schönheit nicht einmal zu überbieten ist von dem hübscheste Funkenmariechen aus Ricklingen, das noch so sehr sprühen mag wie die Sprüh-Sahne, die Rosamunde Schostok jüngst bei Aldi in Misburg erwarb, bis sie das Blau des Blauen Sees verglich mit dem Blau des Lindener Berges, das eigentlich unvergleichlich ist.

Dennoch ist das Treffen im Gobelin-Saal nicht vornehmlich literarischer Art, sondern eher politischer. Der Wahlausschuss stellt die bange Frage, wer denn geeigneter sei, die Geschicke von Hannover zu lenken: Rosamunde Schostok oder Stefan Schostok, der sie früher einmal gewesen ist, bevor ihn Klapas Pfeil traf.

Wie die Entscheidung auch lauten möge, schlaflos in Wilhelmshaven ist mir längst schon klar, wer die Gewinnerin sein wird: zweifellos die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover, die neu entstehen wird, ob nun Rosamunde oder Stefan an der Spitze steht oder doch nur ein fraushohes Wahlplakat, das früher einmal mannshoch gewesen ist.


Es ist mir eine Ehre (II)

Serdar Saris gewidmet

"Es ist mir eine Ehre" widme ich dem Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover und der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, der vieles einfach nicht zur Kenntnis nimmt und schleifen lässt.

Würdevolles Leben - 13-Jähriger auf der Flucht - schweigender Bundespräsident
“ALI fordert würdevolles Leben für alle” titelt heute das “Neue Wilhelmshaven” (NW, ehemals “Wilhelmshavener Zeitung”, WZ) auf Seite 3 und berichtet über eine Podiumsdiskussion der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven-Friesland (ALI) mit den Bundestagskandidaten der SPD, der Linken, der Grünen und der Freien Wähler. CDU und FDP sind gar nicht erst erschienen. Hartz IV sagt den Kandidaten dieser beiden Parteien möglicherweise nichts…
Aber auch andere Themen sagen nicht nur so mancher Politikerin und so manchem Politiker nichts. Da treibt ein junger Soldat Anfang Mai tot im Wasser, im Juli macht sich ein anderer junger Soldat aus dem Staub und flüchtet nach Belgien. 

Montag, 12. August 2013

Rosamunde mannshoch

Das ist wirklich merkwürdig

Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin ist über ihre Plakate immer noch nicht weggekommen. Auch in ihrer jüngsten Dichtung wird sie von ihnen beschäftigt: "Drei Motive meiner Großflächenplakate stehen derzeit an den Straßenrändern. Zugegeben: Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn ich daran vorbeigehe oder –fahre und mich mannshoch auf den Fotos sehe." Das wäre sicherlich für jede Frau ein seltsames Gefühl. Aber: Im Duden sucht man das Wort fraushoch vergeblich. Fällig wäre also: Eine Protestnote an die Gleichstellungsbeauftragte.

Rosamunde Schostok findet ihre fraushohen Plakate jedoch nicht nur merkwürdig, sie findet sie auch nicht schlecht, eher gut, eigentlich ganz prächtig - und was gefällt ihr an ihren Plakaten am Besten? Ihre ebenso schlichte wie einleuchtende Antwort: "Sie kommen gut an." Aber bei wem? Dazu schreibt Rosamunde Schostok, dass "Sie Ihnen gefallen".  Mit "Sie" meint die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin wahrscheinlich alle, die nicht mit einem merkwürdigen Gefühl an den fraushohen Plakaten vorbeigehen oder vorbeifahren. Und was meint sie mit "Ihnen"? Da hat sie ihnen wohl vertippt. Deshalb ihre Dichtung im Zusammenhang: "Was mir am Besten daran gefällt? Sie kommen gut an. Vielen Dank für die vielen erfreulichen Rückmeldungen! Mich freut, dass Sie Ihnen gefallen."

Wir uns gefallen also unsere Rückmeldungen, die mannshoch an den Straßenrändern stehen? Das Beste und das Zweitbeste an Rosamunde Schostoks Dichtung ist: Man muss sie nicht immer verstehen - aber man darf sie stets gut finden.  

Dienstag, 6. August 2013

Die Kaltbüglerin

Rosamunde Schostok lüftet ein kleines Geheimnis

Hannover ist enttäuscht - die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok ebenfalls. Die es eigenem Weggucken zufolge merkwürdig findet, sich auf Plakaten selbst zu sehen. Schreibt sie bei Facebook. Doch in ihrer Kolumne von gestern schreibt sie etwas anderes: "Schade, dass ich mich im Wahlkampf auf sechs Großflächenplakate und damit sechs Kernthesen zur Zukunft der Stadt beschränken muss."

Als große Dichterin wäre Rosamunde Schostok keinesfalls um weitere "Kernthesen" verlegen gewesen. Jeder Verleger hätte sicherlich auch diese Sprüche verlegt: "Mein Hannover. Nicht nur im Sommer ein Hoch-Genuss." Oder "Mein Hannover. Seenswert!" Den zweiten Spruch will die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin als "Anspielung auf das wirklich tolle Maschseefest" verstanden wissen. Und den Hoch-Genuss nicht nur im Sommer? Könnte eine Anspielung auf das Steintor-Viertel sein, in dem sogar ein Polizeipräsident sein persönliches Hoch erlebt haben soll. Aber vielleicht hätten wir diese große Dichterin dann missverstanden.

