Freitag, 23. März 2012

Wahlleiter antwortet

Wahl des Oberbürgermeisters im September 2013

Sehr geehrter Herr Tjaden,

wir bestätigen den Eingang Ihres Schreibens vom  13. März 2012.

Voraussichtlich findet die Wahl zum Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt Hannover im September 2013 statt.

Zur Zeit liegen uns noch keine Formulare für die Wahl vor.

Bitte beantragen Sie die erforderlichen Unterlagen im Frühjahr 2013 erneut.

Freitag, 16. März 2012

Bis in die Puppen















96 gegen Lüttich - oder: Ein Spiel dauert mindestens 933 Minuten

Wird das nun Standard? Sepp Herberger käme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn sein Spruch "Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten" gilt nicht mehr uneingeschränkt. Wohl weil: Rahn nicht mehr aus dem Hintergrund kommen muss. Bei Hannover 96 kommt Pinto - nach schönem Pass von Ya Konan - in den Strafraum und erzielt aus spitzem Winkel das 4 : 0.

Das Spiel habe ich gesehen, eine tolle Leistung der Roten, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann, wenn man der Neuen Presse aus Hannover glaubt. Die berichtet heute, dass Pinto dieses Tor in der 933. Minute geschossen habe. Das 3 : 0 sei in der 71. Minute gefallen. So groß ist mir der zeitliche Abstand zwischen dem dritten und dem vierten Tor von Hannover 96 gar nicht vorgekommen. Gut, ich war mal mit dem Hund draußen, aber dass wir uns dermaßen verlaufen haben: Daran kann ich mich nicht erinnern.

Wer weiß, vielleicht hat die Neue Presse auch nur ein Zwischenergebnis veröffentlicht. Doch dann fehlte der Hinweis, dass es bei Redaktionsschluss 4 : 0 gestanden habe - über den weiteren Spielverlauf berichte man am Samstag, hätte man zudem ankündigen müssen.

Bleibt zu hoffen, dass die Roten mit dem Spiel gegen Standard Lüttich vor dem Abflug nach Madrid fertig sind. Sonst würden sie sehr unglücklich im Viertelfinale ausscheiden...

Montag, 12. März 2012

Das Leben läuft

September 2010: Radtour für Kinderrechte von Rüsselsheim
nach Stuttgart. Mehr hier


















Wie ich geworden bin, was ich geworden bin

Wie Heinz Erhardt bin ich an einem 20. Februar geboren, auch an meiner Wiege stand eine Fee mit faltenreichem Gewand und ebensolchem Gesicht. Sie sagte zu mir ebenfalls: "Du musst dichter werden."
Das wurde ich erst später. Erst einmal machte ich Abitur in Wilhelmshaven und eine Lehre als Industriekaufmann bei den Olympia-Werken in Roffhausen bei Wilhelmshaven.

Als Gymnasiast trat ich in die Wilhelmshavener SPD ein, gehörte zu einer Initiative, die sich für den Bau eines Freizeitheimes in Fedderwardergroden einsetzte und setzte mich für einen Kinderladen im Wiesenhof ein. Widerstand gegen diese Vorhaben gab es von vielen Seiten. Bei einer Diskussionsveranstaltung im Sportheim des STV Voslapp hielt Egon Kuhn, Freizeitheimleiter in Hannover-Linden, einen Vortrag über die Jugendzentrenbewegung. Nach der Veranstaltung fragte er uns, wer denn dieser Mann mit den dummen Fragen gewesen sei. Wir mussten gestehen. Das war der Stadtjugendpfleger. Nach fünf Jahren trat ich aus der SPD wieder aus. Die war einfach nicht mehr mein Fall.

Nach dem Studium in Mainz (Volkswirtschaftslehre und Publizistik) lockte mich eine Frau nach Hannover. Später sollte ich mit Altkanzler Gerhard Schröder etwas Gemeinsames haben: vier Ehen...
Als Redakteur und Chefredakteur in Hannover, in Burgdorf bei Hannover und in Hamburg verdiente ich meinen Lebensunterhalt, traf Politiker wie Ursula von der Leyen, Gerhard Schröder und Heiner Geißler. Auch niedersächsische Landtagsabgeordnete und Europaabgeordnete habe ich bis heute nicht aus den Augen verloren.

