Freitag, 28. Dezember 2012

Videobotschaft


CDU will mich in die Klapse schicken

Die Niedersachsen-CDU hat mir heute per mail eine Video-Botschaft zukommen lassen. Die ist angeblich nur für mich bestimmt. Deswegen weiß ich gar nicht, ob ich öffentlich machen darf, was mir der CDU-Generalsekretär Ulf Thiele erzählt hat. Die Landtagswahl sei völlig offen, sagte er so ziemlich am Anfang, bevor das dicke Ende kam. Dass die Wahl spannend wird, ist kein Geheimnis. Die Bitte von Thiele, ich möge doch so lange auf fünf Freunde und Bekannte einreden, bis sie CDU wählen, nun auch nicht mehr.

Dafür müsste ich Ulf Thiele aber erst um eine Verschiebung der Landtagswahl in Niedersachsen bitten. Denn wenn ich versuchen würde, auch nur einen meiner Freunde davon zu überzeugen, dass er CDU wählen sollte, wäre ich erst einmal weg. Welchen Freund ich auch fragen würde, jeder würde meinen, dass ich den Verstand verloren habe. Schon säße ich in der Klapse. Dort den Ärzten klar machen, dass ich mir nur einen schlechten Scherz erlaubt habe, dürfte gar nicht so einfach sein. Die hätten sicherlich viele Fragen.

Zum Beispiel diese: Sie wollen also weiter einen Innenminister haben, der eine Familie erst ausweist und dann wieder zurückholt? Oder diese: Sie wollen also weiter einen Ministerpräsidenten haben, der Muslimen erzählt, sie seien in Niedersachsen willkommen, aber doch nicht ganz so gern gesehen wie Protestanten und Katholiken? Sie wollen also weiter einen Bildungsminister, von dem sie nicht einmal den Namen kennen? Sie wollen also weiter einen Regierungschef, der gesagt hat, er gehe davon aus, dass sich niemand mehr an seinen Vorgänger erinnert?

Hoffentlich bekomme ich nicht auch noch eine Videobotschaft von der SPD. Denn fünf meiner Freunde davon überzeugen zu wollen, dass sie Stephan Weil wählen sollten, könnte für mich ähnlich unangenehm enden. Also, verschiebt erst einmal die Wahl. Dann diskutieren wir weiter.

Montag, 26. November 2012

Armes Hannover

Stefan Schostock - OB-Kandidat wider Willen?

Ein Alleinstehender mit einem monatlichen Einkommen, das unter 848 Euro liegt, gilt in Deutschland als arm. In Hannover sind einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zufolge 22,6 Prozent von Armut bedroht, 12,8 Prozent leben von Hartz IV. In der Armuts-Tabelle liegt die niedersächsische Landeshauptstadt auf Platz 4 hinter Leipzig, Dortmund und Duisburg.

Andere Sorgen hat der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Stefan Schostok. Der fragt sich auf seinen Internet-Seiten "Was soll ich heute kochen?" und serviert "Futter für´s Volk". Vielleicht will er mit Kochrezepten so viele Wählerinnen und Wähler gewinnen, dass er 2013 Weil-Nachfolger wird, wie Johannes Mario Simmel mit Kochrezepten in seinem Schelmenroman "Es muss nicht immer Kaviar sein" so viele Leserinnen und Leser gewonnen hat, dass er 1960 seinen ersten Bestseller schrieb. Der Untertitel dieses Romans lautete "Die tolldreisten Abenteuer und auserlesenen Kochrezepte des Geheimagenten wider Willen Thomas Lieven."

Wenn Stefan Schostok lediglich ein Oberbürgermeisterkandidat wider Willen wäre, dann wäre es ja gut. Dann seien ihm bis zum Wahltermin auch noch einige tolldreiste Abenteuer gegönnt. Mögliche Termine wären: Elefantenbabys stemmen im Zoo, Silvester Margot Käßmann nach Hause fahren, Wahlkampfbüro im Ihme-Zentrum einrichten, in der Südstadt gegen das Berufsbeamtentum demonstrieren, auf dem Flohmarkt das Godesberger Programm verhökern...