Woher eigentlich nimmt Rosamunde Schostok ihre vielen Ideen? Die Antwort ist ebenso einfach wie verblüffend: von der "Kehrseite des heißen Sommers in der City". Die erlebt sie jeden Morgen um sechs Uhr nach der Kernseife und vor dem Hemden bügeln. Aufgestanden ist die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin dann natürlich auch schon. Die hält nichts im Bett. Sie ist ledig - und den Roman "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung" kann sie nicht geschrieben haben.

Jedenfalls kennen wir nun das "kleine Geheimnis" von Rosamunde Schostok: "Die Ideen kommen mir oft morgens kurz nach sechs Uhr." Darauf dürfen sich auch schon alle im Rathaus freuen. Die SPD-Oberbürgermeisterin wird ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich um 6 Uhr zusammentrommeln, denn ab 7 Uhr hat sie fast keine Ideen mehr. Aber immer das Bügeleisen dabei?






Montag, 5. August 2013

Denkt wie eine Frau

Ob nun Stefan oder Rosamunde: Enttäuschung legt sich

Rosamunde Schostok ist keine Frau. Die Enttäuschung darüber hat sich bei einer zweiten Umfrage von Bündnis 13/Die Kühnen gelegt. Inzwischen sagen 88,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die sich über eine SPD-Oberbürgermeisterkandidatin gefreut hätten, viel wichtiger sei: "Rosamunde denkt wie eine Frau." Von Rosamundes Wahlplakaten begeistert sind 77,2 Prozent aller Hannoveranerinnen und Hannover, die nicht achtlos an Wahlplakaten vorbeigehen. Häufigste Begründung: "Sie ist nicht nur sozial, sie ist auch grün, sie ist liberal, sie ist international, sie ist weltoffen und stellt keine Fragen."

Das dagegen macht der CDU-Oberbürgermeisterkandidat Matthias Waldraff. Der lässt auf seinen Wahlplakaten ein Fragezeichen aus einem Kragen ragen. Deswegen platzt 62,3 Prozent der Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die nicht achtlos an Plakaten vorbeigehen, der Kragen. Häufigste Begründung: "Der Kragen gefällt uns nicht. Der hätte ruhig modischer sein können. Außerdem wollen wir weder einen Berufspolitiker noch einen Menschenkenner. Wir wollen Rosamunde."

Die ganz Hannover immer und überall betreuen will. Kinder in den Ferien, Arbeitslose in der Eilenriede, Rentnerinnen und Rentner in Suppenküchen und Schlaglöcher in den Straßen. Das finden 77,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die Rosamunde Schostok gut finden, gut. Häufigste Begründung: "Werden alle betreut, kann sich eine SPD-Oberbürgermeisterin ungestört um ihre Pflanzen im Büro kümmern."

Diese Umfrageergebnisse haben zu weiteren Fragen von Bündnis 13/Die Kühnen geführt, die so beantwortet worden sind: 90,4 Prozent wünschen sich keine Anwälte für die Kinderbetreuung, 88,2 Prozent halten Menschenkenner für schlechte Blumenpfleger und 84,3 Prozent glauben nicht, dass ein Fragezeichen eine Alternative zu einer großen Dichterin darstellt.

Rosamunde Schostok kann dem 22. September 2013 gelassen entgegen sehen, sagen 77,0 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer, die nicht an dieser Umfrage teilgenommen hätten, wenn sie gewusst hätten, dass sie angerufen werden.








Mittwoch, 31. Juli 2013

Zum Wahlsieg

Der nächste Schritt ist getan

"Wir machen Druck." Das ist nicht nur ein Online-Werbeversprechen. Es wird auch gehalten. Da ich am Samstag vom Wahlamt die Mitteilung bekommen habe, dass Plakate von mir kostenlos aufgehängt werden, entwickelte ich eins. Der Spruch konnte natürlich nur lauten: "Den wählst du".

Anschließend überlegte ich mir, welche Druckerei in Wilhelmshaven die Plakate so schnell drucken könnte, dass sie am 2. August 2013 in Hannover sind. Mir fiel keine ein. Deswegen googelte ich eine Online-Druckerei und fand "Wir machen Druck."

Der Rest war ein Klacks. Anmeldung, Plakat hochladen, Bestellung aufgeben, Plakate bezahlen. Kaum hatte ich meinen Auftrag abgeschickt, fiel mir ein, dass ich eine viel zu hohe Auflage bestellt hatte. Auch diesen Fehler konnte ich in Minutenschnelle korrigieren. Auftrag stornieren, Storno-Rechnung ausdrucken, neuen Auftrag erteilen.

Gestern sind die Plakate angekommen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Bald werden meine Plakate geklebt. Das ist dann der nächste Schritt zum Wahlsieg...

Dienstag, 30. Juli 2013

Die Wortschöpferin

Rosamunde und die Strafelfer

Eine große Dichterin schöpft auch immer wieder neue Wörter. Diesen Montag: Strafelfer. Schon steht Rosamunde Schostok im Google-Finale. Ihre Chancen auf den Pott sind groß. Denn für dieses Wort gibt es weniger als 400 Einträge. Ein Eintrag wurde verliehen für die gute Frage, was denn passiere, wenn eine Spielerin oder ein Spieler den Ball auf den Punkt lege, anlaufe und vor der Ballberührung von einer Gegnerin oder einem Gegner gefoult werde. Diese Frage muss Rosamunde Schostok nicht googeln. Sie ist bereits beantwortet worden: Dann gibt es keinen zweiten Strafelfer.

