Sonntag, 15. April 2012

Das Weichei

Wird von der SPD in Stellung gebracht

"Wenn es nach der SPD geht, heißt Hannovers nächster Oberbürgermeister Stefan Schostok. Heute wird der Sozialpädagoge auf einem außerordentlichen Parteitag in Ricklingen nominiert." Steht in der Neuen Presse Hannover (NP) vom 14. April 2012. Die Überschrift lautet: "So tickt der OB-Kandidat - 2013 wird Weils Nachfolger gewählt - Heute bringt die SPD Schostok in Stellung".

Schon mein viel zu früh verstorbener Kollege Bengt Pflughaupt, der sowohl für die NP als auch für "Bild" gearbeitet hat, vertrat die Auffassung: "Überschriften machen kann die Neue Presse nicht." Was wieder einmal bewiesen wird. Denn ein Weichei kann man nicht in Stellung bringen. Das rollt vom Tisch und schon klebt der Küchenboden.

Wie Sozialpädagogen ticken, kann ein Normalsterblicher nie so ganz nachvollziehen, die kommen vor lauter Hinterfragen nicht weiter als bis hinter die Frage. Warum jemand eine Frage stellt, dahinter kommen die gar nicht. Beweist Stefan Schostok im "Abgeordnetenwatch". Von einem offenbar nicht verheirateten Vater gefragt, warum auf europäischer Ebene immer wieder scharfe Kritik an der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland geübt wird, eiert der 48-Jährige zu dem Nebensatz "wenn es dem Wohl des Kindes dient".

Wer, Herr Schostok, entscheidet denn darüber, was gut ist für ein Kind? Die Antwort: Viel zu oft inkompetente Jugendämter in Zusammenarbeit mit schlampig arbeitenden Gutachtern und voreingenommenen Familiengerichten, die gar nicht daran denken, alle Möglichkeiten einer Familie auszuschöpfen. Kinder werden getrennt, Grundrechte mit Füßen getreten, Akten hinter dem Datenschutz verborgen.

Eltern, die sich nach Scheidung oder Trennung, fetzen, sind zwar auch nicht besser als diese Instanzen, aber manchmal wird solch ein Streit provoziert. Die Zeit spielt den Behörden in die Hände, bis die Kinder nicht mehr herausgerückt werden. Das funktioniert so: Nach einer Gefährdungsmeldung kommt es zu einer Anhörung vor dem Familiengericht, das Kind landet in einem Heim oder angeblich vorübergehend in einer Pflegefamilie, nach Monaten verlässt sich das Gericht auf das angemaßte - weil rechtswidrige - Urteil eines Gutachters, der sich im Umfeld der Familie und in der Familie ein wenig umgehört hat, den Eltern werden Teile des Sorgerechts ebenfalls angeblich vorübergehend entzogen, der Kontakt zu den Kindern wird erst einmal gekappt, weil die Kleinen angeblich zur Ruhe kommen müssen, bei Hilfeplangesprächen werden alte Geschichten so lange aufgewärmt, bis auf Hilfepläne, die den Gesetzen entsprechen, gänzlich verzichtet wird. Kann zwischen die Partner ein Keil getrieben werden, wird er getrieben. Wehrt sich jemand dagegen, ist er - gängiges Jugendamtsdeutsch - nicht kooperativ, in seiner Wahrnehmung gestört und somit eine Gefahr für seine Kinder...

Das Weichei der hannoverschen SPD bei Abgeordnetenwatch

 

Kommentare:

  1. Wie wahr, wie wahr!!!
    Das sind die Tatsachen, die das Amt leider nie sehen will! Und wenn die armen kleinen dazu Kriminell werden, wird es auch noch auf die Eltern geschoben. Und wenn ein Kind in der Pflegefamilie verhungert oder auf andere weise stirbt war es wieder keiner! Nein, dann ist das Kind womöglich noch selber Schuld!!! Hauptsache das Amt trägt keine Schuld!!!

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  2. endlich einmal ein ob-kandidat der tacheles redet...

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  3. ich habe die antwort von schostock auf abgeordnetenwatch gelesen. der scheint sich in familiensachen überhaupt nicht auszukennen. von familien sollte der also nicht gewählt werden...

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  4. lehrer, sozialpädagogen...so sieht die politik dann auch aus :-(

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    1. du hast die Stasi vergessen!

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  5. die medien scheinen sich noch nicht ganz einig zu sein, wie sich dieser ob-kandidat schreibt. das kann ruhig so bleiben :-)

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    1. das Amt ist die Stasi und wir leben dank der SPD in der DDR. Grüne, wählt die Schwatten!

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  6. ich habe die antwort von schostock bzw schostok bei abgeordnetenwatch gelesen. noch schlimmer sind seine faseleien auf den ihm eigenen seiten...

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    1. Grüne, wählt die Schwatten!!!

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  7. Hannover wählt leider grundsätzlich immer die SPD. Das ist sehr sehr schlecht so, denn alle Angestellten vom sozialen Dienst (auch Sozialpädagogen) sind unter aller Kanone, behandeln ungescholtene Bürger wie Dreck, töten Hunde wie Susi (Bild berichtete seriös, da Strafanzeige zugehörig zum Artikel) und sind direkt aus der Stasi entlaufen. Seine Polen rauben als Banden Leute aus. Dieser Mann ist eine massive Gefahr für unseren Staat und nur durch schwarz-grün zu stoppen. Grüne, lest das bitte, bitte!!!

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