Freitag, 26. Oktober 2012

Betr. HAZ und NP

Burgdorf als Beilagen-Stadt

Den Kriminalbeamten war die Durchsuchung immer peinlicher geworden. Als ich darauf bestand, dass auch mein Keller in Augenschein genommen wird, folgte die Kripo meiner Anregung nur noch widerwillig und keineswegs gründlich. Ich war damals Vorsitzender des Vereins “Hilfe für Kinder in Burgdorf”. Beim Vereinsvorsitz wäre es auch geblieben, wenn in der Straße gegenüber nicht ein Magazinmacher gewohnt hätte, der am 6. November 2003 “einigen Interessierten” per mail die Wohnungsdurchsuchung bekannt machte.

Schlimmer als die “Bild”-Zeitung?

Freitag, 5. Oktober 2012

Der Plan

Eine Stadt für die Kinder
 
“Wir machen Wilhelmshaven zur kinderfreundlichsten Stadt von Deutschland.” Schreibt eine Mutter aus Schleswig-Holstein bei Facebook. Nach zwölf Jahren will sie ihren Jungen wiederhaben, der ihr im Säuglingsalter in einer Lüneburger Psychosekte weggenommen worden ist, die sich seit der Gründung im Jahre 1993 auf die Zerstörung von Familien spezialisierte. Diesen Vorwurf erhob ich bereits 2009, doch niemand glaubte mir. Der Leiter der Einrichtung verklagte mich mehrfach vor dem Landgericht in Hamburg, das erste Verfahren gewann er noch zu 75 Prozent, dann landete er dreimal auf der Nase. Erst als bei der Trägerin die Geschäftsführung wechselte, wurde meine Auffassung geteilt, der Leiter der Einrichtung wurde im Juli 2011 entlassen.

Mütter ziehen um

Eine Bildergeschichte

Mittwoch, 12. September 2012

Medienwirklichkeit

Erschienen bei Lulu.



















Nicht nur amüsante Geschichten aus dem Redaktionsalltag

Das erfahren die Leserinnen und Leser selten oder gar nicht: Was geschieht hinter den Kulissen der Medien? Nun erfahren sie es aber doch: Aus der bei Lulu erschienenen Broschüre “Ich hörte sein Keuchen hinter meinem Rücken – Als Ursula von der Leyen noch Röschen hieß”, mit ihrem Rad das elterliche Anwesen in Burgdorf bei Hannover verließ und sich ein 14-Jähriger im August 1980 an ihre Reiterstiefel heftete, sollte das unbedingt in der Lokalzeitung stehen, während Polizei und Staatsanwaltschaft jede Auskunft verweigern.

Weitere Informationen

Freitag, 20. Juli 2012

Treureal/Treu(un)real

Anjas Erste, Beates Zweite...hat jetzt einen
Briefkasten in der Frankfurter Kennedyallee.
Stand: 29. April 2012















Nun in Munster

Hannover - 20. Juli 2012 (tj). Treureal zieht weiter. Nun ist das Unternehmen in Munster. Das wurde heute Mieterinnen und Mieter in Wilhelmshaven mitgeteilt.

Ein Verwalter schnürt immer wieder sein Päckchen

Die Eigentümerin vieler Häuser in Deutschland wechselt ihre Namen so schnell wie nach Recherchen von Redakteuren ihre Firmensitze. Sie nennt sich Anjas Erste Property, Beates Zweite Property...Aus dem Handelsregister von Frankfurt ist sie inzwischen verschwunden. Geburtsort dieser Heuschrecke ist London.

Häuser verfallen, Wohnungen verschimmeln, Heizungen funktionieren nicht, Bürgermeister protestieren, Mieter schreiben sich die Finger wund, bekommen keine Antwort. Dafür aber immer wieder Mahnungen, fristlose Kündigungen, die sofort wieder zurückgenommen werden, wenn jemand mit der Polizei droht. Dann darf man wohnen bleiben.

Verwaltet werden die Häuser nach einer Verschnaufpause wieder von der Treureal Property Management GmbH. Die ist geübt im Vertrösten und bekannt für Rundreisen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Leipzig, Hamburg, Bremen, Mannheim oder Hannover starten, bei der Ankunft Besserung versprechen und so schnell wieder verschwunden sind wie sie kamen.