Ihren Spielbericht beendet Rosamunde Schostok so: "Frauenförderung in Hannover, das zeigt die Erfahrung, kann auch mit einem Mann an der Verwaltungsspitze engagiert angepackt werden. Für mich ist es ein sehr, sehr wichtiges Anliegen. Denn wie der gestrige Erfolg unserer Frauen-Elf gezeigt hat, stimmt dieser Spruch des sonst geschätzten Kabarettisten Dieter Nuhr einfach nicht. Der behauptet: ´Männer haben 100 Gramm mehr Gehirn als Frauen – da ist unter anderem die Abseitsregel drin.´"

Gut geschrieben, Rosamunde! Denn es nicht nur so, dass Nuhr nicht Recht hat, es ist auch ganz anders. Frauen haben 1 000 Gramm mehr Gehirn als Männer - da ist unter anderem der Schuh- und der Kleiderschrank drin.





Donnerstag, 25. Juli 2013

Rosamundes Tagebuch

Rosamunde (links) stellt sich auch schwierigen Fragen.















Mit Emma zur Minna gemacht

Wer Rosamundes Facebook-Seiten liest, wundert sich zwar hin und wieder darüber, dass Links, die der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin nicht gefallen, wieder gelöscht werden, aber dafür durfte ich jetzt einen Blick in ihr Wahlkampf-Tagebuch werfen.

Bekanntermaßen hat Rosamunde Schostok inzwischen alle Stadtteile von Hannover durch. Durch die Informationen, die sie dabei gesammelt hat, ist sie nun bestens vorbereitet auf Betriebsbesichtigungen und Schulbesuche. Gestern hat sie am Alice-Schwarzer-Gymnasium sogar den Sexualkundeunterricht übernommen. Junge "Emma"-Abonnentinnen erwiesen sich als besonders emanzipiert (siehe oben). Rosamunde las bisher zwar lieber "Frau im Spiegel" an der Wand, wer ist die beste Oberbürgermeisterin im ganzen Land, aber nach der Schulstunde schrieb sie in ihr Tagebuch: "Mit Emma kann ich meine männlichen Mitbewerber noch besser zur Minna machen."

Mit einer Minna wurde die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin anschließend zu einem Besuch des Polizeireviers am Welfenplatz gebracht. Auf dem Weg zur Treppe fragte sie die beiden sie begleitenden Beamtinnen: "Welfen Eingang nehmen wir denn?" Soeben hat Rosamunde Schostok in ihr Tagebuch geschrieben: "Es ist so schön, wenn Menschen lächeln, weil ich wieder einmal einen gelungenen Scherz gemacht habe."

Dienstag, 23. Juli 2013

Rosamunde nackt

SPD-Oberbürgermeisterkandidatin sehr ausziehend

Aus China hört man nichts Gutes, seit die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok wieder in Hannover ist. Das Wirtschaftswachstum ist auf 7 Prozent gesunken. Vor Rosamundes Besuch lag es noch im zweistelligen Bereich. Wahrscheinlich hat die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin zu vielen Werktätigen Fotos von der Eilenriede und von den Herrenhäuser Gärten gezeigt, während die eigentlich arbeiten sollten.

In China hat Rosamunde Schostok ihrer eigenen Dichtung zufolge heiße Tage erlebt. Umstellen musste sie sich in Hannover nicht. "Endlich Sommer. Heiße 30 Grad", hat sie ihre heutige Kolumne so genial begonnen wie all ihre anderen zuvor, nur mit einem anderen Anfang.  Doch große Dichtung lebt nicht von den ersten Wörtern allein, es müssen weitere hinzukommen: "Die Kommunalpolitik, auch die Landespolitik ist in den verdienten Ferien." Wichtig ist auch immer der Überraschungseffekt: "Die meisten jedenfalls."

Die meisten Kommunalpolitik und die meisten Landespolitik sind also in den Ferien. Nur ein paar "Unentwegte" nicht, lässt Rosamunde Schostok uns wissen. Die stellen gerade die ersten Plakate auf, zählt die größte Dichterin der niedersächsischen Landeshauptstadt auf diese Helferinnen und Helfer und wechselt sogleich das Stilmittel: "Puh. Schweißtreibend!" Da klebt man förmlich mit und das T-Shirt auf der Haut.

Schon reißt uns Rosamunde Schostok aus unseren Sommernachts-Träumen: "Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass wir uns im Landtagswahlkampf gar nicht genug anziehen konnten." Denn es war Winter, doch jetzt kann man etwas erleben: "Jetzt passiert eher das Gegenteil."

Je eher Rosamunde Schostok nackt durch Hannover läuft, desto schneller ist ihr Wahlkampf vorbei...