Auch in Hannover gehörte ich zu einer Initiative. Die setzte sich für ein Kulturzentrum in Hannover-Bothfeld ein. Setzten wir durch. Das Freizeitheim Vahrenwald brachten wir mit einer Erzählstube wieder in Schwung. Nach dem Fall der Mauer war ich Pendler zwischen Hannover und Leipzig, nach mehrere Projekten schrieb ich die Broschüre "Ein anderer deutscher Herbst".

Jahrelang beriet ich Aussteigerinnen und Aussteiger aus Sekten, gehörte zu den Gründungsvorstandsmitgliedern eines bundesweiten Vereins, der Aufklärungsarbeit leistete. In Burgdorf bei Hannover gesellte ich mich zu Organisatoren von Kinderfesten. Der Reinerlös wurde gespendet. Mit einem CDU- und einem FDP-Mitglied betreute ich eine Prominentenelf, die für gute Zwecke hinter dem runden Leder herjagte.

Bei Hundespaziergängen kommen mir Ideen für ironische Erzahlungen und für Aktionen. So erfand ich 2009 einen Preis für Jugendämter, die sich um das Kindesunwohl besonders verdient machen, denn das Kinder- und Jugendhilfesystem in Deutschland ist schlicht katastrophal.

Meine Bücher 

Sonntag, 11. März 2012

Messestädte

Ereignisse in Leipzig und Hannover.






















Leipzig und Hannover in der Wende-Zeit

Der hannoversche Oberbürgermeister-Kandidat Heinz-Peter Tjaden ist in den Wendejahren oft in Leipzig gewesen, mit dem Literaturverein "Dachluke" startete er ein Projekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR, die Geschichten und Erfahrungsberichte sammelten. So entstand eine Broschüre über einen anderen deutschen Herbst.

Hier bestellen

Hannovers Vorzüge

Und immer wieder eine neue Imagekampagne

„Die Imagediskussion wabert durch Hannover, seitdem ich mich mit Kommunalpolitik beschäftige“, meinte Weil. Zu einem besseren Image beitragen könnten nicht nur neue Plakate und Prospekte – auch die Bewohner Hannovers könnten durchaus öfter ihre norddeutsche Nüchternheit ablegen und offensiver für die Vorzüge ihrer Stadt werben." Hat vorgestern im "Hamburger Abendblatt" gestanden.

Der in diesem Artikel zitierte Stephan Weil ist seit fünf Jahren Oberbürgermeister von Hannover - und kennt seine Pappenheimer von Leine und Ihme immer noch nicht?

Denn die meisten Bewohner Hannovers werden auch künftig nicht "offensiver für die Vorzüge dieser Stadt werben". Die kümmern sich nicht einmal darum, wenn Hannover sogar von Leuten schlecht gemacht wird, die noch nie durch die Stadt gebummelt sind. Wie vor der Expo geschehen.

Wenn das "norddeutsche Nüchternheit" ist, wird Weil schon erklären müssen, was daran schlecht sein soll. Hannover muss sich niemand schön saufen. Und die hinlänglich bekannten Bausünden kann niemand wegsaufen. Die sind gerade in der Bahnhofsgegend viel zu oft geschehen.

Meines Wissens ist Hannover die erste Stadt gewesen, die sich vor rund 40 Jahren einen Stadtimagepfleger zulegte. Der erfand den "Roten Faden". Folgt man dem, erfährt man in kurzer Zeit: Diese Stadt ist spannend. Die muss nicht alle Jahre wieder von Imagekampagnenerfindern heimgesucht werden.

Wenn nun auch noch im "Hamburger Abendblatt" steht, mit der neuen Werbeaktion solle bewiesen werden, dass man in Hannover etwas werden kann, dann denke ich an Treppenstufen zu einer Wohnung in der Südstadt. Verabredet war ich damals mit einem Mädchen, das bei seiner Mutter lebte. Die Mutter ließ mich in die Wohnung, bat mich in die Stube. Dort saß ich und wurde in Augenschein genommen. Dann erschien dieses Mädchen im Türrahmen, gehüllt in ein gelbes Badetuch und sagte: "Ich komme gleich." In diesem Augenblick ist für mich aus diesem Mädchen die schönste Frau der Welt geworden.

Ganz ohne Imagekampagne...