Jetzt bekommen Mieter, für die schon Treureal aus Leipzig, Hamburg und Bremen zuständig gewesen ist, Post aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die trägt den Vermerk "Dieser Brief wurde maschinell erstellt und wird nicht eigenhändig unterschrieben". Ist wohl auch gar nicht möglich. Denn auch bei dem Treureal-Sitz Brüderstraße 5, 30 159 Hannover, dürfte es sich eher um eine Schein- als um eine Realadresse handeln. Denn auch von dort wird niemand eine Antwort auf die Frage bekommen, wo Anjas Erste Property, die bis Dezember 2011 in Frankfurt beheimatet gewesen sein soll, sich denn nun als Heuschrecke vollfrisst. Fest steht nach Recherchen des Südwestfunks: In Frankfurt hat es keine Büros von Anjas Erster Property, Beates Zweiter Property...gegeben.

Siehe auch

Fax an Treureal in Hannover vom 1. Mai 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun also Treureal in Hannover. Am 22. Dezember 2011 ist bei mir ein Treureal-Mitarbeiter aus Hamburg gewesen. Er besorgte mir eine neue Waschmaschine, ersetzte mein Notebook, das er während seiner Anwesenheit zerstört hatte und fotografierte die Mängel in meiner Wohnung, die mich seit Jahren zu Mietkürzungen veranlassen (einschließlich ausgefallener Heizung im Dezember 2010). Dann stellte sich der neue Hausmeister vor, der seitdem nicht mehr gesehen worden ist.
Ich habe Treureal in Hamburg bereits mitgeteilt, dass ich inzwischen Glühbirnen im Treppenhaus auswechsele und Arbeiten übernehme, die ich eigentlich mit den Nebenkosten bezahle. Auf die versprochene Beseitigung der Mängel warten auch andere Mieter vergeblich.

Ich werde auch weiterhin die Miete kürzen und außerdem nur noch für die Heizung bezahlen. Die Nebenkosten sind für mich mit den Arbeiten, die ich erledige, abgegolten.

Die Eigentümerin der Häuser - Anjas Erste Property, Beates Zweite Property - hat meinen Informationen zufolge inzwischen einen neuen Briefkasten in der Kennedyallee von Frankfurt. Schreiben an die Eigentümerin führen ebenfalls zu nichts, weil ich Frankfurt nach Recherchen von Fernsehredakteuren auch nichts ist.

Weitere Berichte

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ein Gedicht

Oma ist aus dem Eilenriedestift

Oma ist vollkommen aus dem Eilenriedestift, Mami und Papi haben alle Verwandten, Freunde und Bekannten angerufen: "Klein-Stefan hat sein erstes Gedicht geschrieben." Das beginnt so: "Ach, das Leben kann so schön sein. Wenn die deutsche Elf bei der Europameisterschaft gewinnt. Wenn nach Tagen der Kälte und des ständigen Nieselns und Regnens die Sonne durchbricht. Wenn ein Abendtermin ausfällt und Freunde anrufen, um spontan zum Grillen einzuladen. Und erst recht dann (denn ich bin ja nicht nur Genussmensch, sondern homo politicus), wenn die schwarz-gelbe Mehrheit in Bund und Land wirklich alles dafür tut, um bald zur Minderheit zu werden."

Doch in die Freude mischen sich auch kritische Stimmen. Darf Klein-Stefan so spät abends noch Fußball gucken? Was heißt "ein Abendtermin" fällt aus? Wo treibt sich der Kleine denn sonst noch so herum? Oma will keinen homo politicus als Enkel. Wenn die Zeit gekommen ist - und das ist für Oma nach der Trauung in der Kirche - soll sich Klein-Stefan für ein Mädel interessieren und mit ihr viele kleine Dichter zeugen.

Dann fiel Oma in Ohnmacht. Im Radio hatte sie gehört, dass sich Klein-Stefan im niedersächsischen Landtag daneben benommen haben soll. Eklat nannten die das. Der Innenminister, der für Vietnamesen das Prinzip, ich schicke euch für ein paar Tage nach Hause und hole euch dann wieder nach Niedersachsen, einführte, verließ deswegen den Plenarsaal, wie Oma das Restaurant des Eilenriedestiftes, wenn es Kohl mit Pinkel gibt.

Vor wenigen Minuten  ist Oma wieder aufgewacht. Eine Krankenschwester erklärte ihr, dass Klein-Stefan nur ein Zitat vorgetragen habe. Aber welches? Ach, das Leben ist so schön? Freunde rufen an, um spontan zum Grillen einzuladen? Nach Tagen der Kälte und des Nieselns und Regnens?