Wie Stefan Schostok zu ihrem Namen kam

Der Islam

Leserbrief an Zeitschrift "Geschichte"
Der Islam ist wohl noch kein Teil von uns. Diesen Eindruck habe ich auch bei einem Strafverfahren vor dem Amtsgericht in Wilhelmshaven bekommen.  Geschehen war dies: Auf den Facebook-Seiten eines Wilhelmshavener Kommunalpolitikers postete am 17. Dezember 2011 eine Beraterin dieses Politikers die Forderung “Der Islam muss raus aus Deutschland”. Ich stufte diese Forderung als neofaschistisch ein. Der Kommunalpolitiker zeigte mich an, ich wurde von der Oldenburger Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung des Kommunalpolitikers (nicht der Beraterin) verklagt. In der Anklageschrift wurde allerdings die Forderung, dass der Islam aus Deutschland verschwinden müsse, gar nicht erwähnt.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Wieder da

Wunderbarer Reisebericht aus China

Rosamunde Schostok ist aus China zurückgekehrt. Ihr wunderbarer Bericht beginnt so:







Das ist so poetisch, dass ich der SPD-Oberbürgermeisterkandidatin nur entgegnen kann:

我不说中文。

Ich finde: Das sieht noch schöner aus.




Montag, 15. Juli 2013

Auch asiatisch

Auch eine in Asien geborene Hannoveranerin unterstützt mich.













Unterstützung von einer Künstlerin

Die Unterschriftenaktion für meine Kandidatur als Oberbürgermeister von Hannover läuft wie in den Briefkasten geworfen. Heute habe ich einen Brief als OB in spe bekommen. Eine Unterschrift stammt von einer in Asien geborenen Hannoveranerin. Sie empfahl mir außerdem den Link www.asia-malerei.de Unbedingt anklicken!

Als ich den Umschlag mit den Unterstützerunterschriften geöffnet hatte, schoss ein Gedanke durch meinen Kopf. Muss ich die Formulare kopieren, bevor ich sie an das Wahlamt in Hannover schicke? Bei der Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven ist das der Fall gewesen. Eine Wilhelmshavenerin musste sogar zweimal für mich unterschreiben, bis das Wahlamt von der Behauptung abrückte, es habe keinen Fehler gemacht. Bis dahin wurde die Wahrheit ganz energisch abgestritten. Was man hier nachlesen kann. Anschließend habe ich meine Kandidatur zurückgezogen. Vielleicht hätte ich sonst noch weitere Überraschungen erlebt. Einige davon habe ich in meiner Broschüre "Wahl spezial. Gelebte Demokratie an der Jade" geschildert (erschienen bei www.lulu.com).

Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok ist derzeit in Asien. In China protestiert sie täglich gegen Menschenrechtsverletzungen, worüber sie nach ihrer Rückkehr sicherlich berichten wird. Aber auch bin jetzt ein wenig asiatisch...

Montag, 8. Juli 2013

Rosamunde besucht China

Aber sie macht sich auch Sorgen

"Reisen bildet. Heißt es. Darum habe ich mir überlegt, noch einmal auf Reise zu gehen, bevor der Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters so richtig losgeht. Ich will ein Land erforschen, in dem ich noch nie war, das kennenzulernen ich mir aber schon lange gewünscht habe: China. Wirtschaftliche Großmacht. Mit 1,34 Milliarden Einwohnern mehr Bevölkerungspotenzial als Nordamerika, Europa und Russland zusammen. Reich an Sehenswürdigkeiten, von denen ich allerdings nur einen Bruchteil zu sehen bekommen werde. Im Grunde steht schon fest: Die Zeit ist viel zu kurz."

So sorgenvoll schreibt nur die große Dichterin Rosamunde Schostok. Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin macht sich vor der Abreise Gedanken über ihre Rückkehr. Das kennen wir Jungs nur von unseren Müttern. Die haben sich auch immer Gedanken darüber gemacht, wie wir aus der Disco wiederkommen. Schon rieten sie uns: "Bleib doch zuhause."

Wären wir so weise gewesen wie Rosamunde Schostok, dann hätten wir unseren Müttern geantwortet wie diese große Dichterin: "Drei Dinge kann man nicht mehr ändern: das gesagte Wort, den abgeschossenen Pfeil und die verpasste Gelegenheit." Wir dagegen kannten nur den Spruch: "Drei Dinge braucht der Mann..."

Deswegen ist uns auch dies nicht eingefallen: "Mit Worten, das steht fest, gehe ich bewusst um. Pfeile abzuschießen (und seien es Worte, die treffen sollen), liegt mir nicht. Gelegenheiten verpassen will ich nicht, wenn es nicht sein muss."

Das ist so großartig! Wie sehr hätten sich unsere Mütter über so viel Weisheit gefreut! Möglicherweise hätten sich unsere Mütter aber auch gefragt, welche Fehler sie bei unserer Erziehung gemacht haben. Doch dafür wäre die Zeit bis zu unserer Rückkehr aus der Disco zu kurz gewesen. Das steht fest...

Samstag, 6. Juli 2013

Die Partei

Hat immer Brecht

Mach nur einen Plan - und dann wieder einen, hat schon Bertolt Brecht gedichtet und festgestellt, dass alles Planen vergeblich ist. "Die Partei" dagegen plant nicht, weil das Bier entscheidet. Wie gerade beim größten Schützenfest in Hannover über einen neuen Besäufnisrekord. Das Endergebnis wird am Sonntag gelallt. Zum Erfolg hat dann auch die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Rosamunde Schostok beigetrunken.