Nun quält Oma die Frage: Warum verlässt der Innenminister von Niedersachsen deswegen den Plenarsaal?

Mittwoch, 30. Mai 2012

Die Bildungslüge

Wird auch in Hannover erzählt

Was für eine Bildungskatastrophe! Die der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann nun auch noch als Erfolg verkaufen wollen. Die Schülerzahl pro Klasse soll im nächsten Schuljahr an Gymnasien ab der 10. Klasse 26 betragen. Mit denselben Massenveranstaltungen sollen auch Grundschulen in Niedersachsen ihren Bildungsauftrag erfüllen.

Mehr Lehrer brauche das Land deswegen nicht, sagen ein Ministerpräsident, der nächstes Jahr wiedergewählt werden möchte, und ein Kultusminister, der zu den Farblosesten seiner Zunft gehört und am Bildungssystem herumgedoktort hat als könne dieser Patient gar nicht mehr sterben, weil er - bereits tot ist.

Die vom Land vorgegebenen Zahlen führen zu Schulschließungen in Städten und Kommunen, spiegeln sich wider in Umfragen, bei denen weit mehr als die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer gesteht, dass sie keine Lust mehr hat, Kinder werden zu Schulen gekarrt, die von ihren Elternhäusern so weit entfernt sind als müsse schon ein 7-Jähriger auf Fernreisen vorbereitet werden, die er sich als Erwachsener kaum wird leisten können, weil ihm schon vor der Lehre bestätigt werden muss, dass er keine der Grundvoraussetzungen für eine qualifizierte Ausbildung besitzt.

18 Schülerinnen und Schüler ist dermaleinst das Ziel gewesen - und fast alle Experten waren sich einig, dass nur dann ein sinnvoller Unterricht möglich ist. Jedes Jahr zu Weihnachten leierten Politiker das Lied "Bildung ist eine Investition in die Zukunft" herunter, bis 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler nicht mehr zu Wahl gingen.

Die Parteien, die dieses Liedlein ohne Zähne im Mund weiter trällern, sollten endlich konsequent sein und sagen: Wir verzichten auf Bildungspolitik...Dann bekommt jede und jeder von ihnen 500 Euro Betreuungsgeld pro Monat, das sie aber nur in einem fernen Land ausgeben dürfen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Staatsanwaltschaft Hannover

Nun ist auch noch eine Verfassungsbeschwerde verschwunden

"Der Eingang einer Verfassungsbeschwerde von Ihnen vom 15. Dezember 2009 kann hier leider nicht festgestellt werden." Schreibt mir die Regierungsangestellte Göckede im Namen des Bundesverfassungsgerichtes (AR 3383/12).

Ist wohl wie bei Clausthaler. So, wie es vorkommen kann, dass ein Gast dieses alkoholfreie Bier noch nicht kennt, kann es beim Bundesverfassungsgericht vorkommen, dass eine Verfassungsbeschwerde, die ich als Internet-Fax, als mail und auf dem Postweg nach Karlsruhe geschickt habe, nicht ankommt. Ebenso vorkommen kann es, dass die Regierungsangestellte Göckede mit ihrer Antwort beweist, dass sie meine Erinnerung nicht gelesen haben kann. Diese Erinnerung habe ich auch Bundespräsident Joachim Gauck geschickt. Der könnte notfalls bestätigen, dass ich mit meiner Vermutung nicht ganz falsch liege.

In meiner Erinnerung vom 1. Mai 2012 habe ich das Bundesverfassungsgericht darauf hingewiesen, dass es in meiner Verfassungsbeschwerde vom 15. Dezember 2009 um ein Verhalten geht, das vom Landgericht in Hildesheim gerügt worden ist. Außerdem habe ich dem Gericht einen Link zu meiner Verfassungsbeschwerde geschickt. Der nicht angeklickt worden sein kann. Wenn aber meine Erinnerung beim Bundesverfassungsgericht verschwunden ist, warum hat diese Regierungsangestellte dann nicht im Netz nachgelesen, was ich am 15. Dezember 2009 geschrieben habe? Ich habe mich über die Verschleppung eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Hannover beschwert. Das nimmt diese Regierungsangestellte einfach nicht nur Kenntnis.

Statt dessen antwortet sie mir: "Ergänzend wird bereits darauf hingewiesen, dass Ihrem Telefax entnommen wird, dass Sie sich wohl gegen eine Entscheidung des Landgerichtes Hildesheim von September 2006 wenden wollen." So was kann ja einmal vorkommen? In meiner Erinnerung erwähne ich ein Ermittlungsverfahren. Seit wann führen Gerichte Ermittlungsverfahren? In meiner Erinnerung weise ich auf eine Rüge des Landgerichtes Hildesheim hin. Die gar nicht nachgelesen wird.

Weiter schreibt die Regierungsangestellte Göckede, dass die "Einlegungs- und Begründungsfrist" für eine Verfassungsbeschwerde einen Monat betrage. Da hat das Bundesverfassungsgericht aber Glück gehabt. Meine Verfassungsbeschwerde ist nicht nur verschwunden, ich habe sie auch zu spät begründet.

Trotzdem heißt es an anderer Stelle: "Es wird Ihnen anheim gestellt, Ihre Verfassungsbeschwerde hier schriftlich einzureichen." Soll ich persönlich vorbeikommen, damit mir der Pförtner gleich sagen kann, dass ich vergeblich angereist bin?

Soll ich diesen unglaublichen Skandal noch einmal kurz zusammenfassen? Aber gern: Am 3. November 2003 hebeln Kripobeamte aus Garbsen meine Wohnungstür auf, sie stehen um 7 Uhr morgens neben meinem Bett, reißen mich aus dem Schlaf. Vorgeworfen wird mir die Verbreitung von Kinderpornografie. Angebliches Beweismittel ist eine einzige Datei! Nach über einem halben Jahr bekommt meine Anwältin endlich die Akte. Die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover hat bis dahin immer nur der Presse Auskunft gegeben...Ich verlor einen Job nach dem anderen...

Immer wieder schrieb ich deswegen an das niedersächsische Justizministerium, das mir eine Antwort des Generalstaatsanwaltes versprach, die ich nie bekommen habe. Zweieinhalb Jahre später bastelte die Staatsanwaltschaft Hannover eine Klageschrift zusammen, die ich vor Gericht zerfetzte. Ohne Anwalt. Ein halbes Jahr später stellte das Landgericht von Hildesheim fest, dass die Staatsanwaltschaft von Hannover das Verfahren nicht nur verschleppt hatte, sie hatte mich auch zu Unrecht angeklagt. Also versprach mir ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Hannover am Telefon eine gütliche Einigung, wenn ich mich still verhalte. Tat ich. Leider. Denn dieser Mitarbeiter, der sich Wendt nannte, hatte mich belogen.

Dazu fällt mir immer eine Begegnung ein, die ich im Dezember 2003 auf der Straße mit einem CDU-Mitglied hatte, das für einen großen Hamburger Verlag arbeitet. Dieses CDU-Mitglied sagte: "Das ist die größte Intrige, von der ich jemals gehört habe."

Auch diesen Beitrag schicke ich nicht nur an das Bundesverfassungsgericht, sondern auch an Bundespräsident Joachim Gauck.

Teil II: Weitere Schlampereien der Staatsanwaltschaft von Hannover


Samstag, 5. Mai 2012

96 48 Punkte

Wieder jubeln die 96-Fans.

Mit 2 : 1-Sieg gegen Kaiserslautern nach Europa

2./9. August 2012 Erste Runde
23./30. August Zweite Runde
20.  September Beginn der Gruppenphase

Samstag, 28. April 2012

Was falsch gemacht

Kinder malen bei einem Burgdorfer Kinderfest im
Haus der Jugend. Foto: Heinz-Peter Tjaden
















Keine Antwort von niemandem

Irgend etwas mache ich falsch: Hätte ich ein Buch geschrieben, in dem eine Theorie vertreten wird, die das Bild von Eltern verdunkelt und das Bild von Pflegeeltern in hellem Licht erstrahlen lässt, damit der in der Verfassung verbriefte Schutz der Familie ausgehebelt werden kann, stünde ich wahrscheinlich längst wie das Psychologen-Ehepaar Nienstedt und Westermann aus Münster auf den offiziellen Seiten der Stadt Burgdorf.