Natürlich will niemand das Feiern verbieten. Denn was bleibt einem denn noch vom Leben, wenn nicht einmal der Vorstand der Partei bei Wahlen so viele Stimmen bekommt wie Angela Merkel als CDU-Parteivorsitzende? Die kommt übrigens demnächst an die Nordsee und ein CDU-Bundestagsabgeordneter teilt zu diesem Besuch schon einmal mit, dass man die Kanzlerin anfassen dürfe. Wenn man an den Bodyguards vorbeikommt...

Dringend verbessert muss allerdings das Verhältnis von Martin Sonneborn zu Jürgen Trittin. Schließlich gibt es inzwischen eine bundesweite Suche nach einem Endlager für strahlenden Müll - und da darf der Spitzenkandidat der Grünen nicht länger so verkniffen aus dem Anzug gucken, wenn er ausgesorgt haben will.

100 Prozent der Stimmen wird die Partei bei der Bundestagswahl jedoch nicht bekommen. Ein paar Prozent bekommen die bibeltreuen Christen, die an ihren Wahlkampfständen aus Wasser nicht Bier, sondern Wein machen wollen.

Weitere Informationen über "Die Partei"

Dienstag, 2. Juli 2013

Rosamunde gewinnt

Wenn sie antritt

Bündnis 13/Die Kühnen ist mehr als ein Meinungsforschungsinstitut. Das wurde vor der niedersächsischen Landtagswahl bewiesen. Das Unternehmen sagte nicht nur den denkbar knappen Sieg von Rot/Grün voraus, sondern sah die FDP bei knapp 10 Prozent, während Meinungsforschungsinstitute die Liberalen nicht mehr im Landtag wähnten.

Nun hat Bündnis 13/Die Kühnen die erste Umfrage vor der Oberbürgermeisterwahl in Hannover gestartet. Die erste Frage lautete, wie viele Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen geschickt werden.

24,8 Prozent antworteten richtig: vier, möglicherweise fünf
23,2 Prozent antworteten: drei
30,0 Prozent antworteten: zwei
22,0 Prozent antworteten: weiß ich nicht

Nach einer entsprechenden Aufklärung lautete die zweite Frage: Wer kandidiert für die SPD?

22,6 Prozent antworteten: Rosamunde Schostok
10,1 Prozent antworteten: Stefan Schostok
67,3 Prozent antworteten: weiß ich nicht

Den CDU-Kandidaten Matthias Waldraff kannten 31,2 Prozent der Befragten, den Kandidaten der Grünen Lothar Schlieckau 28,2 Prozent und die Kandidatin der Linken Maren Kaminski 13,1 Prozent.

64,1 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mindestens zwei Fragen richtig beantwortet hatten, rechneten mit einer Stichwahl zwischen SPD-Kandidatin und CDU-Kandidat. 58,2 Prozent von ihnen würden Rosamunde Schostok wählen.

Nach einer weiteren Aufklärung zeigten sich 60,1 Prozent der SPD-Wählerinnen und Wähler enttäuscht darüber, dass die SPD keine Frau antreten lässt.

In den nächsten Tagen plant Bündnis 13/Die Kühnen die nächste Umfrage.

Sonntag, 30. Juni 2013

Applaus, Applaus

Für deine Worte

Die Sportfreunde Stiller treten am 1. Dezember 2013 im "Capitol" auf. Dann ist nebenan Matthias Waldraff der Chef und kümmert sich um das Ihme-Zentrum, aus dem jetzt auch der Hausmeister geflüchtet ist? Kündigt jedenfalls der CDU-Oberbürgermeisterkandidat an. Falls er am 22. September 2013 beziehungsweise bei der Stichwahl die meisten Stimmen bekommen sollte.

Diese Ankündigung kann man gleich wieder falten. Denn die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin kennt das Problem zwar nicht, weil sie sich in ihren Dichtungen ausschließlich mit den schönen Seiten der niedersächsischen Landeshauptstadt beschäftigt, aber wenn Rosamunde Schostok erst im Rathaus Platz genommen hat, flüchtet die nicht mehr. Dann verflüchtigt sich alles, was nicht mehr zu ändern ist.

Das Ihme-Zentrum hat schon immer zu den städtebaulichen Katastrophen gehört, die man sich zu erklären versucht. Aber jeder Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Also auch jeder Versuch, aus diesem Kasten ein Schmuckkästchen zu machen, das der Schwarze Bär liebevoll in seine Pranken nimmt. Der Schwarze Bär sollte einfach zuschlagen. Die Sprengung könnte zu den schönsten Augenblicken im Leben dieses Raubtiers gehören...

Und das Ihme-Zentrum hätte einen tollen Abgang. Staub zu Staub...Rosamunde Schostok dichtet dazu "Staub bedecket McDonalds"...

Montag, 24. Juni 2013

Wunderbare Rosamunde

Fährt von Erkenntnis zu Erkenntnis

Nicht nur der Heilige Geist führt von Erkenntnis zu Erkenntnis, die wunderbare Dichterin Rosamunde Schostok auch. In ihrer heutigen Kolumne fiel es ihr wie Schuppen aus den Haaren: "Die Stadt ist nicht homogen." Stimmt. Am Canarisweg wird schon rumgeballert, in der Podbielskistraße noch nicht. Dort gibt es nur hin und wieder einen Keks-Dieb, der sich anschließend "Krümelmonster" nennt.