Was ich falsch gemacht haben könnte, könnte sein: Im Gegensatz zu Nienstedt und Westermann bin ich 1984 und 1985, außerdem von 1989 bis 2003 Lokalredakteur in Burgdorf gewesen, habe mit einer Handvoll Leuten den Verein "Hilfe für Kinder in Burgdorf" gegründet, der sieben Kinderfeste organisierte und als Reinerlös 12 500 Euro in die Kassen von Schulen und Kindergärten spülte. Schirmherr dieser Feste war Bürgermeister Alfred Baxmann.

Den habe ich vor gut einer Woche darauf hingewiesen, dass ich mit einer7-Jährigen aus Lübeck das Bilderbuch "Wenn Zahlen einen Kopfstand machen" veröffentlicht habe. Keine Antwort. Auch Schulen und Kindergärten, die in den Jahren 2000 bis 2003 bei diesen Festen mitmachten und davon profitierten, unterrichtete ich. Keine Antwort.

Möglich ist aber auch immer noch: Die planen größere Bestellungen, die organisiert sein wollen...

Sonntag, 15. April 2012

Das Weichei

Wird von der SPD in Stellung gebracht

"Wenn es nach der SPD geht, heißt Hannovers nächster Oberbürgermeister Stefan Schostok. Heute wird der Sozialpädagoge auf einem außerordentlichen Parteitag in Ricklingen nominiert." Steht in der Neuen Presse Hannover (NP) vom 14. April 2012. Die Überschrift lautet: "So tickt der OB-Kandidat - 2013 wird Weils Nachfolger gewählt - Heute bringt die SPD Schostok in Stellung".

Schon mein viel zu früh verstorbener Kollege Bengt Pflughaupt, der sowohl für die NP als auch für "Bild" gearbeitet hat, vertrat die Auffassung: "Überschriften machen kann die Neue Presse nicht." Was wieder einmal bewiesen wird. Denn ein Weichei kann man nicht in Stellung bringen. Das rollt vom Tisch und schon klebt der Küchenboden.

Wie Sozialpädagogen ticken, kann ein Normalsterblicher nie so ganz nachvollziehen, die kommen vor lauter Hinterfragen nicht weiter als bis hinter die Frage. Warum jemand eine Frage stellt, dahinter kommen die gar nicht. Beweist Stefan Schostok im "Abgeordnetenwatch". Von einem offenbar nicht verheirateten Vater gefragt, warum auf europäischer Ebene immer wieder scharfe Kritik an der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland geübt wird, eiert der 48-Jährige zu dem Nebensatz "wenn es dem Wohl des Kindes dient".

Wer, Herr Schostok, entscheidet denn darüber, was gut ist für ein Kind? Die Antwort: Viel zu oft inkompetente Jugendämter in Zusammenarbeit mit schlampig arbeitenden Gutachtern und voreingenommenen Familiengerichten, die gar nicht daran denken, alle Möglichkeiten einer Familie auszuschöpfen. Kinder werden getrennt, Grundrechte mit Füßen getreten, Akten hinter dem Datenschutz verborgen.

Eltern, die sich nach Scheidung oder Trennung, fetzen, sind zwar auch nicht besser als diese Instanzen, aber manchmal wird solch ein Streit provoziert. Die Zeit spielt den Behörden in die Hände, bis die Kinder nicht mehr herausgerückt werden. Das funktioniert so: Nach einer Gefährdungsmeldung kommt es zu einer Anhörung vor dem Familiengericht, das Kind landet in einem Heim oder angeblich vorübergehend in einer Pflegefamilie, nach Monaten verlässt sich das Gericht auf das angemaßte - weil rechtswidrige - Urteil eines Gutachters, der sich im Umfeld der Familie und in der Familie ein wenig umgehört hat, den Eltern werden Teile des Sorgerechts ebenfalls angeblich vorübergehend entzogen, der Kontakt zu den Kindern wird erst einmal gekappt, weil die Kleinen angeblich zur Ruhe kommen müssen, bei Hilfeplangesprächen werden alte Geschichten so lange aufgewärmt, bis auf Hilfepläne, die den Gesetzen entsprechen, gänzlich verzichtet wird. Kann zwischen die Partner ein Keil getrieben werden, wird er getrieben. Wehrt sich jemand dagegen, ist er - gängiges Jugendamtsdeutsch - nicht kooperativ, in seiner Wahrnehmung gestört und somit eine Gefahr für seine Kinder...