Hoffentlich ohne Blutdoping feiert Rosamunde Schostok den ersten "Etappensieg", wie sie so wundervoll schreibt: "Ich hatte mir vorgenommen, bis Ende Juni alle 51 Stadtteile Hannovers zu erkunden." Das gelang ihr meisterhaft. Dabei kam ihr eine Erkenntnis, die uns allen bis heute fremd war: "Bildung, Erziehung und Betreuung stellen überall eine Herausforderung dar - sei es im Stadtbezirk Mitte oder in Misburg."

Wenn erst "Mitte" oder "Misburg" nicht mehr überall ist, baut Rosamunde Schostok auch in den anderen 49 Stadtteilen Kindertagesstätten und Schulen. Außerdem erzielt sie dann vielleicht auch ein Buchstabentor...

Dass aber diese großartige Dichterin nicht schreiben kann wie inzwischen so viele Schülerinnen und Schüler, kann man über sie nicht behaupten. Sie kann sogar schnell die Themen wechseln: "Jetzt freue ich mich auf die Verpflichtung der Bruchmeister und die Eröffnung des 484. Schützenfestes am Freitag. Natürlich wird in den kommenden Tagen wieder diskutiert, ob dieses Fest eine Zukunft hat und welche. Das ist wichtig für Hannover, und Ideen dazu habe ich auch."

Das wollen wir aber auch schwer hoffen. Prost, Rosamunde!

Wie Stefan Schostok zu ihrem Namen kam





Samstag, 22. Juni 2013

CDU ist doof

Schwesterpartei besucht Zwergschulen

Einmal in der Woche bekomme ich von der CDU aus Niedersachsen einen Wochenbericht. Im heutigen heißt es: "War bisher vorgesehen, die bestehenden Förderschulstrukturen als Wahlangebot weitgehend aufrecht zu erhalten, will Rot-Grün nun schrittweise nahezu alle Förderschulen abschaffen."

Glaubt diese Partei wirklich, sie habe mit Kohl ("Ich habe mein Ehrenwort" - einem Spendenbetrüger gegeben) und Merkel ("Das Internet ist für uns neu") die Wählerschaft dermaßen eingeschläfert, dass die nie wieder aus dem Schlaf schreckt? Förderschulen verstoßen gegen eine UNO-Konvention, weil sie nicht nur Diskriminierung bedeuten, sondern auch die Statistik verfälschen.

Das ist das Dilemma der Partei. In Bayern propagiert die CSU die Zwergschule und besucht sie auch noch selbst. Deswegen müssen die heute Verwandte beschäftigen, damit sie nach dem Dienst wieder nach Hause finden.

Wie heißt es doch so schön in der Bibel: "Wahrlich, Ihr seid die Rechten. Mit Euch wird die Weisheit untergehen."

Donnerstag, 20. Juni 2013

Es ist mir eine Ehre

Aber leider auch eine Lüge

7. März 2013. Freunde der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die inzwischen unter das Dach der von Serdar Saris geleiteten Step gGmbH aus Hannover geschlüpft ist, behaupten im Internet, dass sie ein blog eingerichtet hätten, um Informationen über mich zu verbreiten. Das ist leider eine Lüge. Was die über mich verbreiten, ist mir schnurzpiepegal. Ebenso schnurzpiegegal ist mir inzwischen, dass Serdar Saris Automaten einschaltet, bevor ihn eine kritische Frage von mir erreichen kann. Der präsentiert lieber der Lüneburger Presse ein Konzept nach dem anderen, sobald wieder eins gescheitert ist. Jüngst ist er zu der Auffassung gelangt, dass Eltern länger in einer Einrichtung der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg bleiben müssten, weil die Kinder nicht so schnell wieder gesund werden wie ihre Eltern. Dass dies alles ohne jede professionelle Therapie geschieht, kümmert Serdar Saris offenbar nicht. Mit der Macht des Faktischen Geld verdienen, das scheint seine Devise zu sein. Die Kostenträger, die für Etikettenschwindel Millionen in die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg gepumpt haben, springen auf dieses Motto jedoch nicht mehr so recht an. Und das ist sehr gut so.

Nicht schnurzpiepegal ist mir allerdings, dass in dem blog, das sich angeblich gegen mich richtet, Dokumente veröffentlicht werden, in denen sogar die Namen von Kindern stehen, die sich nur mit Schrecken an ihre Zeit in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg erinnern. Dort sind sie von ihren Eltern getrennt, einige sogar verschleppt worden. Die Kleinen haben sich inzwischen von dem Grauen wieder erholt, seit sie nicht mehr in der Einrichtung sind, entwickeln sie sich prächtig und bekommen endlich die Förderung, die sie verdient haben. Genauso froh sind die Eltern. Viele von ihnen sind bei Nacht und Nebel abgehauen.

Zum ersten Mal im Netz aufgetaucht ist dieses blog im Oktober 2011. Die damalige Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die Staatsanwaltschaft von Lüneburg, die Polizei und mein Anwalt haben bei google eine Sperrung aller Dokumente erreicht. Die Dokumente waren der damaligen Geschäftsführerin zufolge aus der Einrichtung gestohlen worden. Was über mich im Netz stand, blieb drin. Dagegen wehrte ich mich nicht. Aus dem oben genannten Grund.