Das Weichei der hannoverschen SPD bei Abgeordnetenwatch

 

Freitag, 23. März 2012

Wahlleiter antwortet

Wahl des Oberbürgermeisters im September 2013

Sehr geehrter Herr Tjaden,

wir bestätigen den Eingang Ihres Schreibens vom  13. März 2012.

Voraussichtlich findet die Wahl zum Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt Hannover im September 2013 statt.

Zur Zeit liegen uns noch keine Formulare für die Wahl vor.

Bitte beantragen Sie die erforderlichen Unterlagen im Frühjahr 2013 erneut.

Freitag, 16. März 2012

Bis in die Puppen















96 gegen Lüttich - oder: Ein Spiel dauert mindestens 933 Minuten

Wird das nun Standard? Sepp Herberger käme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn sein Spruch "Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten" gilt nicht mehr uneingeschränkt. Wohl weil: Rahn nicht mehr aus dem Hintergrund kommen muss. Bei Hannover 96 kommt Pinto - nach schönem Pass von Ya Konan - in den Strafraum und erzielt aus spitzem Winkel das 4 : 0.

Das Spiel habe ich gesehen, eine tolle Leistung der Roten, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann, wenn man der Neuen Presse aus Hannover glaubt. Die berichtet heute, dass Pinto dieses Tor in der 933. Minute geschossen habe. Das 3 : 0 sei in der 71. Minute gefallen. So groß ist mir der zeitliche Abstand zwischen dem dritten und dem vierten Tor von Hannover 96 gar nicht vorgekommen. Gut, ich war mal mit dem Hund draußen, aber dass wir uns dermaßen verlaufen haben: Daran kann ich mich nicht erinnern.

Wer weiß, vielleicht hat die Neue Presse auch nur ein Zwischenergebnis veröffentlicht. Doch dann fehlte der Hinweis, dass es bei Redaktionsschluss 4 : 0 gestanden habe - über den weiteren Spielverlauf berichte man am Samstag, hätte man zudem ankündigen müssen.

Bleibt zu hoffen, dass die Roten mit dem Spiel gegen Standard Lüttich vor dem Abflug nach Madrid fertig sind. Sonst würden sie sehr unglücklich im Viertelfinale ausscheiden...

Montag, 12. März 2012

Das Leben läuft

September 2010: Radtour für Kinderrechte von Rüsselsheim
nach Stuttgart. Mehr hier


















Wie ich geworden bin, was ich geworden bin

Wie Heinz Erhardt bin ich an einem 20. Februar geboren, auch an meiner Wiege stand eine Fee mit faltenreichem Gewand und ebensolchem Gesicht. Sie sagte zu mir ebenfalls: "Du musst dichter werden."
Das wurde ich erst später. Erst einmal machte ich Abitur in Wilhelmshaven und eine Lehre als Industriekaufmann bei den Olympia-Werken in Roffhausen bei Wilhelmshaven.

Als Gymnasiast trat ich in die Wilhelmshavener SPD ein, gehörte zu einer Initiative, die sich für den Bau eines Freizeitheimes in Fedderwardergroden einsetzte und setzte mich für einen Kinderladen im Wiesenhof ein. Widerstand gegen diese Vorhaben gab es von vielen Seiten. Bei einer Diskussionsveranstaltung im Sportheim des STV Voslapp hielt Egon Kuhn, Freizeitheimleiter in Hannover-Linden, einen Vortrag über die Jugendzentrenbewegung. Nach der Veranstaltung fragte er uns, wer denn dieser Mann mit den dummen Fragen gewesen sei. Wir mussten gestehen. Das war der Stadtjugendpfleger. Nach fünf Jahren trat ich aus der SPD wieder aus. Die war einfach nicht mehr mein Fall.

Nach dem Studium in Mainz (Volkswirtschaftslehre und Publizistik) lockte mich eine Frau nach Hannover. Später sollte ich mit Altkanzler Gerhard Schröder etwas Gemeinsames haben: vier Ehen...
Als Redakteur und Chefredakteur in Hannover, in Burgdorf bei Hannover und in Hamburg verdiente ich meinen Lebensunterhalt, traf Politiker wie Ursula von der Leyen, Gerhard Schröder und Heiner Geißler. Auch niedersächsische Landtagsabgeordnete und Europaabgeordnete habe ich bis heute nicht aus den Augen verloren.

Auch in Hannover gehörte ich zu einer Initiative. Die setzte sich für ein Kulturzentrum in Hannover-Bothfeld ein. Setzten wir durch. Das Freizeitheim Vahrenwald brachten wir mit einer Erzählstube wieder in Schwung. Nach dem Fall der Mauer war ich Pendler zwischen Hannover und Leipzig, nach mehrere Projekten schrieb ich die Broschüre "Ein anderer deutscher Herbst".

Jahrelang beriet ich Aussteigerinnen und Aussteiger aus Sekten, gehörte zu den Gründungsvorstandsmitgliedern eines bundesweiten Vereins, der Aufklärungsarbeit leistete. In Burgdorf bei Hannover gesellte ich mich zu Organisatoren von Kinderfesten. Der Reinerlös wurde gespendet. Mit einem CDU- und einem FDP-Mitglied betreute ich eine Prominentenelf, die für gute Zwecke hinter dem runden Leder herjagte.

Bei Hundespaziergängen kommen mir Ideen für ironische Erzahlungen und für Aktionen. So erfand ich 2009 einen Preis für Jugendämter, die sich um das Kindesunwohl besonders verdient machen, denn das Kinder- und Jugendhilfesystem in Deutschland ist schlicht katastrophal.

Meine Bücher 

Sonntag, 11. März 2012

Messestädte

Ereignisse in Leipzig und Hannover.






















Leipzig und Hannover in der Wende-Zeit

Der hannoversche Oberbürgermeister-Kandidat Heinz-Peter Tjaden ist in den Wendejahren oft in Leipzig gewesen, mit dem Literaturverein "Dachluke" startete er ein Projekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR, die Geschichten und Erfahrungsberichte sammelten. So entstand eine Broschüre über einen anderen deutschen Herbst.

Hier bestellen

Hannovers Vorzüge

Und immer wieder eine neue Imagekampagne

„Die Imagediskussion wabert durch Hannover, seitdem ich mich mit Kommunalpolitik beschäftige“, meinte Weil. Zu einem besseren Image beitragen könnten nicht nur neue Plakate und Prospekte – auch die Bewohner Hannovers könnten durchaus öfter ihre norddeutsche Nüchternheit ablegen und offensiver für die Vorzüge ihrer Stadt werben." Hat vorgestern im "Hamburger Abendblatt" gestanden.

Der in diesem Artikel zitierte Stephan Weil ist seit fünf Jahren Oberbürgermeister von Hannover - und kennt seine Pappenheimer von Leine und Ihme immer noch nicht?

Denn die meisten Bewohner Hannovers werden auch künftig nicht "offensiver für die Vorzüge dieser Stadt werben". Die kümmern sich nicht einmal darum, wenn Hannover sogar von Leuten schlecht gemacht wird, die noch nie durch die Stadt gebummelt sind. Wie vor der Expo geschehen.

Wenn das "norddeutsche Nüchternheit" ist, wird Weil schon erklären müssen, was daran schlecht sein soll. Hannover muss sich niemand schön saufen. Und die hinlänglich bekannten Bausünden kann niemand wegsaufen. Die sind gerade in der Bahnhofsgegend viel zu oft geschehen.

Meines Wissens ist Hannover die erste Stadt gewesen, die sich vor rund 40 Jahren einen Stadtimagepfleger zulegte. Der erfand den "Roten Faden". Folgt man dem, erfährt man in kurzer Zeit: Diese Stadt ist spannend. Die muss nicht alle Jahre wieder von Imagekampagnenerfindern heimgesucht werden.

Wenn nun auch noch im "Hamburger Abendblatt" steht, mit der neuen Werbeaktion solle bewiesen werden, dass man in Hannover etwas werden kann, dann denke ich an Treppenstufen zu einer Wohnung in der Südstadt. Verabredet war ich damals mit einem Mädchen, das bei seiner Mutter lebte. Die Mutter ließ mich in die Wohnung, bat mich in die Stube. Dort saß ich und wurde in Augenschein genommen. Dann erschien dieses Mädchen im Türrahmen, gehüllt in ein gelbes Badetuch und sagte: "Ich komme gleich." In diesem Augenblick ist für mich aus diesem Mädchen die schönste Frau der Welt geworden.

Ganz ohne Imagekampagne...