Die damalige Geschäftsführerin ist im Juni 2012 nach Erding gegangen, immer wieder berichtete sie über Psychoterror, anonyme Briefe und andere unangenehme Begleiterscheinungen. Serdar Saris trat die Nachfolge an. Da der sich alles schön redet, gibt es überhaupt keinen Grund für das, was jetzt geschieht oder geschehen soll. Die von google gesperrten Dokumente sollen nun nach und nach über die Schweiz wieder verbreitet werden. Wenn sich aber auch dieses blog gegen mich richten soll, warum müssen dann wieder Eltern und Kinder diffamiert werden, die ich seit 2009 beraten habe?

Ich habe heute die Staatsanwaltschaft von Lüneburg über das Ansinnen der Freunde der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg informiert. Hoffentlich kann die erneute Veröffentlichung von Behauptungen verhindert werden, die Kinder in Gefahr bringen könnten. Ich nenne diese Leute Freunde der Einrichtung, weil sich niemand mehr distanziert. Ein Angestellter der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg ist mit diesen Dokumenten schon hausieren gegangen. Dieser Angestellte wurde im Juli 2011 von der damaligen Geschäftsführerin entlassen, Serdar Saris stellte ihn wieder ein...Angeblich waren die Kündigungsgründe nicht ausreichend. Was sie mit den Konzepten von Serdar Saris gemein hätten...

Weitere Informationen über die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg unter http://familiensteller.blogspot.com

Von Leuten, die Familien zerstören und Kinderträume zerschmettern, an den Pranger gestellt zu werden, ist mir eine Ehre...

Serdar Saris erfindet Keinschreiben mit Verdrückschein

27. März 2013. Nachts schleichen Dokumentendiebe um die Häuser der Einrichtung, angeboten wird das Diebesgut aus der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg im Internet, Denunzianten tuscheln Gerüchte über den Hof, doch alles hat auch sein Gutes. Der ist: Geschäftsführer Serdar Saris, ehmals Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung Hannover. Dieser Mann erfand das Keinschreiben mit Verdrückschein.

Mehr über diese Erfindung

Staatsanwaltschaft von Lüneburg ermittelt

15. April 2013. Den ersten Beitrag, den Ruthard Stachowske auf seinen Seiten über meine angeblichen Beziehungen zu Eltern veröffentlicht hat, die ihren Kindern Schlimmes angetan haben sollen, löschte dieser Sozialpädagoge sofort wieder, weil ich gegen ihn Strafantrag gestellt hatte. Dieser Beitrag liegt der Staatsanwaltschaft von Lüneburg vor, das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden.
Auch den Beitrag, den dieser dreisteste Sozialpädagoge Deutschlands jetzt veröffentlicht hat, werde ich an die Staatsanwaltschaft von Lüneburg weiterleiten.

Hier weiterlesen

Wenn Menschen Gott spielen

23. Mai 2013. In dem anonymen blog über Gisela van der Heijden, ehemals Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, wird auch eine mail veröffentlicht, die van der Heijden am 21. Juni 2011 an meinen Rechtsanwalt geschickt haben soll. Damals ist Ruthard Stachowske noch Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen. Schon vor dieser mail wollte Stachowske von der damaligen Geschäftsführerin wissen, ob sie sich mit mir getroffen hätte. Das tat er schriftlich. Dieser Brief liegt mir vor. Der Verdacht liegt also nahe, dass sich Stachowske die mail vom 21. Juni 2011 besorgt hat.

In dieser mail fragte Gisela van der Heijden meinen Anwalt angeblich, ob wir uns darauf verständigen könnten, dass ich nach der Entlassung von Ruthard Stachowske die Berichterstattung über die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg einstelle. In dem anonymen blog wird der Name Stachowske übrigens nicht erwähnt, ansonsten wird diese mail offenbar wortwörtlich wieder gegeben. Wer da mit wem zusammenarbeitet, ist also offensichtlich.

Geschäftsführer dieser Einrichtung war auch schon Matthias Lange, heute Geschäftsführer der Wilhelmshavener Kinderhilfe

Mehr kann Staatsanwaltschaft nicht tun

20. Juni 2013 (tj). Im Netz stehen Dokumente und Schriftsätze aus der von Serdar Saris, ehemals Fraktionschef der Grünen in der Regionsversammlung Hannover, geleiteten Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg. Verleumdet werden ehemalige Klientinnen, in Gefahr gebracht werden Kinder, die in dieser Einrichtung gewesen sind. Dass Serdar Saris, der auch Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover ist, das nicht kümmert, wissen wir bereits. Der tut nichts gegen diese illegalen Seiten. Die Staatsanwaltschaft von Lüneburg dagegen hat es versucht.

Missbrauch meines Namens

Es ist mir eine Ehre (II)



Mittwoch, 19. Juni 2013

Polizeigewalt

Mit Jugendamt

Das Erste, was ich heute Vormittag vom Wilhelmshavener Jugendamt gehört habe, ist höhnisches Gelächter einer Mitarbeiterin der Bereitschaft, als ich bei dieser Behörde anrief. Meiner Aufforderung, mir bis heute 12 Uhr den Namen jener Mitarbeiterin mitzuteilen, die gestern um 21.40 Uhr mit der Polizei vor meiner Tür gestanden hat, folgt sie nur widerwillig. Meine Telefonnummer muss ich zweimal wiederholen.

Bericht auf www.zweisechsdreiachtvier.de "Polizei mit Taschenlampen"

Montag, 17. Juni 2013

Wühlmäuse

Mexikaner würden Morris wählen.












Oder: Wirr entscheidet

Jüngst ist das Gerücht aufgetaucht, dass die Partei von Rosamunde Schostok in der Vergangenheit aller Oberbürgermeister-Kandidaten wühlt, die keine Frauen sind. Besonders interessiert soll die SPD an Matthias Waldraff von der CDU sein. Das ist eine Partei, die in Hannover bei der Kandidatensuche stets Probleme gehabt hat, weil alle fragten: "Wollt ihr mich nach der Niederlage loswerden?"

Rosamunde Schostok gehört jedoch nicht zu den Wühlmäusen, sie hat eine andere Informationsquelle: "Geburtstage zuhauf:  "Beim Blick in meinen Kalender bin ich mir ganz sicher, die meisten Kinder kommen im Mai und im Juni zur Welt." Fehlt nur noch der Tipp, dass Liebes- und Ehepaare am 22. September 2013 nicht zur Wahl gehen sollten, damit das so bleibt...

Die zweite Kandidatin wird nun von der Linken ins Rennen geschickt. Deshalb ist der Fraktionschef dieser Partei in der Regionsversammlung Hannover in die SPD zurückgekehrt. "Das ist nur ein Wahlkampfgag", sagt Stefan Müller und schließt mit seiner Rückkehr die Stefan-Lücke, die Rosamunde in der SPD hinterlassen hat.

Ihre heutige Kolumne schließt die große Dichterin aus Hannover mit einer Tiergeschichte: "Obwohl: Auf einen Bürgermeister-Kandidaten schaue ich mit Respekt. Der hat, obwohl gerade erst angetreten, 1.800 Freunde, und es werden täglich mehr. Kann nicht sein, meinen Sie?

Doch: In der mexikanischen Stadt Xalapa wird die Bürgermeisterwahl zur Polit-Satire. Aktivisten haben eine Katze namens Morris zum Kandidaten gekürt.

Trotz aller Unterstützung aus dem Netz: In Hannover hätte Morris keine Chance. Hier würden Wählerinnen und Wähler durchschauen, wer bloßer Rattenfänger ist. Und sei er auch noch so charmant und fotogen wie Morris."

Diese Geschichte ergibt zwar keinen Sinn, zumal Katzen, die Ratten fangen wollen, nie wieder Whiskas kaufen würden - aber: Das Wirr entscheidet...

Mittwoch, 12. Juni 2013

Heimkinder

Pressemitteilung des niedersächsischen Sozialministeriums

Hannover. Der Beirat der niedersächsischen Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder wurde heute in Hannover gegründet. Er wird die Betroffenen dabei unterstützen, individuelle Leistungen geltend zu machen.

„Wir geben damit ehemaligen Heimkindern, die in der Zeit zwischen 1949 und 1975 in einem Heim untergebracht waren und dort viel Leid und Unrecht erfahren haben, ein deutliches Zeichen der Unterstützung", sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt anlässlich der konstituierenden Sitzung.

Die ehemaligen Heimkinder werden im Beirat die Arbeit der niedersächsischen Anlauf- und Beratungsstellen aus ihrem Wissen und ihren Erfahrungen heraus begleiten und unterstützen. Bevor der Beirat seine Tätigkeit aufgenommen hat, erfolgte die Aufarbeitung der niedersächsischen Heimerziehung durch den „Gesprächsarbeitskreis Heimerziehung in der Zeit von 1949 bis 1975". Der Beirat wird zukünftig die Arbeit der aktuell 51 Niedersächsischen Anlauf- und Beratungsstellen in Fragen der fachlichen Ausrichtung begleiten und Anregungen geben.

Zum Vorsitzenden des Beirats wurde Sven Quittkat von der Diakonie Niedersachsen gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Jürgen Beverförden als ehemaliges Heimkind gewählt. Gemeinsam rufen sie diejenigen Betroffenen, die noch keine Leistungen beantragt haben, dazu auf, sich an die örtlich zuständige Anlaufstelle zu wenden.

Die Geschäftsführung des Beirates liegt beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Stimmberechtigte Mitglieder des Beirates sind vier von der Heimerziehung in der Zeit von 1949 bis 1975 Betroffene, eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Diakonie in Niedersachsen, eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Caritas in Niedersachsen, eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V. und eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in Niedersachsen. Als nicht stimmberechtigte Mitglieder werden dem Beirat eine Vertreterin bzw. ein Vertreter des Sozialministeriums und eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Anlauf- und Beratungsstellen angehören.

Im Jahr 2012 wurden in Niedersachsen insgesamt 3.719.297,54 Euro an Betroffene ausgezahlt, davon 834.497,54 Euro als materielle Hilfebedarfe und 2.884.800,00 Euro als Rentenersatzleistungen. Verbindliche Vereinbarungen wurden mit 706 Betroffenen geschlossen (251 Frauen, 455 Männer).

Weitere Informationen hier
Runder Tisch
Kinder in Heimen